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Viertes Fragment.
Daß die Bücher A- T. nicht geschrieben worden,eine Religion zu offenbaren.
„?ch verstehe aber besonders eine übernatürliche„seligmachende Religion, welche vor allen Dingen ein»»Erkenntniß von der Unsterblichkeit der Seelen, von der„Belohnung und Bestrafung unserer Handlungen in ei-„nem zukünftigen ewigen Leben; von der Bereinigung„frommer Seelen mit Gott zu einer immer grössern Ver-herrlichung und Seligkeit, erfordert und zum Grunde„legen mnfi. Wenn wir demnach annehmen, daß einer„den Vorsatz hat, eine seligmachende Religion zu lehren„und zu offenbaren, und daß ihm diese wichtigen Sätze,„welche den vornehmsten Zweck der Religion ausmachen,bekannt sind, und daß er sie für wahr halt: so ist nicht„möglich, daß er dieselben verschweigen, oder nur kaltsin-„nig, im Vorbeygehen, mir ein Paar zweydeurigen Wor-ten berühren sollte: Er müßte diese unbekannte, und„nichr so leicht zu begreifende, ja wol grossen Zweifeln„unterworfene Wahrheiten zu allererst verständlich erklä-ren, und überzeuglich darthun, und als den wichtigsten„Bewegungs> Grund und Zweck aller religiösen Hand-„lungen und menschlichen Hoffnung anpreisen. Setzen^wiraber, daß einer von diesen wichtigen Sätzen nichts„erwähnet, sondern lauter zeitliche Belohnungen und„Strafen zu Bewegungs - Gründen brauchet, ja dem„Menschen vorstellet/ daß, wenn er einmal todt sey, er
„auch