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Zweytes Fragment.
Unmöglichkeit einerOffenbarung, die alle Menschenauf eine gegründete Art glauben könnten.
§§. ,»Ä)ir kommen demnach zu dem andern Vordersatze„unsers obangeführten Schlusses, welcher einen umstand-„lichern Beweis erfordert: daß eine Offenbarung, so„alle Menschen auf eine gegründete Arr glauben„innren, eine unmögliche Sache fty. Es würde„ncmlich eine solche Offenbarung entweder unmittelbar„allen und jeden Menschen, oder nur etlichen geschehen„müssen. In dem letzteren Falle würde sie entweder etli-„chcn Menschen bey allen Völkern, oder bey etlichen Vöi-„kern, oder wohl gar nur bey einem vffenbahrct: und je-„deö von diesen geschahe entweder zu allen Zeilen, oder„zu gewissen Zeiten, oder wohl gar nur zu einer Zeit»„Die Art aber, wie es von den etlichen Menschen denen„übrigen bekannt gemacht würde, geschahe entweder„mündlich oder schriftlich. Wir hatten zwar nicht nö-thig, die Möglichkeit der andern Falle, welche nimmer„von jemand vorgegeben sind, in Erwegung zu ziehen,„und könnten uns nur allein an diesen Fall halten, da„gesagt wird, daß Gott bey einem Volke zu gewisser Ieit„etlichen Personen unmittelbare Offenbarung gegeben,„von welchen es alle übrige Menschen, theils mündlich,„theils schriftlich empfangen und annehmen sollten. Al-„lein, da wir die Frage überhaupt abhandeln, so kann ich„die übrigen Fälle nicht ganz weglassen: zumahl da sie
„auch