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„tcs über der Menschen Seligkeit und Verdammniß nicht„gelten lassen, weil er den Vollkommenheiten Gottes„widerspricht Der Refonnirte hergcgen streitet wider,>die Mgegenwart der menschlichen Narur Christi, weil„sie den Begriff eines leiblichen und eingeschränkten We-„sens aufhebt. Bende aber setzen sich wider die päbsti-„sche Transsubstantiation, als eine Lehre, die den Sin-„nen und fühlbaren Eigenschaften des Brodts und Weins„widerspricht, als ob Brodt nicht mehr Brodt, Wein„nicht mehr Wein wäre. Dann ruft man von allen Sei-„ten, des Gegners Lehre sey der gesunden Vernunft zu-,,wider. Nun, so ist ja denn die Vernunft nach dem„Geständnisse aller Theologen, annoch von Natur gesund,„und sie wird von ihnen selbst als eine solche in der Er-kenntniß göttlicher Dinge gebraucht. Ist sie denn nur„so lange gesund, als sie eines jeden System beyzutreren„scheinet? Warum soll sie denn blind und verdorben„hcissen, wenn sie das ganze System überhaupt nach„eben denselben Regeln zu untersuchen anfängt? Wozu„dient die Beschuldigung anders, als dem gemeinen„Manne, d. i allen die keine Lehrer der Christenheit sind,„ihren Gebrauch zu nehmen, und einen blinden Glauben„sowol in jeder Secte, als in dem ganzen Christenthnme„einzuführen? Es ist eben derselbe hierarchische Kunst-„griff, als da die Pfaffen bey den Catholiken den Layen„die Lesung der Bibel verbieten, die sie für sich allein be-„halten, und nach ihrem Gefallen deuten wollen. —
Zweytes