„auch in dem besondern Falle Licht geben; und da es„scheinet, daß eine Offenbarung desto eher von allen wur-zle können geglaubet werden, je mehreren sie unmitelbar„widerfahren.
§§. „Wenn wir nun erstlich das äusserste setzen, daß„Gott allen und jeden Menschen, zu allen Zeiten und an„allen Orten, ein übernatürliches Erkenntniß unmittelbar„offenbarere: so müßten wir zugleich annehmen, daß„alle Augenblick und allenthalben bey allen Menschen„Wunder geschähen. Denn eine Wirkung, die in der„Natur keinen Grund hat, oder übernatürlich ist, ist ein„Wunder. Daß aber Gott stets Wunder thun sollte, ist„seiner Weisheit zuwider. Beständige Wunder siöhren„die Ordnung und den Lauf der Natur beständig, welche„doch Gott selbst weislich und gütig gesetzt hatte. Gott „würde also sich selbst widersprechen und die Ordnung der„Natur gewollt haben und noch bestandig wollen; und„doch beständig nicht wollen. Wäre es ja nöthig, daß„alle Menschen solche Erkenntniß halten, so würde er es„mit in die Ordnung der Natur befasset, und dem mensch-lichen Verstände ein natürliches Vermögen zu solchem„Erkenntnisse ertheilet haben. Daß er aber ein allen„Menschen nöthiges Erkenntniß in allen Menschen über-natürlich und unmittelbar wirken sollte, ist seiner Weis-heit eben so entgegen, und an sich eben so ungereimt, als„wenn ich spräche, daß er allen Menschen keine Augen„hätte geben wollen, sondern jedem übernatürlicher Weise„und unmittelbar offenbarte, wo sie eine Höhe oder Tiefe^„wo sie Feuer oder Wasser, wo sie Essen oder Trinken,„vor sich hätten. Wenn jemand sagen wollte: mit der„Offenbarung verhalle es sich anders: die könne durch
„Kräfte