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§. 4.
Erziehung giebt dem Menschen nichts, was ernicht auch aus sich selbst haben könnte: es giebt ihmdas, was er aus sich selber haben könnte, nur geschwin-der und leichter. Also giebt auch die Offenbarung demMenschengeschlechte nichts, worauf die menschliche Ver-nunft, sich selbst überlassen, nicht auch kommen wür-de: sondern sie gab und giebt ihm die wichtigsten die-ser Dinge nur früher.
§. 5.
Und so wie es der Erziehung nicht gleichgültig ist,in welcher Ordnung sie die Kräfte des Menschen ent-wickelt; wie sie dem Menschen nicht alles auf einmalbeybringen kann: eben so hat auch Gott bey seiner Of-fenbarung eine gewisse Ordnung, ein gewisses Maaßhalten müssen.
§. 6.
Wenn auch der erste Mensch mit einem Begriffevon einem Einigen Gölte sofort ausgestattet wurde: sokonnte doch dieser mitgetheilte, und nicht erworbeneBegriff, unmöglich lange in seiner Lauterkeit best» hm.Sobald ihn die sich selbst überlassene menschliche Ver-nunft zu bearbeiten anfing, zerlegte sie den Einzigen Un-ermeßlichen in mehrere ErmchUchere, und gab jedemdieser Theile ein Merkzeichen.
§. 7.
So entstand natürlicher Weift Vielgötterei? undAbgöttern. Und wer rrmßwie viele Miiwnm Achresich die menschliche Vernunft noch in drrftK. ZrMegVwürde herumgetrieben haben; vtMgmHttc Kdersü W5ö
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