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Wie lange ist eS wohl, als an den Höfen der Fürsten eine Gesellschaft vonMännern verfolgt wurde? Man nannte sie Feinde der Throne. Ihre Auflösungwurde betrieben und Jubel erscholl, als ein getäuschter Papst das Ende der Gesell-schaft Jesu dccretirte. — Auf diese Zeit folgte eine andere. Die Gesellschaft standvon dem Tode auf und jetzt wird sie eine Stutze der Throne genannt, wenig-stens als solche angefeindet. Auf der andern Seite aber empfängt sie nicht undeut-liche Beweise der Achtung von Höfen, selbst protestantischer Fürsten.
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In keinem Lande wurde die Gesellschaft Jesu so gehaßt, wie in Böhmen ,denn sie hatte einst eine Masse von Schriften vernichtet, welche wohl die meistenhussitischen Irrthümer, aber auch die schönsten Blüthen slavischer Literatur enthielten.Vergebens sucht sie in Böhmen wieder einen Wohnsitz, eine Allocution ihres Generalsan die Brüder, einer Räuberhöhle würdig, wird erdichtet und mit Glück verbreitet;jene fromme Fürstin, welche schon zu ihrem Ausenthalte ein HauS gekauft hat, wirdfurchtbar verspottet. Da kommt der Srurm von 1848 und kündet ihr gänzliches Endean, und als er sich gelegt hat, — steht ein ErziehungshauS der Jesuiten ineiner der schönsten Gegenden des Landes (Politz.) Die Zahl der zur Aufnahme ange-meldeten Jünglinge übersteigt fünffach die Zahl der aufzunehmenden.
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Die Herzogin von Angoulvme, Tochter des unglücklichen Königpaares vonFrankreich, stirbt bei Wien . Ihr schöner Tod und ihr vom katholischen Geiste beseel-tes Testament findet seinen Wiederhall in allen Kreisen. Zu derselben Zeit stirbt amRhein jene Frau, welche einst in Paris als Göttin der Vernunft geehrt wurde.Es war dieß dieselbe Periove, in welcher die Prinzessin im Kerker saß und dieHäupter ihrer Eltern unter der Guillotine fielen. — Was geschieht jetzt? Währenddiese Lob und Ehre fast von allen Tagesblättern inö Grab begleiten, sprechen sievon jener mitt Mitleid und Verachtung.
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Die heidnische Revolution macht aus der Kirche St. Genovefa in Paris ein Pantheon. Das Königthum hat nicht den Muth, dieses Monument derSchande, obgleich zur Ehre bestimmt, zu vertilgen. Da fällt der Thron von Neuem.Das Pantheon wir durch die Republik vertilgt, wie es durch eine Republik entstanden ist.
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Die Führer Israels verfolgten den Heiland, sie bewirkten das schreckliche:Ans Kreuz mit ihml Da kam das Blut des Gerechten über sie und ihre Kinder. —2vl)l) Jahre sind verflossen und Israel verfolgt den Heiland von Neuem in seinerKirche. Durch die Presse bewirkte eS den Ruf: AnS Kreuz mit ihr! — Abersieh, die Strafe folgt in dem steigenden Hasse deS Volkes, und die Bitte der Stadt-verordneten Prags an Se. Majestät ist eine Lerche, der bald andere zu folgen scheinen,die aber keinen Sommer verkündet.
Kann man beim Anblicke dieser Fügungen das Daseyn eines persönlichenGottes käugnen oder kann man vernünftiger Weise der Meinung Jener beistimmen,welche die Wunder unmöglich nennen? Nein! Wir leben in einer Zeit voll Wun-der, und diese zu läugnen oder dem Zufalle zuzuschreiben ist eben so lächerlich, alsdie Worte der Pharisäer, welche sie Werke deS Beelzebub nannten. — Darum,wer Augen hat, der sehe und wer Ohren hat, der höre!! (T. Z.)
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Verantwortlicher Redacteur: L. Schönchen. VerlagS-Jnhaber: F. C. Aremer.