Ausgabe 
12 (18.1.1852) 3
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Zwölfter Jahrgang.

Sonntags-Beiblatt

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18. Januar S. 185S.

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Die katholischen Missionen in Nordamerika»

Von P. Mar. Gärtner, Cap. des Prämonstratenser - Stiftes Wiltcn, d. Z, Missionär zu Norbert-house in Nordamerika. Vortrag, gehalten im Wiener Katholikenvercinc, mitgetheilt in der W. K.-Z.)

Seit einer Reihe von Jahren schon hat daS katholische Volk Deutschlands, und namentlich auch Oesterreichs mit seinem allerhöchsten Kaiserhause an derSpitze für die Ausbreitung der heiligen apostolischen Kirche sowohl in Amerika, als auch in den andern Welttheilen ein regeS, thätiges Interesse bewährt. Dienamhaften, ja großmüthigen Opfer, welche insbesondere mittelst der verehrlichenCentral-Direction deS LeopoldinenvereineS dahicr den verschiedenen Sprengeln jenseitsdeS OceanS zugeflossen sind, haben wohl stets die vollste Anerkennung dortselbst gesun-den, unv deßhalb immer zur schuldigen Gegengabe den lebhaftesten Dank ausall' den treuen Herzen jener Oberhirten und Schäflein zumal erhalten. Da Schrei«ber dieß eben hier anwesend auf seiner baldigen Rückreise nach seinem apostoli-schen Berufe im BiSthum Wisconsin Seitens der verehrlichen Redaction die freund-liche Einladung bekommen hat, für die Spalten ihres geschätzten Blattes einigesNähere über die speciellen Verhältnisse der Missionen mitzutheilen, so erlaubt er sichdenn auch hiemit, diesem Wunsche in so ferne zu entsprechen, als eine persönlicheAnschauung und vielfältige Erfahrung binnen der fünf Jahre seines MissionsdiensteSin obgenannter Diöcese Milwaukie (Wisconsin- Staat) ihn hiezu befähigen dürfte.Zwar enthielten bereits anderwärtige Organe der Oeffentlichkeit, bevorab die JahreS-hefte der Centraldirection der Leopoldinenstiftung bisher manche gediegene Schilderungdessen, was Missionen überhaupt und insbesondere betrifft; allein jene Berichtekommen leider! nicht so sehr, als sie verdienten, in die Hände Aller derjenigen, welchemit Vorliebe vom ächlkatholischen Leben und Gedeihen öfter hören, oder lesen möch-ten. Die katholischen Missionäre in Amerika bilden zwei Classen; die eine lebtund wirkt in Städten, die andere vorzugsweise auf dem Lande, oder besser gesagt auf zerstreuten Stationen; die Städte, namentlich die bedeutenderen, habenbereits allerwärts schon eine, nicht selten auch mehrere, katholische Kirchen, mithinauch einen, oder mehrere Priester, welche da idre Schäflein sorgsam pflegen nachMaaß des inwvhnenden, heiligen Eifers. Den Unterhalt, jedem Arbeiter gebührend,ziehen dieselben durchweg von den jeweiligen Renten ihrer resp. Kirche; diese Rentensind nichiö anders, als der Ertrag der Pachtschillinge für die Kirchenstüble, wel-chen die Eingepfarrten viertel- oder ganzjährig zu Handen der Kirchenverwaltungbezahlen; nebenbei wirft die sogenannte Stola für Copulationen :c. hin und wiedereinen guten Thaler ab, und die Stipendien für das heilige Opfer je nach Um-ständen ersetzen den Abgang zum nothwendigen LebenSbedarfe. Indeß dengrößten Anspruch auf jene Renten macht gewöhnlich überall die leidige Drangsal:für die Geldanleihen zum Baue der Kirche selbst schon voraus, und sodann auf lange,