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Eben so machen sie eS mit den erhabensten Namen des Christenthums.Wie sie dort unter der Melodie der alten Kirchenlieder dem Volke die ungeheureKluft zudecken, die sie zwischen den Anhängern ihrer Secte und den Kindern der Kirchereißen, so bedienen sie sich hier alter christlicher Bezeichnungen und haben wenig-stens nicht den Muth, den Abgrund aufzudecken, dem sie unser Volk zuführen, ESist aber doch klar, daß nicht Worte, sonvern die Uebereinstimmung in dem Sinnder Worte eine geistige Gemeinschaft begründen.
Dem Christen ist Christus der eingeborne Sohn Gotteö, vom Vater geborenin der Ewigkeit. Gott von Gott, Licht vom Lichte, wahrer Gott vom wahrenGotle; erzeugt, nicht erschaffen, mit dem Vater von gleicher Wesenheit und Schöpfervon Allem. Er ist für unS Menschen und für unser Seelenheil vom Himmel herab-gekommen, empfangen vom heiligen Geiste, geboren auS Maria der Zungfrau undMensch geworren. Er ist für unS gekreuzigt unter PontiuS PilatuS und begraben,am dritten Tage aber wieder auferstanden nach der Schrift, aufgefahren gegen Him-mel unv sitzet jetzt zur Rechten veS Vaters, von dannen er kommem wird in großerGlorie, zu richten die Lebendigen und die Todten, und seines Reiches wird keinEnde seyn.
Den Rongeanern dagegen ist der Weltheiland ein bloßer Mensch. Sie macheneS aber nicht wie die Juden, denen Christus ein Aergerniß war, weil er sich fürGott ausgab, oder wie die Heiden, denen er aus demselben Grunde eine Thorheitwar und die ihn deßhalb verlachten. Dem Sohne Gottes ist für unsere Zeit ejneneue Schmach vorbehalten, die alle christlichen Seelen mit unendlichem Schmerzerfüllen sollte. — Der Unglaube hat zunächst in Frankreich eine neue Gotteslästerungerfunden. So wie der Teufel einst in der Wüste die Worte GotteS gegen Gott,gebrauchte und mit Gottkswort Christus versuchte, so sucht der Unglaube unsererTage den Gesalbten GotteS, Jesus Christus , der gekommen ist, um die Menschenzu erlö,en und sie zur Liebe, zur Erkenntniß und zum Dienste GotteS zurückzuführen,zu benutzen, um die Menschen durch Ehristus selbst von Gott abzuwenden. DieSocialisten und Commu nisten Frankreichs wagen eS deßhalb, auf ihre Fahneden Namen Christus zu schreiben. Sie machen ihn zu einem ihres Gleichen, sieverdrehen und entstellen seine erhabene Lehre, und mit Christus kämpfen sie so gegenChristus uno gegen Gott, der ihn gesandt hat. Die Geschichte lehrt unS, daßeinst die Heiden, um ihren Sünden freien Lauf zu lassen und die Stimme deS Ge-wissens zu erdrücken, Götzen, die sie selbst gemacht hatten, ihre Laster beilegten,und so meinten sie den Göttern zu dienen, wenn sie die Laster übten. Unter demScheine deS Gottesdienstes dienten sie so dem Teufel. — Ganz dasselbe Verbrechensehen wir jetzt an Christus üben. Die Menschen legen die Lügen deS eigenenHerzenS, die auS dem Lügner von Anbeginn geboren sind, Christus, dem Gotle derWahrheit, bei, und zur Bestätigung der Lüge berufen sie sich auf daS Leben un.ddas Wort der Wahrheit. Mit dem Namen Christus kämpft der Antichrist gegenChristus und ruft, wie eS vorhergesagt ist, unter die Völker auS: Hier ist Christus!Ganz ähnlich, wie in Frankreich die Socialisten, machen eS nun auch die ChristuS-läugner in Deutschland , von denen die Rongcaner nur eine Abart sind. Auchsie wollen unS bereden, daß man Christus seit achtzehnhundert Jahren nicht gekannthabe. Die Blutzeugen, die Heiligen, die Scbaar seiner Jünger bis heute — sollihn nicht gekannt haben, sie aber wollen unS den Geist der Lehre Jesu Christi eröffnen.Auch sie rnfen: Hier ist Christus! auch sie kämpfen unter der Fahne deS Antichristsunter dem Namen Clmstus gegen Christus.
Wie mit dem Namen Christus, so macht man eS nun auch mit dem heiligenNamen Gottes.
Dem Christen hat sich Gott geoffenbart und er kennt den Gott, den er liebt,dem er dient. Dem Christen ist Gott „der König der Ewigkeit, der Unsterbliche,der Unsichtbare, der alleinige Gott, dem alle Ehre und Herrlichkeit gebührt in alleEwigkeit" (i. Tim. 1, 17.).--Er hat daö Weltall nach seiner WillenSbestim-