Ausgabe 
12 (4.4.1852) 14
Seite
105
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Zwölfter Jahrgang.

Sonntags-Beiblatt

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zur

Augsburger Postzeitung.

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4. April IA. ^852.

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Charwoche.

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O bange Woche, da der Heiland scheidet,Du stimmst so ernst zu dieser Lenzeswonne,Da wiederum die warme Lieb' der SonneDie nackten Au'n mit zarten Blümlein kleidet;

Da in den Lüften fromm die Vöglein grüße»Des lauen Westens holde Frühlingswinde,Und durch des Waldthals frische WiesengründeDes Bächleins Silberfluten sich ergießen.

O Frühlingssonne, laß die heitern StrahlenMit düsterm Wolkenschlcier dir verhüllen,Daß du nicht schaust, wie um der Brüder willenDer Herr verblutet in des Todes Qualen.

Ihr Blümlein aus den grüngeschmückten Wiesen,Senkt trauernd eure thaubcnetzien Blicke;Schon naht die sromme Hand, daß sie euch Pflücke,Und opfernd lege zu des Heilands Füßen.

O schweigt ihr Sänger in den muntern Haine»,Verstummt sind ja der Glocken Feierklänge;Die Kirche läßt durch düstre GrabgesängeDer ew'gen Liebe Opfertod beweinen,v! Ayn Mz'l-jM (scki'tt ,mjhL!Z ,UlM's»

Zieht heimwärts, Winde, nach den sonn'gen Hohe«Ins klare Blau der lenzerfüllten LüfteDes fernen Südens, da des Todes DüfteMit kaltem Hauch das heil'ge Grab umwehen!-iilt .sn/kuA'N' wi>?ni »hilisH n-j chus ^»kttinnnK. ^Kilt?« mZttz.KlM'K

Ihr Bächlein, frei nun von des Winters Bande»,Rinnt stille hin an den bemoosten Hängen;Bald hallet es in lauten JubelklängenVon dem Altare:Christus ist erstanden!"

._ TafrathShofer.