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euch kommt: dann wird man mich rufen, aber ich werde nicht hören; frühe wirdman ausstehen, mich aber nicht finden."
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Die katholische Mission der Deutschen in London .
Seine Eminenz der Cardinal Wiseman hat folgenden Aufruf erlassen:
„Da eS der göttlichen Vorsehung gefallen hat, UnS mit der geistlichen Sorgefür eine Stadt zu betrauen, welche an Wichtigkeit hinter keiner auf der Welt zurück-steht, so müssen Wir UnS nach dem Beispiel des heiligen Apostels als Schuldner allerderjenigen betrachten, welche diese Hauptstadt bewohnen, welches auch immer ihrVaterland, ihre Sprache und ihre Sitten seyn mögen. Unter der fremden Bevöl-kerung von London scheinen unS aber in den gegenwärtigen Zeitverhältnissen dieDeutschen besondere Betrachtung zu verdienen, sowohl wegen ihrer großen Zahl,als wegen ihrer geistlichen Bedürfnisse. Die Zahl der Deutschen, welche jetzt inLondon wohnen, läßt sich nicht genau angeben, beläuft sich aber ohne Zweifel aufviele Tausende. In Folge einer Reihe von unglücklichen Ereignissen haben Hunderleund Tansende von diejen Leuten ihren Glauben verloren, und eS ist zu befürchten,daß eine große Zahl derselben nicht allein aufgehört hat katholisch zu seyn, sondernauch Opfer beS Unglaubens und der Unstttlichkeit geworden sind. ES kann zu unsernZeilen nicht bezweifelt werden, daß die geheimen Gesellschaften, deren Zweck die gänz-liche Vernichtung aller gesellschaftlichen Verbindungen in ganz Europa ist, in großenStädten, und namentlich in Paris und London , sehr zahlreiche Anhänger unter denDeutschen finden, weil diese wegen ihrer Verlassenheit von geistlicher Hilfe in diesenSlävlen dem Einfluß grundsatzloser Politiker leicht zur Beute werden.
Um die deutsche katholische Bevölkerung von London gegen so viele und großeGefahren zu schützen, sind namentlich drei Dinge nöthig: eine Kirche, welche wenig-stens einigermaßen den Bedürfnissen der deutschen Katholiken entspricht. Schulen,namentlich Armenschulen, in Verbindung mit dieser Klrche, und ein Hospital, aus-schließlich für Katholiken und zunächst für deutsche Katholiken.
Eine angemessene Kirche muß den Anfang dieses großen Werks bilden. Werdie jetzige deutsche Capelle kennt, die kaum mehr als 300 Personen faßt, muß inder That beklagen, daß bisher so wenig hat geschehen können für die Rettung vonLeuten, welche zu einer Nation gehören, die so zahlreich 5 so mächtig, und wegenihres von Natur religiösen Charakters so berühmt ist. — Die Nothwendigkeit derErrichtung gut organistrter Schulen muß Jedem einleuchten. Die Prolestanten machendie größten Anstrengungen, nicht allein ihre deutschen Glaubensgenossen dem Protestan-tismus treu zu erhalten, sondern auch unsere katholischen deutschen Kinder durchSchulen zu protestantisiren, die daS einzige Mittel sind, durch welche Irrthum undUnglauben den katholischen Glauben mit Erfolg angreifen und untergraben können.Und sollen die Katholiken nichts thun, um wenigstens die Kinder der Armen vordem Unglück des Abfalls zu bewahren? — Die Errichtung eines HospitalS endlichfür die Katholiken in London verdient die besondere Aufmerksamkeit Aller, welche ihreMitmenschen lieben, aber vorzüglich der Katholiken. ES ist in der That eine trau-rige Thatsache, daß bis zu dem gegenwärtigen Augenblicke die katholischen Krankenin London oft nur in Hospitäler geschickt werden können, die erklärtermaßen prote-stantisch sind, und daß bis jetzt noch kein katholisches Hospital in einer Stadt gebautist, wo fast 200,000 Katholiken wohnen, welche hauptsächlich der aUerärmsten Klasseangehören. Heroisch muß der Muth der Katholiken in einigen dieser Anstalten seyn,we.nn sie, umgeben von protestantischen und ungläubigen Kranken, Verpflegern undAerzten, den Beistand deS Priesters und die heiligen Sacramente erlangen sollen,und doch wird eine solche heroische Tugend von Personen verlangt, welche oft leider!viele Jahre lang die Erfüllung aller christlichen Pflichten vcrnachläßigt haben. Zudemist nicht allein kaum möglich, irgend eine von den Ceremonien vorzunehmen, welche