Ausgabe 
12 (4.7.1852) 27
Seite
209
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Zwölfter Jahrgang.

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4. Juli ^j^.i chilctn, «dl Ä m^i!^ l85)S.

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Dieses Blatt erscheint regelmäßig alle Tonntage. Der halbjährige AbonuemcntsprcisHlV kr., wofür es durch alle köni'gl. bayer, Postämter und alle Buchhandlungen bezogen werde» kauu

»oll^-üilL N^r^ !dil!Zröll nZÄllittZ ^Iills a»u bliüM Udjl chlllf^cil N»'ZI1UI?S Iwu ltj!iil auttAuS einem Bericht über die von G. F. Brinbesis im I. 1830 imu<M""PeloponneS unternommenen Missionsreisen

UklllINT < -v,'-^ ^>> , . cr,^^-- ^-

an den apostol lochen De legalen Blschof von Syra.

libäi! ».Yen 15. Mai gegen sechs Uhr Abends lichteten wir die Anker und verließenden Has/n von Syra, Die See war spiegelglatt, und schon kommenden TageS umsieben Uhr Morgens liefen wir im PyränS ein, wo zwei französische, ein englischesund ein österreichisches Dampfboot, so wie eine russische Brigg vor Anker lagen.Da mir bei meinen vielen Geschäften in Athen nur kurzer Aufenthalt gegönnt war,so verfügte ich mich gleich nach der h, Messe in die Hauplstadt, übergab dem Superiorder Missionen in Attika meine Briefe, und verfügte mich inS Schloß um den mirertheilten Aufträgen nachzukommen. Hierauf ging ich zu dem Gesandten der fran-zösischen Republik, Herrn Thouvenel, welchem ich den ganzen Hergang der gräulichenVerwüstung der französischen und bayerischen Monumente auf den Feldern vonNavarin und Modon auseinander setzte. Derselbe, höchlich erstaunt über einen sol-chen VandaliSmuS, bat mich, ihm bei meiner nächsten Hierhcrkunft einen ausführ-lichen Bericht hierüber vorzulegen, damit er beim Ministerium des Innern seineKlage formell begründen und die geeignete Genugthuung fordern könne. In denPyräuS zurückgekehrt erfreute ich mich der gastfreundlichen Aufnahme beim dortigenMissionär, und ging dann sogleich an Bord des Dampferö, um mlt dem Frühestennach N aupIia abzugehen.^ m>^,-^

Hier verweilte ich fünf Tage, und reiste dann zu Schifte nach MiluS. Derim Sommer gewöhnliche Seewind schwellte die Segel unseres kleinen Fahrzeuges sogut, daß wir schon nach dreiviertel Stunden die Bucht durchschnitten hatten. Sogleichstieg ich zu Pferde, durchritt die Felder von Chivcr! und bestieg die Berge vonKolvssurli. Nachdem wir die Höhe erreicht hatten, bewunderte ich das herrlichePanorama, welches die Küste, die Berge und der Golf von ArgoliS bitten, undwährend sich ganz besonders meine Augen an dem südlichen Horizonte, von den Jllselu"Speiia und Hydra begränzt, weiteten, neigte sich die Sonne zum Untergänge unddie Dämmerung entzog die entfernteren Berge meinen Blicken. Nach wenigen Augen-blicken beleuchtete das Licht deS MondeS unsern bald gefährlichen, bald gut geebnetenPfad bis nach Achladhocambo. Die Stille dieser tiefen Thäler mit ihren riesigenSchatten schien uns kleinmülhig zu machen; die auf den Bergen zerstreuten Feuer derSchafhirten bewiesen uns jedoch die Nähe von lebenden Wesen. Nach zweistündigcm,beschwerlichem Ritte, hie und da von Hundegcbell unterbrochen, fanden wir uns ind r berühmten Hütte von Dusa, ich sage berühmt, weil König Otto einst hier abstieg.

Für den, der noch nie in Griechenland eine Reise zu Land gemacht, ist esnicht möglich, sich eine richtige Vorstellung von einem Landwirthöhaüse zu machen.