Ausgabe 
12 (15.8.1852) 33
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Liebe und treue Freundschaft gegen ihn stets erwiesen habe, wofür er zur Dankbarkeitgegen sie sich verpflichtet fühle." Ueberzeuyt, daß der angewiesene Wittwensitz zuGörz ihr nicht bequem sey, trage er seinen Erben ernstlich auf, ihr des Freiherr»von Teufenbach HauS zu Jugenburg anzukaufen und es standesmäßig einrichten undausstatten zu lassen. Da sie bei diesen theuren Jahren mit den durch den Heiraths-brief bestimmten ItZMO fl. nickt wohl ausreichen könne, und damit Ihre Liebdenseine wohlmeinende Neigung und Freundschaft im Werk spüren möchte, verdopple erdiese Summe, deren Ablieferung jeder anderen Ausgabe jederzeit vorangehen solle.AIS getreue Mutter ordne er sie den Vormündern seines SohneS als Mitvormünderinin Allem zu. Aber auch Maria bewährte ihre Anhänglichkeit an den Gemahl.Während der achtzehn Jahre, die von seinem Tod bis zu ihrem eigenen Lebensendeverliefen, verging kein einziger Tag, an welchem sie einer für ihn gestifteten heiligenMesse nicht beigewohnt hätte; und befand sie sich zu Meer, wo deren Abhaltungunmöglich war, so mußte dieselbe wenigstens vorgelesen werden.

Das sind nur wenige Momente auS dem Wesen einer Fürstin, welche ihrerunvergeßlichen Enkelin, unserer hochgefeierten Maria Theresia , in jeder Beziehungmit dem Vollesten Recht an die Seite darf gestellt werden. Noch ungleich Ansprechen-deres läßt sich in Menge hervorheben. Findet sich die verehrte Versammlung durchdaS jetzt Mitgetheilte angesprochen, wünscht sie, daß ihr das vollständige Bild einerFürstin vor Augen gestellt werde, aus welche jeder Oesterreicher Mit Recht stolz seyn,und deren Persönlichkeit die warme Liebe zu dem theuren Fürstenhause erhöhen muß,so werde ich mit freudiger Bereitwilligkeit in späteren Vorträgen dieses Bild in derretchen Fülle aller seiner anmuthigen Züge hervortreten lassen.

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Hr. Präses Dr. Kaltenbäck fügte die Bemerkung hinzu, daß sich Hr. Dr. Hurterein hohes Verdienst um Oesterreich erworben habe, indem er die Geschichtsfälschungaufdeckte, welche einen der größten und besten Fürsten auS dem Habsburger Stammemit den ungerechtesten Schmähungen überhäuft hatte. Ja man könne mit Wahrheitsagen, daß Kaiser Ferdinand II. der bestverleumdete Fürst war, nnd eS sey gewißsehr traurig, daß selbst Katholiken und Oesterreicher sich täuschen und hinreißen ließen,den zweiten Ferdinand, der eben so standhaft im Unglücke, als großmüthig im Glückewar, als grausamen Verfolger und Tyrannen zu verunglimpfen; den Erzfeind Oester-reichs und Deutschlands , Gustav Adolph, hingegen alö ritterlichen Vertheidiger derReligionsfreiheit, als Muster der Milde und Gerechtigkeit hinzustellen. Zum Beweise,wie irrig eine solche Auffassung sey, mögen folgende actenmäßig bewiesene Thatsachendienen: Ferdinand der Zweite verwieß zwar die Protestanten, welche offene Re-bellen waren, auS dem Lande, erlaubte ihnen jedoch ihr Vermögen mitzunehmen,und gestattete denjenigen, welche liegende Güter hatten, alljährlich einmal nach Oester-reich zu kommen und ihre Einkünfte in Empfang zu nehmen. Gustav Adolph zwangdie Katholiken, die friedliche Unterthanen waren, auS Schweden auszuwan-dern, confiScirte ihr Vermögen und befahl, jene, welche je zurückkehren, auf demnächsten Baume aufzuhängen. Auf welcher Seite ist nun die grausame Tyrannei,und auf welcher hingegen die Großmuth?

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AuS dem Bericht des Missionars Johann Koeianeic

über die Fahrt der8t<zIIs matutina" von Dongola bis Chartum .

(Fortsetzung.)

goziZiinV n»g s.'in .iy:n,«sn^.') z;ui, m >!-!>?. 'Wte»ikimnJ»jlkj)!IoAm 7. war daS Ruder wieder an seiner Stelle. Durch das seichte Flußbett,auf dessen Oberfläche Gras, Schlamm und Steinspitzen sich zeigten, ging die Fahrtungemein langsam, dazu noch heftiger Nordwind mit ungewöhnlicher Kälte. Dochüberwanden wir noch am gleichen Tage den Schellall Kirbekan; am andern den von