Zwölfter Jahrgang.
Sonntags-Beiblatt
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2S. August M- SS. 185S.
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Bon der Grundlage der Jugendbündnisse zur Fortbildung
derselben.
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DaS Menschengeschlecht bedarf in Folge der Erbsünde oder deo AbfalleS vonGott der Erziehung, die Gott, weil sie nur von ihm ausgehen kann, schon imalten Bunde selbst übernommen hat bei dem Volke Israel. Im neuen Bunde hatzu diesen Zeiten der Sohn GotteS seine Kirche gegründet. Daher die öffentlicheKirchenzuchl durch zwölf Jahrhunderle, welche die Aergernißgebenden von ihrerGemeinschaft bis zu ihrer Besserung ausschloß. Dieß Bedürfniß wird auch in unsernTagen in den Jugendbündnissen gefühlt, welche durch die Missionen entstehen. Daaber diese Ausschließung durch die von ihnen, und nicht von der Kirche gewähltenVorsteher geschieht, die Tugendbünduisse, als von der weltlichen und kirchlichenObrigkeit nur genehmigt, geduldet werden; so wird dadurch nicht nur ihr Gedeihengehindert, sondern sie werden als Menschensache früher oder später zerfallen. Sollendie Tugendbündnisse zur so nöthigen Fortbildung der Jugend in reifern Jahren fort-bestehen, so müssen die hochwürtigsten Herren Bischöfe sich als die ersten unv dieSeelsorger als die von ihnen bevollmächtigten Borsteher erklären, da sie ja auS derErneuerung des TaufbundeS hervorgehen, die so lange nothwendig ist, als man nichtgetreu alle Pflichten eines Christen erfüllt, wozu man durch den Empfang der Taufeverbindlich gemacht wird, und ohne deren Ersülluug Niemand in daS Himmelreicheingehen kann. In unsern Tagen ist sie um so nothwendiger, als die Taushandlunggewöhnlich nur als eine bloße Ceremonie betrachtet wird; daher viele wie Heidenleben, in der Meinung, der empfangenen Taufe wegen dennoch ein Christ zu seyn,und einst die Seligkeit zu erlangen. Solche leichtsinnige Christen irren sich aberwahrhaft himmelweit; denn in den ersten christlichen Jahrhunderten wurden jene,welche nilbt nach der Lehre Jesu lebten, schon auS der Gemeinschaft der Gläubigenausgeschlossen.
Daher schreibt der heilige Märtyrer JustinuS am Ende dcS zweiten- Jahrhun-derts also: „Wenn man Einige findet, die nicht so leben, wie Christus lehrte, diemuß man nicht für Christen halten (welche die Seligkeit erlangen), sollten sie auchChristi Lehre im Munde führen; denn Christus hat nicht dem nur mündlichen Bekennt-nisse, sondern nur Jenen den Himmel versprochen, die sich auch durch ihren Lebens-wandel als Christen zeigen. Nur jene gelangen dahin, welche die Eigenschaften Got-teS nachahmen, und sich Gott durch ein gerechtes und tugendhaftes Leben ähnlichmachen." Nach dem Zeugnisse dieses heiligen Märtyrers in seiner Schuyschrifl deSChristenthums waren die Unkeuschheit und andere schwere Sünden unier den Christendamals unbekannt.
Um dieselbe Zeit erwies auch der Kirchenlehrer Tertullian die Unschuld der