Ausgabe 
12 (29.8.1852) 35
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zu Gott, überwunden. In einem Statthalterei-Erlaß vom 26. April l. I. Z. 755kist daS Geständniß abgelegt:Die Fälle, daß die Reisekosten des techni-schen Personals mehr betragen, als die Kosten der betreffendenBauherstellung selbst, sind leider zu häufig vorgekommen." Einsolches reuevolles mes culp» läßt auch Besserung erwarten. Anstatt sonstiger Noh-heiten, mit welchen man den Geistlichen Austräge gab, finden wir in einem Erlassevom 6. März l. I. Z. 4072, Med. Z.:die hohe Intelligenz des Klerus, nament-lich deS katholischen," welche sich bei Verfassung der Rubriken abermals bewährt,rühmlich erwähnt, waS Einem so überrascht, daß man gerne den Umstand übersieht,daß eS ja nur bei den Katholiken einen KleruS gib». Der AlovsiuSverein wurdeleider verboten. Wenig beachtet scheint zu werden, daß jedem fremden reisendenprotestantischen Prediger in Teplitz und Karlsbad mit aller Zuvorkommenheit dieKanzel zu besteigen erlaubt wird, während unsere Missionäre mit vieler Vorsichtbewacht werten. Wir hoffen aber, daß der Wille unseres apostolischen Kaisersder die Kirche freigegeben, auch von den fernsten Vollziehern deS kaiserlichen Worteszur Beachtung gelangen werde. (W. K.-Z.)

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Misston in Abenbera.

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Am 3l. Juli, Nachmittags vier Uhr, war eS, wo die hochwürdigen PatresSuperior Friedrich KrupSki, Johann Nepomuk Oehler, Alois Mathoy und TheodorSchmude unter Begleitung der hochwürdigen Geistlichkeit und der Gemeindeverwal-tung still in unsere Stadt einzogen» um auch da die heilige Mission zu halten.Noch am selben Abend um sechs Uhr eröffnete der hochwürvige Pater Superior dieMission mit einer vortrefflichen Predigt über die Bedeutung der heiligen Mission,nachdem zuerst der hochwürdige Herr Stadtpfarrer diese würdigen Söhne deS heiligenJgnatiuS mit einer gediegenen, kurzen Anrede vom Altare a»S begrüßt hatte, undalsdann der göttliche Geist vor dem hochwurdigsten Gute durch den HymnuS:Venissnets Spiritus" angerufen worden. Am Schlüsse der Predigt setzte der P. Superiordie Stunden für die während der acht Tage abzuhaltenden Predigten und sonstigenAndachtsübungen fest, und ermähnte daS Volk zu ernster und beharrlicher Theilnahme.Täglich wurden drei Predigten, meistens von der im Freien unweit des PfarrhofSerrichteten Kanzel geHallen, und eS war rührend, nicht blos die Pfarrgemeinde selbst,sondern auch unzählige Fremde und unter diesen viele Andersgläubige von Nahe undFerne mit wahrhaft heiligem Hunger sich zur Anhörung deS göttlichen Wortes täg-lich drängen zu sehen. Erhebend war die Theilnahme der beiden PfarrgemeindenObererlbsch und Theilenberg, welche am Donnerstag den 5. August mit ihren eifri-gen Seelsorgern in feierlicher Procession einzogen. Aber besonders groß und unaus-gesetzt war die Theilnahme der Bewohner Spalts, deren frommen Wünschen, fürHeuer noch die heilige Mission zu erhalten, leider nicht mehr entsprochen werdenkonnte. ES war nur eine Stimme deS Lobes und allgemeiner Zufriedenheit, welcheman nach jeglicher Predigt von Katholiken und Protestanten hören konnte. Manchein Sünden und bösen Gewohnheilen Verhärtete sah man in sich gekehrt und tieferschüttert hineilen zum heiligen Bußgerichte, und mit heiterer, aber seliger Ruhe vondannen gehen. Die heilige Kraft und himmlische Wirkung der Mission zeigte sichaber ganz besonders am Schlüsse derselben, welcher am 9. l. MlS. staltfand.

Der letzte Tag der heiligen Mission begann mit der Predigt über daS Feg-feuer und über die Hilfe, die wir den darin befindlichen armen Seelen leisten kön-nen eine Rede, vortrefflich in jeder Beziehung, welche kein Auge trocken ließund der sogar zwei Israel iten mit der gespanntesten Aufmerksamkeit beiwohnten.Darauf feierliches Requiem und Bibers für alle auö der Pfarrei in Golt Entschla-fenen. Nachmittags drei Uhr hielt der hochwürdige Pater Superior die herzlicheund ergreifende Schlußpredigt vom heiligen Kreuze und nach derselben Weihe der