Ausgabe 
12 (29.8.1852) 35
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Medaillen, Rosenkränze u. s. w. nnd Ertheilung des päpstlichen Segens. Hieraufbestieg der Herr Generalvicar die Kanzel und hielt über den TextEhre sey Gottin der Höhe" u. s. w. eine alle Herzen rührende Dankrede, worin er auch in deneindringlichsten Worten zur Beharrlichkeit ermähnte. Unmittelbar hierauf folgte dieEinweihung deS MissionSkreuzeö, dem die zahlreich anwesende Geistlichkeit ihre frommeVerehrung widmete. Den feierlichen Schluß der ganzen Mission bildete eine Proces-sion mit dem Allerheiligsten durch die Straßen der Stadt; getragen wurde das-selbe vom Herrn Generalvicar, dem die hochwürbige Geistlichkeit und zahlloses Volkandächtig sich anreihte. Nach der Rückkehr in die Kirche?e veum" und Segen.

Kurz nach Rückkehr der ehrwürdigen Väter in den Pfarrhof erschienen zahlreicheJünglinge und Jungfrauen, die während dieser Zeit in Bündnisse sich hatten auf-nehmen lassen, um den hochwürdigen Vätern ihren/innigsten Dank für die in denStandeSprevigten ihnen gegebenen Lehren und Mahnungen abzustatten. Abends kamauch die Gemeindeverwaltung. Später erklangen die lieblichen Töne einer Serenade.

So schlössen sich diese für die Bürgerschaft AbenbergS denkwürdigen, wahrhastsegenSvollen Tage. Noch einmal, kurz vor ihrem für die Bewohner AbenbergSschmerzlichen Scheiden, feierten die hochwürdigen Väter das heilige Meßopfer, demdie Gläubigen in dichten Massen beiwohnten. AlS die hochwürdigen Väter endlichschieden, blieb kein Auge thränenleer, besonders als Pater Schmude nochmalsJedem, so weit'S geh'n konnte, herzlich die Hand drückte. ES war eine Scene wiedamals, als der hl. Paulus in Milet von den Aeltesten Abschied nahm. (V.B.)

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Gehorsam.

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Vor Kurzem starb zu Paris , wie Manchen vielleicht bekannt seyn wird, der

Graf Julius de Mornay im Hotel des Marschall Soult. Eine barmherzige Schwe-ster saß am Fuße deS Bettes des Grafen Mornay, dem sie ihren Beistand mitwahrhaft christlicher Sorgfalt und Hingebung angedeihen ließ. Die Schwester warein Märchen von zweiunbzwanzig Jahren, in der vollsten Blüthe deS LebenS. Der sGraf lag im Sterben. Die barmherzige Schwester sah ihn mit Thränen an. Plötz-lich schlägt die Pendeluhr im Gemache halb neun. Die Schwester erhebt sich, neigtsich nochmal schluchzend über die Stirne Des Sterbenden und schickt sich an, zugehen. Meine Schwester ruft ein Priester, der am Bette deS Sterbendenbetete was macht ihr? Ich muß gehen entgegnere daS Mävchen, in Thränenschwimmend. Bleibt doch! Ihr werdet doch Eurem Vater die Augen schließen.Nein, entgegncte die Schwester. Meine Ordensregel gebietet mir, um neun Uhrim Kloster zurück zu seyn. Ich muß gehorchen, der Schmerz, den ich mitnehme,wird mein Opfer und meinen Gehorsam um so verdienstlicher machen. Wieder um-armte sie ihren Vater, der dieses letzte schmerzliche Lebewohl gar nicht fühlte undentfernte sich unter Gebet und Thränen .... Der Graf Mornay starb noch inderselben Nacht. DaS Mädchen war Louise von Mornay, Enkelin des Marschallsvon Dalmatien , die vor etwa vier Jahren Novize wurde, und jetzt barmherzigeSchwester im Spital von Enghien ist, daS von der Herzogin von Aumale in demFaubourg Samt Antvine gestiftet worden. Sie konnte 100 000 LivreS Renten habenund zu ihrem glänzenden Wappen ein zweites, eben so glänzendes hinzufügen. Siehatte aber vorgezogen,Schwester Louise" zu heißen und ihre schöne Jugendder sorgsamen Pflege unbekannter Menschen zu widmen, die in Spitälern von einemtraurigen Leben Abschied nehmen.

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