Ausgabe 
12 (10.10.1852) 41
Seite
326
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*HSsch?F?-'Milde Fürsprecher,'«,Reinste Jungfrau!Wende, « wende voll seliger RuhDeiue barmherzigen Augeu uu< zu!

Mutter der Gütigkeit,

Mutter de« Herrn!Ueber die Himmel weit

Leuchtender Stern!Wende, o weiseste Führeriu du,Deine barmherzigen Augen un« zu!

Glänzende Lilie,

Rof ohne Dorn!Quell aller Glorie,

Seligkeitsborn!Wende, o mildeste Trösterin du,Deiue barmherzige» Augen un « zu!

Pforte der Seligkeit,

Reinigkeitsschild!Gchutzwehr der Christenheit, »

Furchtbar nud mild!Wende, o mächtige Schätzerin du,Deine barmherzigen Augen un« zu!

Mutter in Todesnoth,

Mutter des Lichts,Wenn uns die Hölle droht,

Fürchte» wir nichts,Wendest du, führend zur seligen Ruh',Deine barmherzigen Augeu un« zn!

Den Beschluß der heuligen Andacht machten aber noch folgende Gebetesstrophen,die der Prior zu diesem Ende aufgesetzt hatte und die Jemand, der in einer dervordersten Bänke Platz genommen, mit wohlklingender Stimme gar anständig undfittiglich vorlas:

Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o jungfräuliche Mittlerin, die duam göttlichen Tbrone stehst, bekleidet mit dem Gewände der Herrlichkeit, von schim-mernden Farben, dem Regenbogen gleich umstrahlet, weil du zum ewigen Friedens-bund zwischen Himmel und Erde gesetzt bist. Breite dieß Gewand des himmlischenFriedens über unS auS, auf daß wir in seliger Ewigkeit Alle durch deinen Sohnzum Vater gelangen, Amen. Ein Vater unser und Ave für die Wohlfahrt derheiligen Kirche.

Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, du Zuflucht der Sünder! Breiteden Mantel deiner seraphischen Reinigkeit über unS aus, und wende, die du ganzAuge bist, um unserm Elende zu Hilfe zu kommen, jene erbarmenden Augen, welcheum deines göttlichen Sohnes willen einst so viele Thränen vergossen, zu unS; damitauch wir endlich unser Herz und Auge weinend zu Ihm wenden, und Er sich unsererbarme. Amen. Ein Vater unser und Ave für alle Sünder.

Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, du Mutter aller Menschen, derLebenden und der Abgestorbenen! Breite den Mantel deiner mütterlichen Liebe auSüber unS Alle, und mit jenen barmherzigen Augen, mit welchen du die Noth derFamilie zu Cana ansahst, als du zu deinem Sohne sprachst: sie haben keinen Wein!schaue auch herab zu allen Hilf- und Trostlosen, und zu Allen, deren Herz freuden-leer ist, und erbitte ihnen den Wein der fröhlichen Hoffnung und deS himmlischenTrostes, Amen. Ein Vater unser und Ave sür die abgeschiedenen Seelen.

Als die größte Zahl der Leute schon auS der Kirche sich begeben hatte, klopfteder Prior dem Herrn JacqueS ganz leise aus die Achsel. Sie können nun'für heuteschon nach Hause gehen, sagte er, Sie stehen unter keiner Aussicht mehr. Er sübrteihn durch die Sacristei in den äußern Kirchengang, da stand sein Vater vor ihm.

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