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eines zahlreichen festlichen ZugeS nach der Wallfahrtskirche, welche in festlichemSchmucke prangte. Der hochwürdigste Herr Bischof las dort die heil. Messe, bestiegdarauf die Kanzel und hielt eine eben so herzliche als erhebende Rede an das inder großen Kirche dichtgedrängte Volk, in welcher er zunächst seine Freude über dieTugendbündnisse christlicher Jünglinge und Jungfrauen auSsprach und die hohe Bedeu-tung deS heiligen SacramentS der Firmung nachdrucksamst ans Herz legte. Nachhierauf erfolgter AuSspeudung deS heiligen SacramentS der Firmung bewegte sich derZug wieder feierlich in die Stadt zurück. Mit Ertheilung des bischöflichen SegenSan die versammelten, über kövl) Köpfe zählenden Gläubigen, endete diese erhebendeFeier, welche in den Herzen Aller ein nie erlöschendes Andenken zurückgelassen hat.
Die gebührende Verehrung gegen den Hochwürdigsten, so wie der Sinn unddie Bedeutung deS Festes und überhaupt der Kirche und deS christlichen Glaubens,drückt sich in einem Festgedichte auS, daS wir in der nächsten Nummer mittheilen.
Rom.
Rom. An den Thürsäulen der Patriarchalkirchen und an allen öffentlichenPalästen der Stadt, bei welchen daS Anheften von Anschlägen hergebracht ist, lasman vor einiger Zeit eine Bekanntmachung der h. Congregatio Rituum, nach welcherin dem Processe der Seligsprechung deS Stifters deS Passionistenordens, Paulusa Cruce, ein neues Wunder die kirchliche Anerkennung und Bestätigung gefunden hat.Bekanntlich ist eS nach den Gesetzen der Kirche eine nothwendige Bedingung, nachderen Erfüllung erst die Seligsprechung eines Dieners GotteS erfolgen kann, daß indem bei der hl. Kongregation geführten Processe wenigstens zwei der zur Anzeige ge-brachten wunderbaren Erscheinungen ganz evident und unumstößlich als wahre undeigentliche Wunder, und zwar als ersichtlich gerade durch die Jiuercession deS Selig-zusprechenden bewirkte Wunder bewiesen werden. Mit welcher Vorsicht und Rücksichtauch auf die kleinsten und unscheinbarsten Umstände bei der Führung dieses Beweiseszu Werke gegangen und welch' hoher Grad von Gewißheit dafür gefordert wird, daswird jeder, der den Geschäftsgang und das Verfahren in den hiesigen Congregationenkennen lernt, anerkennen müssen. In dem Processe für den Stifter des Passionisten-ordenS wurde am 26. April 1851 das erste Wunder vom h. Vater Papst Pins IX.bestätigt; darauf hielt die Kongregation der RituS, zu der viele Kardinäle gehören,am 10. August 1851 und am 23. Mai deS lausenden Jahres vorbereitende Sitzungenzur Prüfung des weitem Ganges der Untersuchungen, die von dem Präfecten der Con-gregation, Sr. Eminenz dem Cardinal Lambruschini geleitet wurden, und am 12. Juliendlich eine weitere Sitzung vor Sr. Heiligkeit dem Papste, in welcher die Frage:ec>u8tet cle inirseulo in essu et scl ekeowin cis «zuc » agiwr? zur Schlußerörterungkam. Der h. Vater, dem, nachdem er die Meinung aller Cardinäle und Prälatengehört hat, der Urtheilsspruch ausschließlich zusteht, entließ diese Versammlung mitder dringenden Aufforderung an alle Mitglieder, die Sache noch weiter auf daSInständigste Gott im Gebet zu empfehlen. Nachdem der Papst aber auch selbst nocheine Reihe von Tagen für die wichtige Entscheidung die göttliche Hilfe angerufen hatte,besuchte er am 2. August, als am Tage der Kirchweihc, Sr. Maria Angelorum(Portiunkula), die Kirche St. Franciöko a Ripa und gab dort nach feierlich darge-brachtem h. Meßopfer und nochmaliger Erflehung deS Beistandes deS Herrn die feier-liche Erklärung: Lonstsre civ mirseulo a l). (1. U, pstrato, intereessors säoibitoVenersliili Viro ?auIo a Lruce, nimirum instsntiwege perleetgeciu« sgngtiorn8 Nsriaeäs Rollo s sexrino Isevse maxillas jsm in c-mcrum oeeultum versc». — Somit stehtwohl der Seligsprechung deS ehrwürdigen Stifters deS Ordens der Passionisten, derenhiesige Mitglieder wegen ihres strengen ascctischen Lebens und ihrer gänzlichen Zurück-gezogenheit von allem weltlichen Treiben vom HI. Vater dem Vernehmen nach beson-ders geliebt werden sollen, kein weiteres Hinderniß entgegen. (M. Sbl.)
VerlagS-Juhaber: F. C, Krem er.