Zwölfter Jahrgang.
Sonntags-Beiblatt
,„ » ' ^»
Augsburger Postzeitung.
>U»IkklS »i<l «MI»G' H sil — ,IM><K h^? tchzuö^iI ?'i!>« l!- ti,v.,iN'»,i?,- s»u
28. November M 185S.
Dieses Blatt erscheint regelmäßig alle Tonntage. Der halbjährige Abonuementsprei«4V kr., wofür es durch alle königl. bayer, Postämter und alle Buchhandlungen bezogen werden kaun.
Auf die hohe Anwesenheit
- ' ' ««pi- «>i>ii«!^4,Sa «i KZr in,m»mtt
Hochw. Herrn Herrn Georg, Bischofs von Eichstädt,
in Freistadt , den 10. October 1852.
Es lenkte heut zu uns die hehrcn Schritte
Der Fürst der Kirche, Wächter auf Sion:Da rauscht des Segens Strom durch uns're Mitte,
Ein Born, der niedcrquillt von Gottes Thron.Dreifacher Jubel tönet durch die Sphären,
Und Freude senket sich in's Herz herab,Es beugen sich die Kniee an Fcstaltürcu,
Wenn hehr er waltet mit dem Hirtenstab.
Dem Hirten Heil, der, seines Amtes Bürde
So freundlich tragend, Himmelsgaben reicht:Wo ist der Weise, der durch hehre Würde,
Und wo ein Freund, der ihm an Liebe gleicht? —ES trübt sein Herz kein Zürnen, keine Rache,
Sein holder Blick, sein sreundliches Gesicht,Der Rede Fluß, die Anmuth seiner Sprache,
Sie zeichnen einen Kreis von Freud' und Licht.
Und groß und prächtig wie des Stromes Wogen
Fortfluthen nach dem fernen Ottan,So majestätisch hin zu Gott gezogen,
So wallt des Fürsten Glaube himmelan.Ja, in des hcil'gen Glaubens klarem Spiegel
Da flammt des Hohenpriesters Name hell,Und auf der Hoffnung steilem Sonnenhügel
Umfließet ihn der Liebe heil'ger Quell.
Man kennt der Dichtung Schwung und Zaubereien,
Und kennet Färb' und Leben der Natur:Entwerft sein Bildm'ß nicht in Schmeicheleien,
Verfolget rmr der That, des Wirkens Spur!