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Wer gleicht ihm, der mit eines Engels MildeSo zwischen Gott und seinem Volke steht,
And allerquickend nnter deinem Schilde,Religion, den hohen Lichtpfad geht?
Und nun, ihr Völker, laßt euch heute ratheu,
Und seyd der Kirche, ihren Herrschern hold,Die Furcht des Herrn, — sie ist der Grund der Staaten,
Und Frömmigkeit ist mehr als Gut und Gold. «« sinket Lüg' und Abfall im Gerichte,
Allein die Macht des heil'gen Glaubens steigt: —Ist nicht enthüllt der Schleier der Geschichte, —
War Abfall Völkerglück? — Sie schweigt.
Der heil'ge Glaube war der Völker Retter,
Der Glaube hielt mit seinem SegensstabDen Fall der Welt, des dräu'nden Unglücks Wetter
Zum Wohl und Heil des Vaterlande» ab. —Die Furcht des Herrn und die Gewalt, — sie müsse»
Umarmen sich in aller Christen Land,Nur wo sie liebend sich einander küssen,
Umschlingt sich Land und Herr mit festem Band.
De« heil'gen Glaubens reinein Licht und Lehren
Entblüht die Wissenschaft, entblüht die Kunst,Und nur in seinen heil'gen Kreisen mehren
Sich Gottes Gnaden, Gottes Huld und Gunst.Der Glaube löst die schwersten der Probleme,
Er, deiner Väter Erbe, sey dein Theil.Sein Schwung geht höher als der Welt Systeme,
Er ist der Völker, ist der Seelen Heil. ,
Die Furcht des Herrn, — sie breite durch die Lande
Der ganzen Welt durch frommen Geist sich au«,Es schließen sich des heil'gen Glaubens Bande
An'S Bayerland, an unser Herrscherhaus! —Und einem Hirten so erhab'ncr Würde
Sey schuld'ger Ehrfurcht Gabe dargereicht,Der Schäflein Frömmigkeit, — sie macht die Bürde,
Die Bürde selbst des Hohenpriesters leicht.
Und ihr, o Bitten, dringend durch die Wolke,
Von Gott erhöret, kehrt zu uns zurück!Erhalte, Herr, ihn deinem Christenvolke,
Erhalte ihn zu unserm Heil und Glück!Und laß dir, Herr des Himmels, Wohlgefallen,
Daß freudig aller Christen Herz dir schlägt,Denn sieh', in unsrer Kirche heil'gen Hallen
Hat Er geopfert, der die Mitra trägt.