Ausgabe 
12 (5.12.1852) 49
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Geschichte des Herrn) zu verstehen sind. Die Schafe (gewöhnlich truppweis) sindhistorische Attribute, die den Hirten, Schäfern, zukommen. Die Widder und Böckesymbolisiren den Erlöser, den Versöhner (Hcbr. 13, 11. 12; 3. Mos. 1k, 5, 7),

Unter dem Bilde des Löwen wird der Teufel symbolisirt (1. Petr. 5, 8); auchwerdcu durch Löwen die zahlreichen Hinrichtungen im Amphitheater angedeutet. Nichtminder war der Löwe, wie schon gesagt, ein Bild der Einsamkeit.

Mäuse, und überhaupt unreine Thiere, sind das Symbol böser Dämonen.

Leier, Laute, Orgel, auch die Geige, besonders aber Leier und Orgel,sind Symbole des Gottesdienstes, in engerem Sinne: Lobpreisung Gottes,

Die großen Zimmermannsnägel waren schon bei den alten Römern Peini-gungswerkzeugc und es wird ihrer in der Märtyrergeschichte oft Erwähnung gethan.

Der Pelic an soll sich die Brust öffnen und mit seinem Blute die Jungen er-nähren. Den Christen schien es ein gefälliges Bild für die freiwillige Hingabe desErlösers,der sein Blut gegeben zur Erlösung für Viele." Das Pelicannest findetsich deshalb öfters in alten, zumal italienischen Bildern, über dem Haupte des ge-kreuzigten Heilands angebracht, auf der Spitze des Kreuzes, oder unmittelbar über demHaupte Jesu, so daß die Dornenkrone mit den Zweigen des Nestes zusammenkommt.

Das Bild des Pfaues war im römischen Heidenthum bei der Vergötterungder Kaiserinnen angebracht. Diesem Bilde der Unsterblichkeit wurde in den ersten Jahr-hunderten der Kirche die christliche Idee von der Unsterblichkeit und Wiederauferstehungunterlegt. Das Pfauenbild konnte beibehalten werden, insofern darin bereits eine dunkleAhnung von Dem erkannt war, was jetzt in einer größeren und allgemeineren Be-deutung gelehrt und erfaßt worden, ES scheint, daß sich die christlich-symbolische Be-deutung deS Pfaues zunächst an den jährlichen Federwechsel des Thieres anlehnte, der beider Schönheil des Gefieders aufgefallen war; auch behaupteten die Alten, sein Fleischwiderstehe der Verwesung, Durch alles dieses empfahl sich das Bild als Symbol derUnsterblichkeit, des Triumphes über den Tod, einer freudigen Hoffnung der Auferstehung.

Der Pfeil ist meist historisches Attribut, um die Todcsart anzuzeigen und stehtmanchesmal geradezu für Geschoß, insbesondere für Wurfspieß, Dolch.

Die Rüstung, welche viele Heilige tragen, deutet an, daß sie Ritter, Soldaten,überhaupt Krieger waren; oft erscheint sie als Symbol derStreiter Christi," womitman auch in früheren Zeiten jeden Gläubigen bezeichnete.

In der allgemeinen christlichen Symbolik bedeutet das Schiff die christlicheKirche. Die alte Kirche nahm vorzugsweise die Arche Noah's als Symbol für dieKirche Christi, wohl in Beziehung auf 1. Petr. 3, 20. 21, Rettung des Menschenaus der Sünde. Die Kirche (daS Schiff) als das Alleinrettende (Alleinseligmachende).

Das Schwein bedeutet gewöhnlich den Teufel,

Das Schwert wird bald als Zeichen der Enthauptung insbesondere, bald fürden nicht näher bestimmten (oder unbekannten) Martyrtod im Allgemeinen gebraucht.Darin liegt denn auch der Grund, warum Schwert, Beil und Lanze oft miteinanderwechseln.

Nicht selten tragen gewisse Heilige einen Stab, an dem oben eine kleine, meistlängliche Sonne befestigt ist, in der die Buchstaben IL8 stehen; sehr oft findet mandieses bei Missionären, und so scheint es die Ausbreitung deS Christenthums, als dieneu aufgehende Sonne, bezeichnen zu wollen,

'Der Stein (Steine) bezeichnet zunächst und am häufigsten den Martyrtod durchSteinigung, dann anch ascetisches Leben, Beschaulichkeit und Abtödtung. Büßer pfleg-ten sich mit einem Steine gegen die Brust zu schlagen.

Am allerhäufigsten wird Taube als Symbol des heiligen Geistes gefunden,Sie ist serner der Ausdruck der Inspiration des heiligen Geistes, das Sinnbild derSeele, der Hcrzenseinfalt und der Frauen.

Des Teufels Symbol ist gewöhnlich die Schlange und der Drache.

Die Rebe bezeichnet die Bekenner Christi, der Wein stock bedeutet Christus.Joh. 15, 1. 5. Auf sehr alten Bildern ist Christus oder das Lamm von Weintrauben