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Geister, wegen Derer, die die Seligkeit erben sollen." lHebr. 1, 14.) Ihre Jlugclbedeuten dieselbe Bereitwilligfci!, nicht nur Gott, sondern auch dcu Frommen dieserWelt zu dienen, von welch' letztern es heißt: „Er hat seinen Engel deinetwegen be-fohlen, daß sie dich auf allen deinen Wegen bewahren" (Ps. 90). Manchmal siehtman die Engel mit Rauchfässern in den Händen, wodurch angedeutet wird, daß sieunser Gebet zu Gott bringen. (Tob. 3, 25 und 12, 12.) Auch heißt eS in derApokalypse (8, 3): „Und ein anderer Engel kam und trat zum Altare; er hatte eingoldenes Rauchfaß und der Rauch des Räucherwerks vom Gebete aller Heiligen stiegauf von der Hand des Engels zu Gott ." Man stellt die Statuen der Engel deshalbauf die Altäre, nm anzudeuten, daß sie der Feier der göttlichen Geheimnisse daselbstbeiwohnen. Die Cherubim sind Engel eines anderen RangeS, welche die göttlicheWissenschaft den Priestern mittheilen. Sie betrachten immer das Versöhnungspfer,und deuten dadurch an, daß die Engel immer auf unsern Vermittler JesuS Christushinzublicken wünschen, damit er unsere Erlösung vollende. Hierauf hat wohl jeneStelle des Apoftelfürsten (l. 1, 12) Bezug: „...Auf welchen die Engel zuschauen wünschen."
Die Einsiedler werden gewöhnlich dargestellt als in Fetten gekleidete (bärtige)Männer, die sich in einer Wüste oder in einer felsigen Gegend befinden. Nicht seltensind sie auch an einem Flusse oder Wasser, wie es denn als frommes Werk betrachtetwurde, Reisende über einen Fluß zu tragen. Ihre Attribute sind meistens individuell.
Die Pilger haben gewöhnlich einen Pilgerstab, eine Pilgcrtasche, einen Muschel-Hut und Muschelkragen, oft auch eine (Kürbis-) Flasche.
(Fortsetzung folgt.)
Amerika.
Die hochwiirdigsten Erzbischöfc und Bischöfe in den Vereinigten Staaten vonNoldamerika haben in dem zu Baltimore abgehaltenen ersten National-Concilium dasuachfolgendc Schreiben vom 19. Mai 1852 an den hochw. Herrn Fürsterzbischof vonWien gesendet, in welchem sie ihren Dank allen Gliedern des Leopoldinen-Vereinesanssprcchcn und um fernere Unterstützung durch Gebet und Beiträge bitten.
Schreiben des hochwürdigsten Conciliums zu Baltimore .Seiner Gnaden, dem hochwürdigsten Herrn Vincenz Eduard Milde , Fürst-Erzbischosvon Wien , Präsidenten deö löblichen Leopolvinen-Vereines, den Herren Directoren und
allen Mitgliedern dieses Vereines.Die ehrwürdigen Väter des ersten National-ConciliumS von Baltimore .
„Wenn unser heiliger Glaube sich immer weiter im Gebiete der VereinigtenStaaten von Nordamerika ausbreitet und zugleich, wie eS die stets mehr aufblühendeFrömmigkeit und Tugend seiner Bekenner bezeugt, auch an innerer Kraft gewinnt, somüssen wir wohl vor Allem Gott den Allmächtigen, dem Vater alles Lichtes, vondem jede gute Gabe kommt und jedes vollkommene Geschenk, dafür preisen und ihmin Demuth und Aufrichtigkeit der Herzen Dank sagen. Doch auch unsern GlaubenS-brüdern sind wir dafür zum Danke verpflichtet. Denn jene erfreulichen Fortschrittesind ohne Zweiscl eine Frucht des Gebetes, welches in fast allen Ländern des Erd-kreises für die Bekehrung der Sünder und der Ungläubigen aufgeopfert wird. DieBitten, welche dcm Vater der Erbarmungen unter den verschiedenen Nationen desösterreichischen Kaiserstaates von den frommen Mitgliedern des Leopoldinen - Vereinsfür das Gedeihen der heil, Kirche in diesen so viel versprechenden Staaten aufgeopfertwerden, konnten nicht unerhört bleiben, nachdem unser göttlicher Lehrmeister nnS ver-sichert hat: Bittet, so werdet ihr erlangen; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an,so wird euch aufgechan werden." Der Eifer dieses schönen Vereins für die EhreGottcS und das Heil der unsterblichen Seelen begnügt sich nicht mit der Anrufungder göttlichen Barmherzigkeit zu Gunsten der uns von dem Stellvertreter Jesu Christi anvertrauten Missionen; denn in werkthätiger Liebe sendet er jährlich der katholischen