Ausgabe 
12 (5.12.1852) 49
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Kirche dieses Welttheils jene Gaben, welche der Reiche von seinem Ueberfluß, derArme von seiner Nothdurft, ein Jeder aber mit freudigem Herzen reicht, um dadurchauch mitzuwirken an der Ausbreitung und Befestigung jenes Glaubens, welcher ihnselbst glücklich macht und ihm die Hoffnung des ewigen Heiles gewährt. Wie vielGott und die Menschen Erfreuliches ist schon durch die Gaben dieses herrlichen Ver-eins ermöglicht uud verwirklicht worden!

Seeleneifrige Priester werden unS zugeschickt, iu diesem noch jugendlichen Theiledes Weinberges deS Herrn zu arbeiten, wo der Arbeiter leider immer noch zu wenigesind; wo noch vor nicht langer Zeit der Wilde seinen KriegStanz feierte und sich ander Todesqual seines besiegten Feindes weidete, da erheben sich von Tag zu Tag neueKirchen, ärmlich zwar und unscheinbar, aber, gleich dem Stalle zu Bethlehem , dochimmer die Wohnung deS Herrn, dessen Lust eS ist, bei den Menschenkindern zu seynund der sich auch jetzt zu ihrem Heile in den endlosen Wäldern und unübersehbarenPrairien dieses Welttheiles in unaussprechlicher Liebe seinem himmlischen Vater auf-opfert. Die Anzahl der katholischen Schulen vermehrt sich beständig und ist unsBürge, daß der heilige Glaube, der ohne solche Schulen stets gefährdet bliebe, fortanimmer tiefere Wurzel fassen werde. Auch die bischöflichen Seminäre gestalten sichimmer besser und haben bereits viele vom Geiste GotteS erfüllte Männer zu würdigenPriestern gebildet.

An allen diesen Werken hat der löbliche Leopoldinen-Verein thätigst mitgewirktdurch die täglichen Gebete und die freiwilligen Gaben, welche die Glieder desselbenbiöher in so reichlichem Maße beigesteuert haben. Deshalb hielten eS die ehrwürdigenVäler dieses Conciliums für ihre heilige Pflicht, die sie hiemit jetzt freudig erfüllen,dem hochwürdigsten Herrn Fürst-Erzbischofe von Wien als Präsidenten, so wie denandern Herren Direktoren und allen Mitgliedern und Beförderern des löblichenLeopoldinen-Vereins zu einem so unerwarteten Segen Ihres Wirkens Glück zu wün-schen und für alle den amerikanischen Missionen gezeigte Theilnahme zu danken. Siehoffen von der Barmherzigkeit Gottes, daß er auch in Zukunft über dieses wahrhaftkatholische Werk seinen Segen ausgießen werde, zur Ehre und zum Verdienste derTheilnehmer in Europa und zum Heile und Gedeihen der amerikanischen Kirchen.Die Obcrhirten und die ihnen anvertrauten Heerden werden nicht unterlassen, eingedenkder Worte des heiligen Apostels, ihre Bitten, Gebete, Fürbitten und DanksagungenGott dem Herrn darzubringen, aus daß das erlauchte Kaiserhaus und alle unter seinerObhut stehenden Völker, besonders die Freunde der amerikanischen Missionen aus derHand ihrer Feinde erlöset in Heiligkeit und Gerechtigkeit des heiligen Friedens genießenmögen alle Tage ihres Lebens."

D. Baltimore, den 19. Mai 1852.

FranciscuS Patriticy Kenrick,^reti. kalt. 8eäis. ^p. vel.

Fr. Lhomme, Promolor.

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Zweibrücken .

Zweibrücken , 11. Nov. Vor Kurzem hat der im beuachbarten Orte Cont-wig ohne nahestehende Erben verstorbene quieScirte Revierförster Held dem hiesigenBürgerhospitale sein Gesammtvermögen von circa 80V0 fl. hinterlassen. Eine so edleHandlung verdient auch in weiteren Kreisen bekannt zu werden, denn wir halten derleiVermächtnisse zu allgemein wohlthätigen Zwecken für das sicherste Mittel, menschen-freundlichen Gesinnungen bis über das Grab hinaus eine nützliche Richtung und Dauerzu gebe». So steht hierorts noch heute der Name des Abbv Grinsard, als einesder edelste» WohlthäterZweibnickenS uud der Umgegend, im ehrendsten Andenken. Erlebte wahrhast dürstig, versagte sich selbst jeden Genuß und fast jede Bequemlichkeit,nur um am Ende seines Lebens all sein Hab und Gut, im Gesammtbetrage von