Ausgabe 
12 (5.12.1852) 49
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110,000 fl., zu wohlthätigen Zwecken, überhaupt zur Linderung menschlicher Noth undLeiden verwenden zu können, denn rührend ist es, was er Hierwegen selbst am Schlüsseseines Testamentes (1787) sagt:Da ich stets beabsichtigt hatte, alle in mei-nem Leben gemachten Erwerbungen und Ersparnisse nach meinem Tode für Unter-stützung der Armen zu hinterlassen, so setze ich die Armen überhaupt zu meinenwahren Erben aller meiner beweglichen und unbeweglichen Verlassenschaft ein."

Möchte man doch bei den letzten Pulsschlägen so manchen Herzens, das üppigin den Freuden und Genüssen des Lebens schwelgte, noch der Worte deS Abt>6 Grin-sard gedenken I

Neapel.

,s(-5s ii? ins<^Nn)chjinM «z<l ,tsi nu? mffz5 . mn-K ^4 ^nun^W izim-iiNeapel. Unter dem 18. September 1852 erschien ein Reglement zur Ver-besserung der sittlichen, ökonomischen und materiellen Verbesserung der Gefängnisse.Der erste Artikel bestimmt:Die religiöse und sittliche Leitung der Gefängnisse derHauptstadt wird der frommen Sorgsalt der JesuitenpaireS anvertraut, welche sich durchdie religiösen Genossenschaften für die Gefangenen unterstützen lassen können. Diesereligiösen Genossenschaften, welche zur Erreichung von Zwecken der christlichen Liebesich gebildet haben, bestehen aus Laien, und ihr Ursprung geht in den früheren Jahr^Hunderten so weit zurück, daß sie älter sind als Englands Bekehrung zum Christenthum."

^mUii^ yicknis

«Nks-hzT ,iiz<in<! Z7>iizH?i>'!?>j »lysiM m?ch!ltd'l!>7 of ni iz^Der Herbst des Lebens.

Traurig schleicht der blasse NebelUni den stillen Wiesengrund,Und der flücht'ge Gang des ReifesTritt die nackten Gräslein wund.Bange weht es durch die WeideAn der düstern Friedhofsmauer,Und die salben Blätter zitternWie von ahnungsvollem Schauer.

Oede steh'n die kahlen Aecker,Längst des Sommers Schmuck beraubt;Von des Schnitters scharfer SichelSank der Aehren goldnes Haupt.Und der Sänger heitre LiederAus des Lenzes BlüthetagenHat der Todesengel schweigendIn die Liedergruft getragen.

So auch harrt ein HerbstesmorgenAn des Lebens Neige dein,Und die Hand des FriedensbotenFührt auch dich zur Ruhe ein;Dann verstummen dir die Klagen,Es versiegen deine Thränen,Da sich der Vollendung nahetDeiner Seele frommes Sehnen.

Sage, daß in diesem HerbsteDu, der vollen Aehre gleich,Heiter dich zu Grabe neigestAn der Liebe Werken reich.Welche Wonne, wenn die EngelGottes zu dir niedcrschweben,Und für deine ErdenmühenDir den Lohn des Himmels geben!

TafrathShofer.

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Leranlw^Ui'che! Redacteur: L, Schoucheu. VerlagS-Iahabcr: F. tS. Kremer.