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Der heilige Casimir wird gewöhnlich in polnischer Tracht, einen Lilienzweig inder Hand haltend, dargestellt.
Der heilige Columban (als Bischof) hat über dem Haupte eine strahlende Sonne,weil seine Mutter träumte, sie bringe eine leuchtende Sonne zur Welt. Er fand einstin einer Höhle einen Bären, den er hinauswieS und sodaun die Höhle für sich selbsteinrichtete, und worin auf sein Gebet eine Quelle entsprang (daher auf seinen Bildernder Bär und die Quelle.)
Der heilige Conrad von Konstanz , Bischof, hat cinen Kelch in der Hand, überdem ein Spinnengewebe schwebt. Er trank aus dem Kelche, in den eine giftigeSpinne gefallen war, ohne Schaden zu nehmen; ja die Spinne kroch ihm bald her-nach wieder aus dem Munde.
Der heilige Cosmas und Damian, als Aerzte, tragen Ärzneigläser, chirurgischeInstrumente u. dgl. Sie übten ihre medicinischen Kenntnisse im Dienst der christlichenFrömmigkeit auS und wurden 303 in Sicilien enthauptet.
Die heiligen Erispin und Crispinian, mit Schuhmachergeräth, weil sie Schuh-macher waren.
Der heilige Cyprian von Antiochien, genannt der Zauberer, gewöhnlich in Verbin-dung mit der heiligen Justina; beide tragen Schwerter, denn beide erduldeten zusammenden Martertod. Die heilige Jnstina hat ein Einhorn als Zeichen der Jungfräulichkeit.
Der heilige CyriakuS, als Diacon, hat einen Drachen zu seinen Füßen.
Der heilige Bischof CyrilluS (ein Karmeliter); ein Engel reicht ihm zwei Tafelnaus den Wolken; er war der Apostel der Bulgaren.
Die heilige Dorothea, mit einem Schwert, Blumen und Früchte zur Seite oderin einem Körbchen.
Der heilige Edmund von Canterbury, als Bischof, das Christuökindchen alsErscheinung vor sich.
Der heilige Eduard der Bekenner, in königlichem Schmucke; er trägt einenKranken, den er solcher Weise heilte.
Die heilige Elisabeth von Portugal , mit der Königskrone, im Habit der Fran-ciscanerinnen; Bettler um sie. Nach dem Tode ihres Gemahls trat sie in den drittenOrden des heiligen Franciscus und übte viele Werke der Barmherzigkeit aus.
Der heilige Bischof Emmeran mit einer Lanze und einer Leiter; er wurde aneine Leiter gebunden und in Stücke zerhauen.
Der heilige Eustachius hat zur Seite einen Hirsch, zwischen dessen Geweih einCrncifir steht; oft trägt er auch ein Hirschköpfchen auf der Hand, oder er hält nurdas Geweih, in dessen Mitte dann manchmal ein Crucifir steht. Er traf, wie dieLegende erzählt, einst auf der Jagd einen weißen Hirsch an, der zwischen seinem Ge-weih ein Crucifir trug, das ihm zurief: „Placidus (so hieß Eustachius früher), warumverfolgst du mich?" Er hat einen glühenden Ofen zur Seite, weil er in einem solchenverbrannt wurde.
Die heiligen Ewalo, zwei Brüder, haben Schwerter; ein Heller Schein amHimmel über ihnen, oder Strahlen, die auf sie herabfallen. Sie predigten in West-falen, wurden von den Sachsen erschlagen, worauf ihre Leiber in deu Rhein gewor-fen wurden. Man unterscheidet sie als schwarzen und weißen (blonden) Ewald.
Die heiligen Faustinus und Simplicius, in deren Schildern das Simpliciuswappen(drei Lilienstengel), weil sie die Patrone der Fuldner Brüderschaft des SimpliciuS-ordens waren, dessen Mitglieder an der OrdenSkette sieben Klöpplein trugen, was andie sieben Gaben veS heiligen Geistes erinnern sollte.
Der heilige Felir von Välois hat einen Hirsch neben sich, der ein Crucifir zwi-schen dem Geweihe trägt. Er stiftete mit dem heiligen Johann von Matha den Ordender allerheiligstcn Dreifaltigkeit zur Auslösung der Gefangenen. Der heilige Johan-nes de Matha trägt ein Stück Kette oder hält einen gefesselten Sclaven.
Der heilige Ferdinand von Castilien, mit dem Zeichen der königlichen Würde,trägt ein Kreuz auf der Brust.