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Der heilige Meinhard oder Meinrad, Einsiedler und Stifter des Klosters MariaEinsicdcln, wurde erschlagen; zwei von ihm aufgezogene Raben umflogen die Häupterseiner Mörder, welche dadurch verrathen wurden. Deßhalb hat der Heilige zweiRaben zur Seite.
Der selige NicolauS von der Mie wird dargestellt als Einsiedler, mit einemDornbusche, in den ihn einstmals der Teufel warf, weßhalb dieser zu seiner Seiteoder sonst wo.
Der Stifter der Prämonstratenser , der heilige Nortbert, wird in der Trachtseines Ordens oder als Bischof dargestellt. Er hält einen Speisekelch in der Hand,wegen seiner großen Andacht gegen das heilige AltarSsacrament. Oft sitzt auf demKelche eine Spinne; er hatte einst den heiligen Kelch geleert, obgleich ein giftiges Thierhineingefallen war, und niesele nachher das Thier wieder aus. Man sieht auch zuseinen Füßen Teufel, weil er viele böse Dämonen auSgelrieben hat.
Die heilige Ottilia wird abgebildet als Äbtissin in schwarzem Ordcnskleide, einBuch in der Hand haltend, auf dessen gegenüber stehenden Blättern zwei Augen zusehen sind. Sie war blind geboren, wurde durch die Taufe sehend und wird vonAugenkrankcn angerufen.
Der heilige Petrus von Alcantara, im OrdenShabit der Franziskaner , mit einemKreuz im Arm und einer Geißel in der Hand (als Attribute seiner großen Abtödtung)und eine Taube am Ohr, weil er die Gabe der Weissagung und der Zungen besaß.
Der heilige Bischof Polykaip auf einem brennenden Scheiterhaufen. Weil ihndie Flammen verschonten, mußte ihm ein Fechter den Dolch in'S Herz stoßen.
Der heilige Quirin, als Bischof, mit einem Mühlsteine zur Seite, weil er miteinem solchen um den HalS von einer Brücke hinabgestürzt wurde. Er schwamm nochlange über dem Wasser , redete noch mit den Zujchauern und flehte dann im Gebet,daß er untersinken dürfe. Er hat ein Pferd zur Seite, weil er geschleift wurde, ebensoeinen Vogel (Habicht), weil ein solcher seine ausgerissene Zunge nicht auffraß. AlsZeichen deS MarterthumS hat er eine Palme in der Hand.
Der heilige Reinold (in Mönchskleidung oder als Ritter) mit einem Hammerin der Hand, mit dem ihm der Kopf eingeschlagen wurde.
Der heilige Rochus, als armer Pilger, auf sein krankes Bein deutend. Er hateinen Hund zur Seite, der ihm ein Brod im Maule bringt, womit er ihn ernährte.
Der heilige Romuald zeigt den Mitgliedern des von ihm gestifteten Camaldu-lenserordens eine Himmelsleiter (als Symbol der Ausbreitung und des Segens seinesOrvenS).
Die heilige Rosa von Lima hat eine Krone mit Stacheln, die sie heimlich unterihrem Schleier (?) trug (sie war Dominicanerin), sowie in der Hand eine Rose.Wegen ihrer großen Schönheit wurde sie Rosa genannt.
Die heilige Rosalia (als Einsiedlerin) hat einen Kranz von (meistens weißen)Rosen auf dem Haupte.
Die heilige Scholastik«, im schwarzen Benedictiner-Nonnenkleide. Ihre Seelesteigt als Taube empor (Anspielung auf die Vision ihres Bruders, deS heiligen Be-nedict, der ihre Seele zum Himmel fliegen sah).
Der heilige Simon Stock , als Karmeliter, hält ein Scapuli'er in der Hand. Erwar Prior Generalis und stiftete die Scapulier - Bruderschaft zur Erinnerung an daöwundervolle Ereignis, als ihm 1251 die heilige Jungfrau das Scapulier gegeben hatte.
Der heilige Simon StyliteS , aus einer Säule stehend, weil er 68 Jahre auftiner Säule lebte.
Der heilige StaniSlauö Kostka, als zarter Jüngling, in Jesuitenkleidung, einenEngel zur Seite, letzteres, weil ihm, als er zu Wien in dem Hause eines Akatholiken«rkrankt war, Engel das Abendmahl reichten.
Der heilige Stephan, König vl^n Ungarn, als König mit Krone und Scepter.
Der heilige Sylvester, mit einem Ochsen, weil er, als er einst mit einem Judeno Rom über die Göttlichkeit der christlichen Religion disputirte, einen Ochsen, den