Ausgabe 
12 (26.12.1852) 52
Seite
417
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Der heilige Hubert (Bischof von Lüttich ) :n der Kleidung eines Jägers, oft aucheiNÄ Bischofs, hat einen Hirsch vor sich, zwischen dessen Geweih ein Crucifir steht.Er verfolgte in der Charwoche einen weißen Hirsch, der plößlich vor ihm stehen bliebund ein Crucifir zwischen dem Geweih zeigte.

Den heiligen Bischof JanuariuS sieht man an einen Baum gebunden und vonwilden Thieren umgeben; ein glühender Ofen steht ihm ost znr Seile. Er hat auchein Schwert, als Zeichen deS Marterthums, Die wilden Bestien verschonten ihn imAmphitheater; er ging auch unversehrt aus einem glühenden Ofen hervor und wurdezuletzt nebst sieben Gefährten mit dem Schwerte hingerichtet.

Die heilige Jva (in Nonnenkleidung) hat eine Hirschkuh zur Seite, die sie inder Wildniß mit ihrer Milch nährte, einen Naben mit einem Ring im Schnabel<ein Räbe fand ihren Trauring, wodurch ihre Unschuld an den Tag kam),

Der heilige JgnatiuS Loyola, gewöhnlich dargestellt im Kleide der Jesuiten ,I U 8 auf der Brust, oder innerhalb einer Sonne in der Hand haltend. Man siehtihn auch im Meßornate, weil er, wie Böiihours, erzählt einem Manne, der ihn umHilfe anrief, so erschienen ist.

Der heilige Johann Capistran , ein Franciscaner, hat ein rothes Kreuz auf derBtust und eine Kreuzesfahne in der Hand, weil er einen Kreuzzug gegen die Türkenpredigte und im Kampfe mit denselben die Fahne vorantrug.

Der heilige Johannes Damascenuö, Bischofs und Kirchenlehrer, trägt Körbe(nach dem Willen seines Klosters, um alle Eitelkeit zu überwinden, bot er aus demMarkte in DamascuS Körbe feil), und seine Hand, die ihm der Kaiser Leo der Jsaurkerabhauen ließ und von Maria wieder angeheilt wurde.

Der heilige Johannes von Nepomuk wird in priesterlicher Kleidung, mit einemSrernenkranze um den Kopf und einem Crucifir (Palme) im Arm abgebildet. DerKaiser Wenzel IV. ließ ihn, weil er das Beichtsiegel nicht brechen wollte, zu Prag indie Moldau werfen. Schwimmende Lichtlein oder Sterne zeigten den Ort an, wosein Leib im Wasser lag.

Der heilige Bischof Kilian wurde sammt seinen Gesährten ^auf Anstiften derGeilana, verwittweten Schwägerin deS Königs GoSbert, ermordet, und hat deßhalbein Schwert (Dolch).

Der heilige Bischof Lambert hat Pfeil und Lanze (beides als Geschoß). Erwurde mit einer Lanze durchbohrt.

Der heilige Leonard hat eine Kette in der Hand, oder ist im Gefängniß in denFußstock gelegt. Er ist der Patron der Gefangenen.

Der heilige Bischof Liborius hält ein Buch, auf welchem kleine Steine liegen(er ist Schutzpatron gegen den Stein). Manchmal ist auch ein Pfau angebracht, weilein solcher Vogel, als die Reliquien deS Heiligen von ManS nach Paderborn gebrachtwurden, vorherflog und den Weg zeigte.

Die heilige Lucia, in schwarz und weißem Nonnenhabit, mit einem Schwerte undeiner Schnittwunde am Halse, weil ihr der Hals durchstochen wurde, einer Schalein der Hand, in der ihre zwei ausgestochenen Augen liegen; auch trägt sie manchmaldiese zwei Augen aus der Brust.

Die heilige Margaretha hat eine Krone auf dem Haupte, ein Schwert in derHand (sie wurde enthauptet), einen gefesselten Drachen unter den Füßen und oft einCrucifir, das sie gegen den Drachen erhebt. Ihr Vater ließ sie in'S Gefängniß werfenund martern; im Kerker erschien ihr der Teufel in Gestalt eines Drachen, den sieaber vertrieb.

Die heilige Martina sieht man auf einem brennenden Scheiterhaufen, den derRegen auslöscht; zu ihrer Seite oder hinter ihr steht der Tempel der Diana, in dender Blitz fährt (auf ihr Gebet wurde dieser Tempel, in den man sie gebracht hatte,vom Blitze zerstört). Sie hat auch eine Zange (als Symbol ihrer Marter).

Der heilige Mauritius, geharnischt, mit einer Fahne und einem Schwerte (er wurdenebst vielen Soldaten der thebäischen Legion niedergehauen); oft auch mit einem Schilde.