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an alle Völker. Er ergeht an sie nicht von Privatleuten, nicht von gutherzigen, aberaußerhalb ihrer Umgebung wenig bekannten Priester». Dieser Ruf ergeht an alleVölker von dem Mittelpunct der katholischen Einheit, von dem Stellvertreter Christi ,von dem heiligen Vater selbst. DaS Oberhaupt der Kirche hat Seine höchste Geneh-migung des Unternehmens ausgesprochen; das Oberhaupt der Kirche hat den Plandes neuen Baues gesegnet mit dem Wunsch, daß er geweiht werde in der Ehre deSheiligen Aposteifürsten; daS Oberhaupt der Kirche hat zugegeben, daß zwei apostolischeMissionare ausgehen durch die Länder, um Beiträge zur Ausführung deS großartigenUnternehmens all überall zu sammeln. Die Kongregation der Propaganda hat dieselbenmit Beglaubigungsschreiben ausgestattet. (Oesterr. VolkSsr.)
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S. Paulla Roman«. *) .
Als nach der Seele rückgelasfnem SchleierSie sich verklärt empor gen Himmel schwang,Entgegen ihr aus Sternenhöh'n voll FeierErtönt' der Engelchöre Brcmtgesaug:
Gegrüßt sey, Paulla! uns im lichten Kranze,Sey uns gegrüßt, d» würd'ge Himmelsbraut,Willkommen uns in deinem reinen Glänze,Der Thron der Herrlichkeit steht dir erbaut!
Ja, du bist würdig vor den Herrn zu treten,Bor dir geebnet liegt der Rosenpfad,Bereitet dir durch jener Armen Beten,Die deine Liebe dort getröstet hat,
Schau' diese Perlen hier, von Glanz umgössen,Und der Juwelen schönen Strahlenschmuck!Der Armen Dankesthränen sind'S, geflossenAls du gelöset ihrer Leiden Druck.
Des Himmels Blumen duften dir entgegen,Ein nie verblüh'nder, balsamreicher Flor,Der Blinden, Lahmen, und der Greisen Segen,Der von der Erde stieg für dich empor.
Du schmücktest nicht mit Purpur dich und Seiden,Du trugst nicht Ketten, Spangen nicht von Gold',Auf daß die Frierenden du konntest kleiden,Sein Brod der Hungernde nicht missen sollt'.
Wie Wasser Feu'r, Erbarmen tilgt die Sünden;Du war'st barmherzig, du erquicktest gern',Und Milde wird stets Milde wieder finden,Zieh', Schwester! ein zur Freude unser's Herrn!
Carl v. Vagen.
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') Eine edle Römerin aus dem Geschlechte der Sclvionen, der Gracchen und Julier, Christin undSchülerin dcs hl. Hieronymus; sie ging nach ihres Gatten Tode nach Bethlehem , lebte im frommenWittwenstande und gab ihr Gut den Armen.
Verantwortlicher Redacteur: S, Schönchen.
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