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Dort bei dem Kreuz, wo Gnaden fließenFür'S schwache Herz im Lebensdrang,Da tön' für Euch manch warmes GrüßenIm heiligen Gebetesklang.Und seh'n wir nimmer hier auf Erden,Geliebte, theure Väter, EuchO, mögen wir vereinigt werden,Mein Gott, doch dort im Himmelreich!

Des Dankes Laut, der Herzen Grüßen,Die neue Burg, durch Euch erbautDieß möge Euch den Schweiß versüßen,Der reich von Eurer Stirn' gethaut.Welch süßer Lohn für Euch zu wissen,Daß auch am fernen DonaustrandViel Volk auf Euer Wort zerrissenDer Sünde drückend Sklavenband!

Vernehmt aus meines Liedes KlängenVon Hunderten ein Echo weh'n,Seht geistig sie um Euch sich drängen,Voll tiefstem Dank vor Euch sie steh'n!Seht auch Gebetesblüthen sprossenFür Euch zu Gott so kindlich rein,Und lasset uns auch eingeschlossenIn EueremMemento" seyn!

MisfionSbericht vom Jahre 18S3

an den hochlöblichen Ludwigs-Missionsverein zu München , von ?. F. Zt. Weninger,Priester aus der Gesellschaft Jesu und Missionär in Nordamerika .

5 Nachdem ich den NeujahrStag in Cincinnati gefeiert, begann ich für diesesJahr meine Missionsarbeiten in der Diöcese Cleveland . Dort gab ich die letzteMisston im Jahre 1852 und somit eilte ich wieder in diese Diöcese, um allen nochübrigen deutschen Gemeinden dieselbe geistliche Hilfe zuzuwenden. Dieser Theil Ohios wurde vorzüglich von den Deutschen in den früheren Jahren in Besitz genommen, undda es der deutschen Priester verhäUnißmäßig immer nur wenige gab, fand ich Herzen,welche nach dem Worte GotteS ganz sehnsuchtsvoll, wie die durch Sonnenhitze verdorrteErde, nach einem erfrischenden Regen lechzten.

Wenn eine Mission in Deutschland dem Volke gewöhnlich schon so großen Trostund Segen bringt, was soll man erst hier Landes sagen, wo das Volk oft dergewöhnlichen priesterlichen Hilfe entbehrt. Der erste Platz, den ich besuchte, war dieGemeinde zu Schelby. Ich gab daselbst eine Erneuerung der Mission, welche icheinst daselbst hielt, und 'eilte hierauf nach der Stadt und Umgebung von Norwalk ,wo in zwei Gemeinden die Mission gegeben wnrde, nämlich in der St. Alphons undheil. Peterskirche. Hierauf begab ich mich nach SanduSky . SandnSky liegt am SeeErie. Es ist eine Stadt von 20,000 Einwohnern, darunter viele Deutsche . Als dieJünglinge ihre Generalcommunion feierten, brachte ich die ganze Nacht bis zur Messeam folgenden Morgen im Beichtstühle zu. Auch an den andern Tagen hatte manbis lange nach Mitternacht Beicht zu hören. Wie in allen größeren Städten hier,haben auch in SanduSky die Atheisten aus Deutschland ihre ClubbS. Da geschah eS,daß bei einer Versammlung die Mission zur Sprache kam. Man berathschlagte, wasdagegen zu thun sey? Da erbot sich einer der Aergsten, er wolle sogleich selbst in die