Ausgabe 
14 (24.9.1854) 39
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DieFr. S. Ztg." schreibt: ..Als Ihre Majestät die verwittwete Königin vonSachsen den ersten Boten, der die Trauerkunde überbringen sollte, empfing und anihm bemerkte, daß eine schmerzliche Kunde Ihrer wartete, befahl die hohe Frau dem-selben, ohne Umschweife und Einkleidung Alles zu berichten. Sobald die Schreckens-künde auS dem Munde deS Unglücksboten war, sanken Ihre Majestät, von Schmerzbewältigt, auf die Knie. So, Unterstützung stumm zurückweisend, verblieb die vonSchmerz zerrissene Königin eine lange Zeit. Dann stand sie auf und sprach:Gott hat mich im Gebete mit Fassung erfüllt; ich konnte ihm danken: daß Er mir 21 Jahreehelichen Glücks geschenkt hat." Was muß das für ein Glauben seyn bemerktdie Sachsenzeitung der das Herz der Königin Maria in der schmerzvollsten Stundeihres Lebens so riesenstark machte."

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AuS Böhmen wird uns geschrieben: ES gibt protestantische Pastoren, welche,um den Ueberiritt ihrer Angehörigen zur katholischen Kirche zu erschweren, ihre An-melduugSzeugnisse auf einem 15 kr. CM. Stempelbogen auszustellen pflegen und soden armen Leuten unnütze Auslagen verursachen. Nach dem a. h. Stempelpatentevom 9. Febr. 1850 sind seelsorgliche Zeugnisse über die Anmeldung des Uebertrittesvon einem christlichen Bekenntnisse zum andern stempelfrei.

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btnn?j lizöük! i>M» '^M^UiKtih ndu» äii>n' .s,i5, ., > <Al N z^-t.'Wien. Durch die Bemühung deS päpstlichen Nuntius zu Wien findet der

Verein zu Ehren der unbefleckten Empfängnis) der allerseligsten Jungfrau

Maria in Oesterreich eine immer größere Verbreitung. Der Verein, dessen Verbreitung

auch der heilige Vater PiuS IX. sehnlichst wünscht, umfaßt je ein und dreißig

Priester, welche sich verpflichten, zur Danksagung für die vielen und großen Gnaden,

womit Gott die allerseligste Jungfrau auszeichnete, insbesondere für die Gnade ihrer

unbefleckten Empfängniß, dann zur Erlangung ihrer Fürsprache in allen Nöthen der

Kirche und für die Bekehrung der Sünder das heilige Meßopfer in solcher Reihenfolge

darzubringen, daß kein Tag im Monat ohne Darbringung deS heiligen Opfers nach

obiger Meinung vorübergeht.

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Wien. Eine Anzahl von Mitgliedern deS katholischen Gcsellenvereins von Wien ,52 an der Zahl, haben sich bei der Subscription zum Nationalanlehcn mit dem Ge-sammtbetrage von 5210 fl. betheiligt, welches um so lobenSwerther ist, indem die-selben unter den jetzigen Zeilverhällnissen nur einen geringen Wochenlohn beziehen undalle Lebensbedürfnisse sehr theuer sind. Es sind mehrere dabei, welche 100 bis 500 fl.gezeichnet haben. Dieselben übergaben ihrem Sebutzvvrstande die Kaution, um selbefür sie zu erlegen, welches auch sogleich bei der Filialcasse am Neubau geschah.

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Mainz . Mit Ausnahme von ganz alten und kranken Priestern gibt in derDiöcese keinen Geistlichen mehr, der die geistlichen Ererciiien nicht mitgemacht hätte.Bei den zu Ende August hier abgehaltenen heiligen Uebungen, die P. v. Lamezangeleitet har, waren über 150 Priester gegenwärtig. Sogar ein ehrwürdiger, fast ganzerblindeter Greis, der immer geführt werden mußte, wohnte denselben bei.

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Der Lieutenant im k. k. Kaiserjäger-Regimente, Graf von Mohr, welcher füreine glänzende Waffcnthat mit der großen goldenen Verdienstmedaille belohnt wurde,hat auf Pension und Medaillen-Zulage Verzicht geleistet und wird in den Orden derPP. Capuciner eintreten. _

Verantwortlicher Redacteur: L. Schönchen.

Verlag«-ZuHaber: F. C. Bremer.