Ausgabe 
14 (1.10.1854) 40
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die Schickungen des Himmels ein neues Leben in Unserer Kirche angeregt haben, sobleibt doch MehrereS anders und besser zu thun. Vieles einzurichten, Vieles zu verbessernübrig. Da serner die Widersacher der Kirche, ausgerüstet mit der Weisheit dieserWelt, mit Macht und Hilfsmitteln, mit einer wunderbaren Emsigkeit wirken, so geziemtnothwendigerweise den Zionswächtern mit gemeinschaftlicher Kraft und Weisheit zuwiderstehen. Endlich muß das Band, durch welches sowohl die Presbyter mit demBischof, als der Bischof mit den Presbytern verbunden seyn sollen, durch Verkehrund Rücksprache fester und enger geknüpft werden, sobald eS durch die Ungunst derZeit schlaffer geworden ist. Unter diesen Umständen beabsichtigen Wir mit GottesHilfe zum Ende des Monats September, in welcher Zeit die Visitationen und Conventeder ArchipreSbyterate beendigt seyn und keine kirchlichen Feste eine Anwesenheil in denParochien erheischen werden: mit Unserem Capitel und General-Vicari.itSamte alleCommissarien, Erzpriester und Schul-Inspektoren in einer Woche, deren AnzeigeWir für eine andere Zeit vorbehalten, durch drei Tage bei Uns zu versammeln, umgemeinschaftlich zu berathen: was uns Priestern selbst in dieser Zeit Noth thut, damitwir im Angesichts Gottes und der Menschen so leben und arbeiten, um als treueDiener Jesu Christi befunden zu werden. Was in der kirchlichen Ordnung im Cnlruöbei Verwaltung der Sacramente, den Predigten, der Katechese und Anderem heilsamscheine? Wir vertrauen, daß diejenigen, welche wir mit Liebe und Verirauen rufen,gleichfalls mit Liebe und Vertrauen kommen, und, falls sie rechtmäßig verhindert sind,auö ihren Archipresbyteraten erwählte Priester als Stellvertreter senden werden. Wirhegen außerdem das Vertrauen, daß wenn Einige sehr arm seyn sollten, ihnen dieReise- und Ausenlballökosten von den Geistlichen der Cirkel, zu denen sie gehören,ersetzt werden. Wir haben endlich das Vertrauen, daß sie zu einer so ernsten undheiligen Sache mit Bewahrung des klerikalen AnstandeS kommen, und nicht in off ntlichenGasthäusern, sondern in Privathäusern einkehren werden. Wir selbst, die Canonici,die Geistlichen an der Kathedrale, der ehrwürdige Stadlklerus werden in unsereWohnung gastfreundlich ausnehmen, so Viele wir werden aufnehmen können. ESerübrigt, daß wir das, was wir im Namen des Herrn angefangen, in dem Geisteverfolgen, dem Gott einen gute» und heilsamen Erfolg nicht verweigert. Indem WirUnS seine Gnade und Hilfe erflehen, erbitten Wir Euch Allen den göttlichen Segenund Frieden. Breslau , am Tage deS heiligen Heinrich 1854. Heinrich.n»'anll «jIr.'nK -in» nvlu»'"^'' -!>^ Aus zchZ^s» .«ck>Ä?n kniaLilml i^t ',-i^i ,1 ),

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Posen, 15. Sept. Dem Vernehmen nach werden gegenwärtig von unserererzbischöstichen Domgeistlichkeit die nölhigen Vorbereitungen getroffen, um der, wie eSheißt, schon seit längerer Zeit beabsichtigten Wieberherstellung einiger Klöster inunserer Provinz näher zu treten. Bekanntlich wurden alle Klöster im GroßherzoglhumPosen mit Ausnahme deS der Krankenpflege gewidmeten Klosters der barmherzigenSchwestern unter der früheren Regierung nach und nach aufgehoben. Auch in unsererProvincialhauptstadt wird der Versuch mit Errichtung eineö NvviziatS des Resonnaten-ordenS gemacht werden, wozn bereits zwei Klostergeistliche anS Westfalen hier erwartetwerden, welche ihre Wohnung vor der Hand in dem frühern Karmeliierkloster nehmensollen. Ein Abgeordneter dieses Ordens war unlängst schon hier anwesend, um dienöthigen Verabredungen und Einleitnngen zu diesem Behuf zu treffen. Man rechnetdabei ans reichliche Unterstützungen der hiesigen frommen Katholiken, da die Unter-haltung der Klostergeistlichen vorläufig nur durch Sammlungen beftrilten werden kann.Der Gehcimeralh Antike, welcher in unserm Kultusministerium die katholischen Ange-legenheiten bearbeitet, weilt gegenwärtig in unserer Stadt und hat bereits mehrfacheKonferenzen mit unserm Erzbischos gehabt, welche, wie verlautet, die kirchlichen Ange-legenheiten der Provinz betreffen.

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