Ausgabe 
14 (19.11.1854) 47
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Mit diesem einfachen Mittel hatte er der ärgsten Noth Einhalt gethan. Theils auSeigenem Vermögen, theils unterstützt miethete er für die Armen eine Wohnung,errichtete eine förmliche VersorgungSanstalt, auS welcher oft an ?0l1 Personen Nah-rung erhielten. Als in den Jahren 1813 und 1814 eine verheerende Epidemie auS-brach, zeigte sich sein Eifer im schönsten Lichte, indem er, wie noch lebende Personenbezeugen, oft von 3 Uhr srüh bis Abends, ohne Nahrung zu sich zu nehmen, nurdamit beschäftigt war, den Sterbenden den Trost der Religion zu spenden, bis ihnselbst die tödtliche Krankheit darniederwarf. Um die durch den Tod so vieler Elternverwaisten Kinder zu retten, war er bemüht, sie bei braven Familien zu versorgenund rief eine Kinder-Bewahranstalt inS Leben. Als er dann später zu kirchlichenWürden emporstieg, so war und ist noch sein größeres Einkommen ihm nur das Mittel,den Bedürfnissen der Kirche und der Armen, der Fremden und Kranken entgegenzukommen.

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In Schön au bei österreichisch Krumbach ließ unlängst die Familie Berndställerfür die Pfarrkirche eine 18 Centncr schwere Glocke gießen. DaS erinnert an denfrommen, katholischen Sinn unserer Vorfahren.

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Schweiz. In Bern hat auf Anlaß einer von einem Apostaten jüngst in dieWelt hinauSgeschleuderten Schrift über die Ohrenbcichte der katholische Pfarrer Baudsich anheischig gemacht, dieselbe öffentlich anö dem Worte Gottes zu rechtfertigen. Nichtweniger als 15 protestantische Geistliche haben diese Rechtfertigung als einen Fehde-handschuh betrachtet, den sie aufgenommen und ihm eine öffentliche Conf<renz zu ihrerVertheidigung vorschlugen. Ja, wenn der Sinn für Wahrheit überall vorhandenwäre, könnte dieß schon zu gutem Ziele führen, allein dieß bezweifeln wir eben.

In dem überwiegend protestantischen Rorschach hat man sich nun auch zurEinführung der barmherzigen Schwestern im Krankenhause verstanden. ^

Anch in Zürich treiben die Sendlinge deS MormonenthumS gegenwärtig ihrUnwesen, sie versprechen den Leuten die Vielweiberei und das gelobte Land,woseit 1W Jahren nie geregnet." Wir würden für daS eine, wie für das andereschönstens danken.

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Löwen Der heilige Vater hat den StifiSherrn und Rector der katholischenUniversität Löwen, Herrn v. Ram , mit zwei sehr ehrenvollen Breveu begnadigt.Eines derselben ist eine sehr gnädige Antwort auf ein Schreibe», womir v. Ram dieUebersendung mehrerer seiner Schriften an den heiligen Vater begleitet hatte, daSandere übertragt Hrn. v. Ram eine hohe und seltene Auszeichnung in der römischenPrälatur, ernennt ihn nämlich zum römischen Prälaten von dem Range der apostolischenProtonotare -ul instar partieipsotium mit allen damit verbundenen Rechten, Vorrechtenund Ehren.

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Rom, 24. Oct. Nach demAmi de la Religion" soll der Jesuitenpater Peronne zum Cardinal erhoben werden. P. Peronne, ein Piemontese, bekannt in viele» Kreisendurch seine Dogmatik und neuestcnS durch seine Theilnahme an den Arbeiten in Betreffder unbefleckten Empsängniß Maria's, gilt für den ersten Theologen Roms und wirktseit einer Reihe von Jahren am römischen Kollegium.

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Paris , 29. Oct. Bei den vgmes ^UAUstmes du ssers eoeur 6e Mriewerden Ererciticn für Frauen gehalten. Die Damen können für die Zeit dieses Still-lebens Wohnungen in dem Nonnenhause haben.

Verantwortlicher Redacteur: L, Schönchen

Verlags-Inhaber- F. C. Aremer.