Ausgabe 
14 (26.11.1854) 48
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eingeführt worden unter der AusgabeKatechismus für den Jugend- und Volks-Unterri'cht in der Erzdiöcese Köln."

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M ü n st e r. Mit dem Beginn deS Studienjahres ist daS LolloZium Korromseumfür die den philosophischen und theologischen CnrsuS absolvirenden Avspiranten zumgeistlichen Stande förmlich und als selbstständige Anstalt eröffnet worden.

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Paderbor». Von dem in zwanglosen Heften erscheinenden BonifaciuS -Blatt ist so eben daS 2te Heft deS 3ten Jahrgangs erschienen. Dasselbe enthältzunächst die Nachweise über die Einnahme und Ausgabe des BonifaciuS -Vereins fürdas Jahr 1853. Die Gesammteinnahme hat in dem genannten Jahre 45,861 Thlr.betragen, worunter ein Cassenbestand vom Jahre 1852 mit 17,838 Thlr. Von 25Diöcesen, in welchen der Verein eingeführt ist, sind 26,423 Thlr. an Beiträgen gezahlt.Die GesammtauSgabe pro 1853 hat 24,211 Thlr. bctrageu, mithin ist ein Bestand von21,649 Thlr. vcrblieben, über welchen bereits verfügt worden ist. An Unterstütznngensind 20 verschiedenen Diöcesen 22,631 Thlr. zugewender. Eine Vergleichung deSEinnahme-Verzeichnisses ergibt, daß der Verein abermals im Jahre 1853 einen höchsterfreulichen Fortschritt gemacht hat. So erfreulich aber auch diese Fortschritte sind,welche der Verein macht, so bleibt doch noch überall viel zu thun übrig. Viele oftüberwiegend katholische, wohlhabende Gemeinden irrigen wenig bei, viele haben sichnoch gar nicht belhciligt, während aus ärmeren Gegenden die Beiträge im reichernMaaße fließen. Wenn auch die schweren Zeiten drücken und die Mildthätigkeit durchandere Vereine z» frommen Zwecken und durch Eollccten wieverholt in Anspruch genommenwird, so sollte doch keine einzige katholische Gemeinde dem Werke dcS BonifaciusvereinSihr Almosen versagen; eS wird ja nicht viel verlangt und überall wird sich Theil-nahme zeigen, wenn nur die hochw. Geistlichkeit die Förderung der Sache in dieHand nimmt und zweckmäßige Anordnungen zur Einsammlung der Beiträge trifft.

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Berlin . Am 31. Oct. wurde hier diechristliche Mädchen-Herberge" feierlicheröffnet. Der Zweck derselben ist, dienstlosen, ordeniliche» Mädchen ein Unterkommenund Gelegenheit zur weiter» Ausbildung für ihren Beruf zu verschaffen und sie zugleichvor den Gefahren der Prostitution zu bewahren. Die Gemahlin deS StaatSministerSHrn. v. Vodelschwingh ist Curalorin dieses JnstiluteS. Nach derZeit" soll inBerlin die Gründung einer kalholischnr ErziehuugS-Anstalt unter der Leitung derSchwestern dcS Ordens vom guten Hirten bevorstehen und hat bereits der AnkaufeineS Grundstückes für diesen Zweck stattgefunden.

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AuS Baden theilt derSchw. Merkur" mit, daß Se. Ereellenz der hochwür-digste Erzbischof von allen Decaiiaten genauen Bericht über daS Verhalten der Beamtenbeim Conflict eingefordert habe. Wir finden die Thatsache eben so begreiflich, wiedie Veiblüffung deSSchw. MerkurS", der seinen Lesern glauben machen zn wollenscheint, die badische Bureaukratie sey zu einem Frieden mit der Kirche diSponirt.Dasselbe Blatt läßt sich berichten, daS Scand^l in Kirrlach solle durch die EntfernungdeSlandesherrlichen PfarrvenveserS" Hor-H, auf welche hin auch der vom Erzbischofbestellte Geistliche Finncisen zurückgezogen und ein vom Ordinariat auf Grundlage einerVerständigung ernannter Pfarrer eintreten wurde, beseitigt werden.

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Bremen , 4. Nov. In welcher tiefen Finsterniß deS Irrthums und der Vor-urtheile einige von der Kirche gelrennte Christen auch jetzt noch sich befinden, darübermag folgende, obgleich schmerzliche Probe mitgetheilt werden. Von einem protcstanti-