Ausgabe 
14 (24.12.1854) 52
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Concil zu Antiochia i. I. 253.

Der Bischof DemetriuS setzt den NovatuS ab, weil er die Ketzer in Schutzgenommen hatte.

Concil zu Carthago i. I. 253.

Diese Synode wurde gehalten als die Christenverfolgung etwas nachließ, umden zerrütteten Zustand der Kirche zu bessern. Auf derselben wurde beschlossen, daßwiderspenstige Kleriker gestraft werden sollten, denn hartnäckige Widersetzlichkeit gegendie Vorgesetzten sey der Anfang zur Häresie; daß ferner GeminiuS Victor ercommunicirtsey, weil er gegen den Beschluß einer früheren Synode einen Kleriker zum Vormundseiner Söhne bestellt habe, endlich bestimmten die 60 anwesenden Bischöfe unter demVorsitze deS heiligen Cyprian, daß neugeborne Kinder sogleich nach der Geburt getauftwerden sollten.

Concil zu Carthago i. I. 253 od. 254.

Gegen die beiden spanischen Bischöfe BasilideS und Martial gehalten, welchesich Certificate verschafft hatten, als hätten sie den Göttern geopfert (l.ioe>Igtici)z derspanische Episkopat hatte sie entsetzt und zwei andere an ihre Stellen befördert. Damitunzufrieden, wandte sich BasilideS und Manial nach Rom, die spanischen Bischöfeaber legten die Sache einer afrikanischen Synode vor, und diese bestätigte das gefällteUrtheil. Die an ihre Stelle beförderten Bischöfe SabinuS und Felir brachten ebenfallsdie Entscheidung dieser Synode an den Papst, widerlegten in Rom die falschenAnschuldigungen des BasilideS nnd unterwarfen sich der Entscheidung des römischenStuhles.

Concil zu Narbon i. I. 257 od. 260.

Der heilige Paulus, Bischof von Narbon, war von zwei rachsüchtigen Diaconen,die ihrer ausschweifenden Lebensart wegen schon öfters gestraft worden waren, ver-botenen Umgangs mit Frauen beschuldigt worden. Der heilige Bischof rechtfertigtesich vor den versammelten Bischöfen und vor dem Voile , durch ein augenscheinlichesWunder; worauf die gottvergessenen Ankläger ihre diabolischen Machinationen gegenihren Bischof reumülhig eingestanden.

Concil zu Rom i. I. 260 od. 263.Auf dieser Synode wurde DionysiuS, Bischof von Alerandria, welcher des Sa-bellianismuS angeklagt war, nach reiflicher Erwägung, wie der heilige Athanasiuöerzählt, einstimmig losgesprochen und für unschuldig erklärt.

Concilien zu Alerandria i. I. 263.In diesem Jahre wurden von Bischof DionysiuS zwei Synoden gehalten, aufder ersten wurde Sabellius seiner häretischen Lehren über die Trinität halber verurtheilt,aus der andern aber Bischof Nepotian und CerinihuS, 'vlche den Chiliasmus lehrtenund die Nothwendigkeit blutiger Opfer, verdammt.

Concil von Antiochia i. I. 264 od. 266.Diese Synode wurde von Papst DionysiuS zusammenberufen, um die HäresiedeS Paul von Samosata, Bischofs von Antiochien , zu untersuchen; er hatte nämlichIrrthümer über die Gottheit Christi verbreitet. Firmilian , Bischof von Cäsarea inCapadocien, präsidirte der Versammlnng, welche den Paul von Samosata zur Verant-wortung vorlud; dieser aber fürchtete, seinen Bischofstuhi zu verlieren, heuchelte Reueund Widerruf und entging so allen weiteren.Unannehmlichkeiten.

Concil von Antiochia i. I. 268.Bald nach dem ersten Concil von Antiochia fiel Paul von Samosata in seineIrrthümer zurück, und die Bischöfe versammelten sich nochmals in dieser Stadt ingroßer Anzahl, setzten den Ketzer seiner Irrthümer und suneS unordentlichen Lebens-wandels wegen ab, und übergaben seine Bischofswürde dem DomnuS. Die versam-