Auch kann man nicht umhin, mit gerührtem Herzen undinnigstem Danke der vortrefflichen Anordnungen der K. Districts-PDlizeibehördc zur Handhabung der Nuhe und Ordnung in diesenTagen und des würdevollen und musterhaften Benehmens deshiesigen Bürgcrmilitärs bei seinem angestrengten Dienste hiebei inrühmlicher Anerkennung Erwähnung zu thun.
schichtlich nachgewiesen wird, was die Kirche alle Zeiten hindurchfür die Bildung und Erziehung der Geistlichen durch Klöster- undHochschulen und durch die geiftl. Orden, vorzüglich durch die be-rühmte Gesellschaft Jesu geleistet hat und wie die Unzucht undVerdorbenheit der Zeiten und Menschen ihr so oft hindernd in denWeg traten; werden insbesondere noch die Schicksale besprochen,welchen das Luxemburger Land in dieser Hinsicht anheimgefallenwar und es stellt sich heraus, daß Klerus und Volk trotz allerErrichtung e»nes Priestersemmars m Luxemburg, äußeren Stürme, trotz aller Bemühungen der dem Christenthum
Der Verlauf der Jahrhunderte lehret, daß die Alles richtendeund schlichtende göttliche Vorsehung, so wie auf den Fluch denSegen, so auch auf die strafende Periode des Nicdcrrcißcns, stetswieder scgcnvolle Zeiten des AufbauenS folgen läßt. Zu dersel-ben Zeit oft, wo in manchen Gegenden den Feinden der Kirchees gelingt, die so hochwichtigen kirchlichen Erziehungsanstalten zuverderben oder zu vertilgen, erweckt der Herr in andern Landcs-thcilcn durch Kraft, Frömmigkeit und Wissenschaft hervorragende
feindseligen Aufklärer den kathol. Glauben treu bewahrten. Undzur Belohnung solcher Glaubcnstrcuc hat der Herr es nun gefügt,daß Luxemburg, vorher unter sieben angränzenden Bisthümernversprengt, jetzt ein eignes BiSthum bildet, so daß die durchGeschichte, Verfassung, Sitte und Recht zu einem gemeinsamenVaterlande verbundenen Bezirke nun auch Ein geistliches Bandvereinet. Die dem Lande gewordene kirchliche Sclbstständigkeitwird deßhalb zur Wahrung der bürgerlichen Vieles beitragen und
Männer, damit sie zum Segen glaubcnstreucr Völker das Beste- ganz Deutschland mag sich freuen, daß den deutschen Brüdern
hcnde hüten, das Gesunkene aufrichten und das Todte wieder be-leben. Ihre Zeit verstehend, das Vertrauen von Fürst und Volkbcsil'-lmd, vom Höhne der Welt unbeirrt, im Kampfe für Rechtund Freiheit treu ausharrend, überwinden sie die größten Hinder-nisse und sehe» znr Freude aller Guten, znm Schrecken aber derBösen, ihre wohlgemeinten Bestrebungen mit gesegnetem Erfolgegekrönt. Papst Gregor XVI. , durch Thatkraft und Frömmigkeiteine glorreiche Zierde des Stuhles Petri, hat unläugbar dadurchdas Aufblühen der Kirche in vielen Gegenden sehr gefördert, daßer den einzelnen, vom päpstlichen Stuhle unmittelbar abhängigenHcerdcn nicht allein fähige und einsichtsvolle Hirten gab, sondernauch Sorge trug, daß daselbst Pflanzschnlen oder Seminarien zurHeranbildung tüchtiger Geistlichen errichtet würden. So erfreutsich auch durch die Obsorge ves hl. Vaters das GroßherzogthumLuxemburg in der Person des apostolischen Vicars JohannesTheodor, Bischof von ChcrsoneS in p->rt. ins., sowohl eineserleuchteten Obcrhirtcn, als auch der Gründung eines Pricster-scminars; und ein sogenanntes kleines Seminar steht in Aussicht.Nachdem die unmittelbar zwischen dem hl. Stuhl und dem könig-lichen Thron darüber gepflogenen Verhandlungen geschlossen, ver-kündete ein Hirtenbrief des apostolischen Vicar das frohe folgenreicheEreigniß dem ganzen Volke und legt Allen die Wichtigkeit undden Segen einer kirchlichen Erziehung und Bildung klar vor Augen.„Aller Unterricht," heißt es im Anfange desselben, ,der nichtauf den Glauben gründet, alle Zucht, die nicht ans das Heilhinzielt, ist des Menschen unwürdig und für ihn werthlos, weilsie ihn nicht zu Gott führen, der sein Ursprung und Endziel,sein ewiger Herr und sein höchstes Gut ist. In der Kirche abersind die Bischöfe und Priester, als Nachfolger der Apostel angc
dieß kostbare Gut erhalten bleibt.
Zuletzt sey noch aus dem herrlichen Hirtenbriefe bemerkt,daß nicht allem der König -Großherzog die ständige Besoldungdes Seminarpräses und der sechs Professoren, den der Philosophieeinbegriffen, sondern auch fünf ganze und zehn halbe Freitische fürdürftige Zöglinge, und die bedeutenden Kosten für die Wiederher-stellung des Gebäudes (des einen Flügels des ehemaligen Jesuiten -Collegiums, den dazu die Stadtbchörde zuvorkommend eingeräumt),so wie für die Anschaffung des sämmtlichen Hausgeräthes, ausder Staatscassc großmüthigst bewilligt, und überdieß aus öffent-lichen Mitteln Unterstützung zur Erbauung und Einrichtung deskleinen Seminars huldreich zugesagt, auch zur Wahl und Ernen-nung der Obern und Lehrer dem apostol. Vicar die völlige Frei-heit, wie sie ihm durch Lehre und Recht der Kirche zusteht, un-geschmälert gelassen hat. „Und so sind Wir denn," sagt derselbe,„unter dem Beistande des hl. Geistes zur Berufung der Männergeschritten, deren Händen Wir die Zöglinge des Gottesdienstesund der Seelsorge anvertrauen wollen. Die meisten derselbenhaben sich schon unter unsern Augen in verschiedenen kirchlichenAemtern als treue Diener Gottes erprobt und bewährt. Einigevon ihnen, nicht unserer Provinz, wohl aber unserm deutschen Baterlande entstammt, haben in schweren Stellungen sich um Glau-ben, Recht und Zucht der Kirche hochverdient gemacht und desehrenden Vertrauens eines der erleuchtcsten Kirchenfürstcn unsererZeit genossen. Vertrauensvoll ergreifen wir ihre Mithilfe bei demwichtigen Geschäfte der Pricsterbildung. Um Ostern, das Festder Auferstehung unsers Herrn, soll das HauS eröffnet werden,aus dem in Zukunft, wie aus einem heiligen Grabe, worin derirdische Mensch untergegangen, der neugewählte Priester wie ein
wiesen, alle Völker zu lehren, sie Alles halten zu lehren, was! himmlischer Mensch hervorgehen und das göttliche Leben, dissen erder Herr ihnen geboten hat, aller Creatur das Evangelium zujvoll ist, seinen Brüdern mittheilen wird."predigen, und diese Lehre und Predigt müssen sie ohne Zweifel _
anheben bei der Jugend, deren Herz und Geist der empfänglicheBoden für den Samen der heiligen und heilsamen Wahrheit ist.So kann denn auch die christl. Gesellschaft ihrem geiftl. Haupte,dem Pricstcrthum, einen vorzüglichen und durchgängigen Einflußauf alles Erzichungs- und Unterrichtswcscn nicht versagen; . . . .nnd ist die Kirche die eigentliche nnd höchste Erzieherin und Leh-rerin des Menschengeschlechts überhaupt, wie viel mehr wird esihr obliegen nnd zustehen, die Genossen jenes Standes, dem sieihre höchsten Angelegenheiten anvertraut, des vricsterlichcn, aus-schließlich zu erziehen und auszubilden." Nachdem nun weiter ge-
Fest der Erscheinung des Herrn .
Um dem Herrn zu danken für das Licht des Glaubens undnach seinem Willen zu bitten um die Erweiterung seines Reichesauf Erden, stiert die ganze christliche Welt das Fest der Er-scheinung des Herrn . Der Jubel und die Freude der Kircheüber dieses große Geschenk kann sich nun wohl nirgends so leb-haft und ungestört auösprcchen, als in Rom , dem Mittelpuncte