x>
^^»gs - Dei/.^
AugSburger
der
MNIV/Dh
?' ^s- ^Xtz
SÄ- H^MU
tt
Erste Jahreshälfte.
Nachtgedanken.
In feierlicher Stille
Die Nacht am Himmel thront,Nnd ohne Wolkenhülle
Strahlt mild und klar der Mond.
Die gold'nen Sterne glühen ,Am blauen Himmelsplan,
Und seit Aeonen ziehenSie friedlich ihre Bahn.
Im Busch, auf grünen ZweigenSchläft still der Vögel Brüt,
Versenkt in tiefes SchweigenDie ganze Schöpfung ruht.
Mit leisen Schritten gehetDer Friede sanft und mild,
Sein süßes Hauchen wehetIm schlammcrnden Gcsild.
O Nacht! wie senke dein FriedenSo tief sich in mein Herz,
Als wär' von mir geschiedenAuf ewig aller Schmerz.
Ich fühlen Gottes Nähe
Umwehen mich so süß,Als senkt' sich aus der Höhe
Herab das Paradies.
Nnd wahrlich, es hat wieder
Herunter sich gesenkt,Der brachte es hernieder
Der uns sein Blut geschenkt.
Im Feld, im grünen StrauchIii wohl aus Himmclshöhcn
Des Mittlers Liebeshauch.
">, >'^-'^>
M- t?
PpftzeLtung.
KZ. April 5845.
Ja! seit er hingegeben
Sich hat zum Kreuzestod,Da schwand von allem Leben
Die bitt're TodcSnoth.
Das Herz, das einst der Thränen
Des Schmerzes viel geweint,Das weint nun Licbesihränen
Mir seinem Gott vereint.
Doch ach, von Gram zerrissen
Die Brust voll Weh und Qual,Noch Viele irren müssen
In diesem Erdenthal.
Sie hauchen in Gesängen
Den Schmerz der Seele aus,Aus wilden Saitcnklängcn
Tönt all ihr Gram heraus.
Sie wollen Trost gewinnenAus ihrer Wissenschaft,Doch ach, es fehlet ihnen. Die wahre Wissenschaft.
Sie suchen nichr Genesung
Wo uns ihr Brunnen quilltIn Chiisli Wclrcrlosung,
Die alle Schmerzen stillt.
O! daß ihr doch erkenntet
Daß eure Seele todt,O! daß ihr glauben könntet:
Nur Eines sey euch Noth!
Zum Kreuz, zum Kreuze gehet
Da wird euch Trost zu Theil,Im Kreuz, das ihr verschmähetIm Kreuze nur ist Heil.München , 4. April. Fr. Xav. Schumacher.