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Augsburger
Iweite Jahreshälfte.
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Postzeitung.
s. Nov. 184S
Die Verherrlichung des Kreuzes.
Von schwerem Fluch beladenGing einst auf dunklen Pfaden
Dein Name durch die Welt,Kreuzholz! im MorgenlandeAls Denkmal tiefer Schande
Dem Laster aufgestellt. —
Dn einst das Ziel des Spottes —Jetzt das Panier des Gottes,
Der uns das Heil erwarb,Seit Er mit blassen WangenAn deinem Stamm gehangen,
Und leidend für »nS starb.
Du einst des Bannes StempelZur Flucht aus Stadt und Tempel
Verbre.-r.crn aufgedrückt,Wardst jetzt z im Ehrenzeichen,Das in dem Grün von Eichen
Die Brust des Siegers schmückt.
Du strahlst auf KriegessahnenSeit serustcr Zeit der Ahnen
Dem Tapser» in der Schlacht,Und führst aus Schlamm und SumpfeIhn siegreich zum Triumphe
Im Grau'n der Todesnacht. —
Das Bild von Sieg und LeidenSiehst ans des Lebens Haiden
Dem Fiominen du zugleich,Und strahlst aus fernsten ZonenAls Schmuck d-r KönigSkiouen
Auf unserm Erdenreich. —
Uni Dich in lichten FernenSchlingt einen Kranz von Sternen
Einst des Erlösers Hnld,Hat in der Prüfung TagenDich hier der Christ getragen
In Demuth und Geduld.
Selbst noch am HochgerichteWinkst Du im Glaubenslichte,
Führst aus dem dunkeln NichtsDen Docht, der hier verdorrte,Still durch des Todes Pforte
Hinauf junl Thron des LichiS. —
Sanft auf des Grabes Erde,Daß sie zum Segen werde,
PZanzt in der Hosfnnng LaufDich der Verwesung StaubeDes Christen fester Glaube
Als Siegeszeichen auf. —
Noch schöner wird den DeinenEinst dein Triumph erscheinen,
Wenn dumpf vom Sturm nmstöhnt,Durch Neih'n gcspaltner SärgeBeim Wiederhall der Berge
Einst vie Posanne tönt. —
Wenn ernst mit Schau'r und SchreckenDie Sündersehaar zu wecken
Ihr Don-ier-Nnf sich eint,Und leuchtend jenen TagenVon Engeln hoch getragen —
Dein strahlend Bild erscheint. —