Ausgabe 
5 (2.11.1845) 44
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Augsburger

Iweite Jahreshälfte.

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Postzeitung.

s. Nov. 184S

Die Verherrlichung des Kreuzes.

Von schwerem Fluch beladenGing einst auf dunklen Pfaden

Dein Name durch die Welt,Kreuzholz! im MorgenlandeAls Denkmal tiefer Schande

Dem Laster aufgestellt.

Dn einst das Ziel des SpottesJetzt das Panier des Gottes,

Der uns das Heil erwarb,Seit Er mit blassen WangenAn deinem Stamm gehangen,

Und leidend für »nS starb.

Du einst des Bannes StempelZur Flucht aus Stadt und Tempel

Verbre.-r.crn aufgedrückt,Wardst jetzt z im Ehrenzeichen,Das in dem Grün von Eichen

Die Brust des Siegers schmückt.

Du strahlst auf KriegessahnenSeit serustcr Zeit der Ahnen

Dem Tapser» in der Schlacht,Und führst aus Schlamm und SumpfeIhn siegreich zum Triumphe

Im Grau'n der Todesnacht.

Das Bild von Sieg und LeidenSiehst ans des Lebens Haiden

Dem Fiominen du zugleich,Und strahlst aus fernsten ZonenAls Schmuck d-r KönigSkiouen

Auf unserm Erdenreich.

Uni Dich in lichten FernenSchlingt einen Kranz von Sternen

Einst des Erlösers Hnld,Hat in der Prüfung TagenDich hier der Christ getragen

In Demuth und Geduld.

Selbst noch am HochgerichteWinkst Du im Glaubenslichte,

Führst aus dem dunkeln NichtsDen Docht, der hier verdorrte,Still durch des Todes Pforte

Hinauf junl Thron des LichiS.

Sanft auf des Grabes Erde,Daß sie zum Segen werde,

PZanzt in der Hosfnnng LaufDich der Verwesung StaubeDes Christen fester Glaube

Als Siegeszeichen auf.

Noch schöner wird den DeinenEinst dein Triumph erscheinen,

Wenn dumpf vom Sturm nmstöhnt,Durch Neih'n gcspaltner SärgeBeim Wiederhall der Berge

Einst vie Posanne tönt.

Wenn ernst mit Schau'r und SchreckenDie Sündersehaar zu wecken

Ihr Don-ier-Nnf sich eint,Und leuchtend jenen TagenVon Engeln hoch getragen

Dein strahlend Bild erscheint.