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18. Durch Dekret wird der Kriegszustand in Erythräa(Afrika ) für beendet erklärt.
19. Neue Dynamit-Explosion der Anarchisten in Barce-lona .
24. Rechtsanwalt Dr. Friedman» von der Unterschlagungfreigesprochen.
25. Großes feierliches Konsistorium beim Papste in Rom ;16 neue Bischöfe.
25. Berufung der kretensifchen National-Versammlungdurch die Pforte; diplomatische Vorstellungen dereuropäischen Mächte bei der Türkei .
27. Angebliches Attentat auf den neuen Schah von PersienMusaffer-Eddin, der unverletzt bleibt.
27. Deutscher Reichstag: Zweite Lesung des bürgerlichenGesetzbuches beendet.
28. Entlassung des Ministers von Berlepsch und Unter-staatssekretär Brefeld zum preußischen Handelsministerernannt.
30. F. Schröder, Beamter der deutsch -ostasrikanischenPlantagengesellschaft, wegen zahlreicher Schandthatenaus Befehl des deutschen Gerichtes in Buschiri ver-haftet.
Recensionen nnd Notizen.
Oivus Iboinas oommentsriuw in8srvisns ^.esäsmiw stI-^oaeis Lellolastieaw «ootautibus.
H Unter obigem Titel erscheint in Piacenza, Italien ,eine Zeitschrist, welche jetzt schon im 17. Jahre, ganz inUebereinstimmung mit dem berühmten Päpstlichen Rund-schreiben „^stsrul Uatris" vom 4. August 1879, mit allemEifer die echte Lehre des hl. Thomas von Aquin zu ver-breiten sucht. Alle 2 Monate erscheinen 2 Fascikel mit je16 Seiten in Groß-Quart; 36 Fascikel bilden einenBand (3 Jahrgänge), welchem ein nach den einzelnenMaterien geordnetes fortlaufendes Jnhalts-Verzeichniß.sowie ein genaues alphabetisches Sachregister beigegebenist. Der jährliche Abonnementsprcis beträgt nur 4 Mark.Der Inhalt ist ein reichhaltiger und umfaßt: Oowwsn-taria, Opuseula, Ui88srtatic>ns8, UiblioKrapbias, Varia(Nekrologe, Zeitschriften u. dgl.), 8ebc>1as st -reaäsmiasTbowistloas. Unter den Ooinmsritaria sind besonders be-merkcnswerth der von Cardinal Rotelli äs Inoarnations(8. lAso!. 3. 9.1—26); der tlz-stsriis Öbristi (3. 9.27—59),äs Intsllibsrs 11 si (8. Uliil. v. Osnt. I, cpp. 44 sgg.); derzum Päpstlichen Rundschreiben: Os Lt.uäiis 8aeras Lcrip-turas. Von den Opnsoula heben wir hervor: das äs UsoDuo; äs ^ntüsntia LvanKslioram; äs bnwana persouali-tats; unter den Ui88srtatiou68: äs naturis inäiviänalibu8guoaä <zuas8tiollsill 8ocialsm; äs RsIiAions; äs xratiaObri8ti 8scnnäuw gnoä S8t oaput Lsc1s8ias; äs osrti-tuäins bumanas eo§nitioni8. Ullter den literarischen Be-sprechungen finden wir auch die deutsche philosophisch-theologische Literatur mehrfach vertreten. Unter den Be-richten über 8ebolas st ^.eaäsinias lüomistivas ist derüber das goldene Jubiläum des Bischöflichen Lyceums inEichstütt nicht vergessen; als recht rührige ^caäsmia 8.ll'howas ^,guinati8 zeigt sich auch nach mehreren Berichtendie von Luzern in der Schweiz . Herausgegeben wird derOivu8 1)ioma8 von den Professoren des berühmten 6o1-IsKiuin -sldsroniaiuilu der Atissiollspriester des hl. Vincenzvoll Paul (Lazaristen ); zahlreiche tüchtige Mitarbeiterstellt auch der Dominikanerorden. Treffliche Artikel lieferteschon vor Jahren Professor Morgott (Domdekan) in Eich-stätt. Papst Leo XIII . zeichnete den damaligen (jetzt -s)Leiter der Zeitschrift -Absrtiw Larbsrw durch eigeneshuldvollstes Handschreiben vom 7. Februar 1893 aus. Indiesem versicherte der hl. Vater jenen und seine Mitarbeiterwegen ihres großen Eifers in Verbreitung der Lehre desAquinaten betreffs Philosophie und Theologie Seines be-sonderen Wohlwollens und wünscht ihnen Glück zu dembereits erreichten guten Erfolge. Dann heißt es weiter:„läsill iAitur oonstanti rslißäons st lanäs tensts prc>-positum, sogns ro1ißsio8in8 tsnsts, gnoä nv8ti8 oniu Or-äiais vs8tri oon8titutiouibu8 äscrsti8gus oinnino von-rxrnsrs. Lx tbs8auro opsrum Lquinatis, in oinns8 rsrainparts8 pras8tanti88imo, 8tuäste iutsKrain äoetrinam sx-promsrs, msntsin sju8 vsram, Isgitiins sxeutisuäo äi-luciäsqus sxplieanäo, grolsrrs, apta inäs 8UKAsrits aä-juwsuta aä vovas serornin opinionss rslntanäa8 omnia-gus aä inorswsllta äi8oiplinaruw, st, gnoä capnt 68t, aä
rsü^ionis prassiäla, in tain aeri sx bostibus oonüivtiono,xruäsnts8 oonvsrtits." Eine den Wünschen des Papstes,gemäß dessen eigenen Worten im erwähnten Handschreiben,ganz entsprechende philosophisch-theologische Zeitschrift ver-dient sicherlich weiteste Verbreitung. Mit dem 17. Jahr-gange hat der 6. Band begonnen. Am leichtesten abonmrtman mittelst internationaler Postanweisung an folgendeAdresse: lllla Oirsrions äsl Usrioäioo — Üivu8 chhvrnLS,UiaosnLS (Italia ).
„Die katholische Wahrheit" oder „Die theolog-ische Summa des heil. Thomas von Aquin ; deutsch wiedergegeben von vr Ccslaus M. Schneider.Lex.-8. 12 Bände. M. 60.-. Hlbfrzbde. M. 82.-;auch bandweise zu beziehen.
Bei Gelegenheit der bedeutenden Preisermäßigungmachen wir auf das noch viel zu wenig beachtete Wer!aufmerksam. Der Titel bereits drückt die demselben zu Grundeliegende Absicht aus. Die katholische, d. h. allumfas-sende, Wahrheit soll vorgelegt werden; wie nämlich diePrincipien des hl. Thomas geeignet sind, alle Wissens-zweige befruchtend zu durchdrängen und zu einem für dieSamenkörner der geoffenbarten Wahrheit empfänglichenBoden zu machen; wie zudem diese Principien zu allenZeiten heilbringend für das menschliche Wissen gewesensind. sowohl ber den großen heidnischen Philosophen, wiebei den christlichen Vätern. Die Uebersetzung will zunächstdas Verständniß der „Summa" erleichtern. Darum istalles gelehrte Beiwerk weggelassen. Der Text des Aquinatenist im einfachsten, verständlichsten Deutsch wiedergegeben,insbesondere auch die tsrmini tsl-Iwiei. Kein Wort deSTextes ist Übergängen; kein Bild und Gleichniß aus-gelassen: sogar der Bericht über die Meinungen der altenNatur-Philosophen ist mit aufgenommen. Man lernteben die Größe des Engels der Schule erst kennen, wennman sein System als ein zusammenhängendes Ganzesnimmt: ist doch, wie er selber sagt, seine Summa ebennur eine euwms,, d. h. eine kurze Zusammenfassungder Philosophie und Theologie, und darum in derselbennichts überflüssig. Weit entfernt, daß die Uebersetzungden Leser vom Urtexte abzieht, führt sie ihn vielmehr zumUrtexte zurück, weil sie dessen Verständniß eröffnet. Dennist es einmal gelungen, dem Texte ein fruchtreiches Ver-ständniß abzugewinnen, so wird man auch um so eifrigerdiesen lateinischen Text lesen und die darin verborgenenSchätze heben. Von Untersuchung zu Untersuchung sind,zumal im ersten Theile, kürze Ueberleitunnen angebracht.In denselben wird gezeigt, wie der engelsgleiche Lehrerdie wissenschaftliche Richtschnur einer gesunden Äscesebietet, und wie die Schriftstellen und Väter, gleichsamvon selbst, sich um die Lehre des hl. Thomas schaaren,ihr von ihrem Lichte mitzutheilen. Dabei ist auch invielen Fällen insbesondere betont, wie einzelne Ausdrückedes Textes, welche meist unbeachtet bleiben, entscheidendeWichtigkeit haben und sehr fruchtbar sind für das praktischeLeben. Niemand wird es gereuen. St. Thomas in Allemzum Leitstern genommen zu haben. In ihm ist einewahre Goldgrube für alle Theile der christlichen Lehrevorhanden; eine wahrhaft katholische, alles umfassendeLehre liegt da vor. Die Eintheilung der einzelnen Haupt-theile, wie der Artikel, ist genau beibehalten. Nur inden ersten Artikeln wurde der leitende Gedanke und dervernunftgemäße Zusammenhang der Einwürfe unterein-ander in der llebertragung mit hervorgehoben. Dadurch sollder Leser angeleitet werden, auch in den anderen Artikelnden Zusammenhang der Gegengrüude herauszufinden.Wir sehen hier ganz deutlich, wie iin Laufe der Jahr-hunderte die Irrthümer wohl ihr Kleid wechseln, nichtaber ihren Inhalt. Die Bemerkungen zwischen den ein-zelnen Untersuchungen weisen immer wieder darauf hin»daß der heil. Lehrer mit seiner Wissenschaft durchauszeitgemäß ist, nnd daß Papst Leo XIII. stn höchstenGrade Recht hat, wenn er befiehlt, in den katholischenSchulen die Philosophie des hl. Thomas wieder zu Grundezu legen. Es darf aber dann von der Lehre des Aqui-naten nichts hinweggenommen, nicht der Vordersatz ge-leugnet und der Hintersatz behaiiptet werden; man Michsie in ihrem Ganzen nehmen gerade so wie sie ist. Umnun in vorliegendem Werke ein volles theologisches Ganzeszu bieten und zugleich davon zu überzeugen, wie die philo-sophischen und theologischen Principien des hl. Thomas auch