Ausgabe 
(10.4.1897) 20
 
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größeren Städten mit einer «machenden Sorgfalt darge-stellt. wie sonst nirgends. Die Rechte nnd Pflichten, diesich durch die beständige Verbindung von niedern Kirchen-oiensten mit Schuldiensten nach verschiedenen Seiten hinergeben, sind ganz dem bestehenden Rechte entsprechendzusammengestellt, so daß diese Darstellung als Grundlagealler weiteren Verhandlungen über diesen viel umstrittenenPunkt dienen kann. Ueber diesen Details geht aber derHerausgeber Rechtsfragen durchaus nicht aus dem Wege,wie der Hinweis auf 8 37 S. 100 über die Qualifikationder Katecheten darthut; nur sind solche Rechtsfragen ganzobjektiv behandelt. Hervorzuheben ist ferner, daß alleEntscheidungen und Entschließungen der kompetenten Be-hörden seit dem Erscheinen der dritten Auflage eingefügtsind - dadurch erhält das Buch seine werthvollste Eigen-schaft: die Verlässigkeit. Hat man das Buch in einerFrage zu Rathe gezogen, so weiß man, daß einem nichtsvon Bedeutung entgangen ist." Einen Gedanken könnenwir uns nicht versagen, hier wiederzugeben, den Dr.Schmitt seiner Recension hinzugefügt hat: Wir begrüßenes mit Befriedigung, daß gerade Geistliche, Dr. Englmannund Dr. Stingl, dieses nicht unschwicrige Gebiet mit solchemGlücke bearbeitet haben, daß mich erprobte Fachmännerihnen die Anerkennung nicht versagen können.

Tibesar B. L., Fr. W. Weber's Dreizehnlinden".Eine literarische Studie. 8" pp. II 4- 152. Padcr-born. F. Schöningh. 1896. (II.) 1 M. 20 Pf.k Weber's herrliche DichtungDreizehnlinden", die bisseht 71 Auflagen erlebt hat und trotz allen Widerstrebensauch ins Englische und Französische übertragen wordenist (ein Versuch ins Lateinische verlief im Sande), wirdin vorliegendem anspruchslosen, aber mit großer Be-geisterung geschriebenen Büchlein einer Besprechung unter-zogen in der Art, wie dergleichen Meisterwerke der Literaturan unseren Mittelschulen behandelt werden. Zuerst kommtdie Inhaltsangabe und Entwickelung der Handlung inübersichtlicher Analyse mit wörtlicher Anführung der be-zeichnendsten Stellen: darauf folgen dann allgemeine Er-örterungen zum Ganzen mit der Charakteristik der auf-tretenden Personen. Den Schluß bildet eine ästhetischeBetrachtung über die Natur-poesie inDreizehnlinden"und über Cultur und Volksleben, ivie es dieses Gedichtwiderspiegelt, sowie über Form und Darstellung. Für-Schüler, welche die Dichtung gelesen haben, ist das Bucheine willkommene Gabe zum besseren Verständniß und zurrichtigeil Würdigung.

ist mit diesem bei uns sehr beliebten Büchlein derKinder-legende" von Hattler wieder um ein Stück vermehrtworden. Zum Zwecke der Uebung werden auch Erwachsenesehr gern die leicht und gefällig geschriebenen Geschichtchenlesen, ehe sie der Sprache so weit mächtig sind, um größereund ernstere Bücher mit Nutzen vornehmen zu können.Eine andere Verwendung dürfte die spanische Ausgabebei uns in Deutschland wohl auch kaum haben.

Lru-in "Will., Os rslations iutsr auotoritatsw st lsZ-i-timam sooistatsin potiora inomsnta, ut all oaussmtavti ponäsris acouratius tractsnäaru excitenturoptimales. LloAuntias, Rr. Lirobbsim, 1896. 8°,pp. 24. Ll. 0,40.

7 Uölivsata proviäsntiao äivinas circa bominss äis-positicmo autor äicsnäi raticms brsvi ao äiluoiäa äs rs-lations iuter autoritatsm st 1s§itimam socistatem »Asuseruäitoruin aoumiui clitüciilima guasgus nscnon iutrioataxroponit arA-umonta, e. Zr. guanäo potsstas civiiis proIsAitima babsncka sit, mrm Principes rsZsnäi potsstatsmprivat! suris titulo sibi vinäioars xossint, guibus exoausis xrinoipatus tollatur, guantopsrs multituäo stnumsrus contsmni guvat aliagus i<1 §snus. Librorumamatoribus xaKsUas Ouilislmi (rects pro: ^Villiaml)blruüni absgus äubio Z^ratas sinnt.

Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums 'Nürnberg , 1896.

sZ Aus dem reichen Inhalte der vom DirektoriumHerallsgegebenen und mit Abbildungen versehenenMit-theilungen" heben wir hervor: A. Bauch: Ein ver-gessener Schüler Albrecht Dürers. (Gemeint ist G. Schlenck.) F. Fuhse: Aus der Plakettensammlung des Germ.Nationalmuseums. G. v. Besold: Der Meister derNürnberger Madonna. (Constatirt Moniente zu Gunsteneiner Autorschaft Peter Wischers.) Th. H.: Das Ge-denkbuch des Georg Friedrich Besold, Pfarrers zu Wilden-thierbach im Rothenburgischen. (Aus der Zeit des sieben-jährigen Krieges.) K. Schaefer: Albrecht Dürer undder Rahmen des Allerheiligenbildes. Th. Hampe :Deutsche Pilgerfahrten nach Santiago de Compostella unddas Reisetagebuch des Sebald Oertel (152122). Außer-dem ist zu erwähnen der von Th. Hampe veröffentlichteKatalog der Gcwebesammlung, illnstrirt, unddie Chronik des Museums, der Zuwachs der Samm-lungen u. s. w.

Kabstti ^1. (s. (I.), Ooinpenäium tbsoIo§ias moralis aäo. k. Our^ (s. ck.) xrimo eonscriptum st äsinäsab Antonio Balls rini (s. (I.) aänotaticmibusauctum, uuno vsro all broviorsm lormam sx-aratum. 6°, xp. XIV -s- 896. Ratisbonas, I'r.Bustst, 1897. (XIII.) N. 9,60 1i§.

-7 Die Moraltheologie des Jesuiteupaters Gury hattrotz aller Mängel sozusagen die Bedeutung einesZtanäarä Look" in den Schulen erlangt. Besser alsdie Bearbeitung von Ballerini oder Dumas ist die vor-liegende, vorzüglich ausgestattete Ausgabe von L. Sabetti,Professor in Woodstock; dieselbe bat es in wenigen Jahrenzu 13 Auslagen gebracht, ein Beweis ihrer Brauchbarkeit,die besonders durch einen musterhaft gefertigten Indexwesentlich erhöht wird. Daß der Verfasser auf ameri-kanische Verhältnisse besonders Rücksicht nimmt, thut derallgemeinen Verwendbarkeit des Buches keinen Eintrag.Die Anordnung des Stosses ist klar nnd übersichtlich, dreSprache genau und knapp; überflüssige Auseinandersetz-ungen, dre nur theoretischen Werth haben könnten, sindvermieden und so der sonst nicht recht genießbare Gurym praktische nnd angenehm lesbare Form gebracht, sodaß wir das Buch ohne Bedenken zu den besten Lehr-büchern der Moraltheologie rechnen dürfen.

Ilattlor Rrano. (s. I.), Los ninos santos ü Is^enäasinfantiles. Odra traänoiäa äsl alsmän por slk. äsrönimo Rosas (s. I.). 12°, pp. VI -j- 278.Rribui'Ao äs Lris§. (Rsräsr) 1896. (II.) bl. 2,80 Asb.7 Der treffliche Vorrath von vorzüglich ausgestatteten,correct gedrirckten Büchern in spa'.iischer Sprache, wie wirihn im Verlag der Herder'schen Buchhandlung begrüßen.

Nütter Arn., Altarblumen im Topf und ihreSpezialcultur. Regensburg , Fr. Pustet, 1696-(III.) 8°, XII-j-180 SS. M. 1,40.

-> Gar mancher Pfarrer auf dem Lande ist ein eifrigerFreund derscisntia amabilis", und es überkömmt ihndas wohlige Gefühl behaglicher Selbstzufriedenheit, wenndie vorübergehenden Städter den Anbau seines kleinenGärtchens bewundern. Rütter unterweist den Blumen-freund, wie er seine Liebhaberei in den Dienst der Kirchestellen kann. Und wer sich dies Büchlein, das auch mit103 Abbildungen ausgestattet ist, fleißig zu Nutzen macht,kann leicht in den Ruf kommen, den Altar des Herrnmit den zarteil Kindern Floras in sinniger und reichlicherWeise zu schmücken. Rütters Handbücher erfreuen sichmit Recht einer großen Beliebtheit bei allen Geistlichen,die Blumen lieben und wer gehörte nicht dazu? unddie auch die Möglichkeit haben, ihrer Cultur die nöthigeAufmerksamkeit zu widmen.

* Zur österlichen Zeit empfiehlt sich für jeden Christendie Lektüre der 32 Seiten starken BroschüreDas legteMittel", welche in anschaulicher, ergreifender Form überdie Reue, speciell über dievollkommene Reue",andelt. Diese Abhandlung stammt aus der Feder desekannten Missionärs L. W. Lerch und erschien bereitsin 8. Auflage. Sie ist erhältlich von der Verlags-Buch-druckerei Ambras Opitz in Warnsdors und kostet franco7 kr., 50 Stück franco sl. 2,50. Mit deren Zusendung wirdman namentlich auch kranken und greisen Personen einengroßen geistigen Dienst erweisen. Sie bildet zugleich eine, treffliche Vorbereitung auch für Katholiken für den pflicht-> mäßigen österlichen Sakramentsempfang.

Verantw. Redacteur: Ad. Haas in Augsburg. Druck u. Verlag des Lit. Instituts von Haas L Grabherr in Augsburg