nach einem der hinter dem Casino gelegenen Hotels, inwelchem er mit Maitland wohnte.
Als er in sein Zimmer trat, erwartete ihn dort einaltes, bekanntes Gesicht aus der Heimath: sein alterDiener Hartwig war angekommen. Wolfgang hatte ihnkommen lassen, weil er hier einen längeren Aufenthaltzu nehmen gedachte und eine zuverlässige Person um sichzu haben wünschte.
Hartwigbrachte einigeBriefe mit; un-ter den letzterenbefand sich auchein sehr volu-minösesSchrei-ben,welches dasSiegel desLandgerichtstrug.
AnhänglicheDiener haben,wietreueHundeeineWitterung,wenn ihremHerrn Gefahrdroht. So wares denn einerecht sorgenvollfrngendeMienemit welcherHartwig demBaron das dickeAmtsschreibeneinhändigte.
Das Schrift-stück war in derThat eine Kla-geschrift. Wolf-gangs Nach-giebigkeit undGerechtigkeits-sinn hatte sei-nemGegnernurdieHandhabezueiner weiterenForderung dar-geboten, die ausder älteren her-vorging.
Edmund undMelanie NUt-bcrg verlangtendie Herausgabealler Einkünfte,welche Wolf-gang's Vaterund er selbst während des unrechtmäßigen Besitzes desVillcnhofes aus diesem gezogen hatten.
Es war ein vernichtender Schlag!
(Fortsetzung wlgt.)
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Leitershofen und k. Leonor Franz v. Tourucly'sGesellschaft des heiligen Herzens.
Geschichtliche Erinnerungen zum Centenarium der Gründunggenannter Gesellschaft 1791.
(Nach dem Pfnrurbarium und Dr. Speil, ?. L. Fr. v. Tournely,zusammengestellt von L. Bosch, Psarrer.)
Hübsch an die westlich von Augsburg sich langhinziehende, schön bewaldete Hügelkette hingelehnt, liegt
das kleinePfarrdorf Lei-tershofen (Ein-wohnerzahl335). Rechtsragt hoch da-rüber hinausdie schloßartige,Waldkuralpe'Nervenheil, ihrzur Seite linksin einem Wäld-chen die ältere„Alpe "; beidesvielbesuchteAusflugsortewegen des nah-gelegenen herr-lichen Hochwal-des mit seinenweitverzweig-ten, zum TheilromantischenSpaziergängen— wegen präch-tiger Aussichtauf Stadt undLand, und oftentzückenderAussicht auf dieAlpenkette.
Auch die sehrhübsche, freund-liche Kirche(1732 neu er-baut, 1751 con-sccrirt, 1882u. ff. rcstau-rirt), zu Ehrendes hl. Königsund MärtyrersOswald undder Unbe-fleckten Em-pfängnis;Maria ge-weiht, zu derenVerehrung seitdem Jahre 1735 (also längst vor Verkündigung des be-treffenden Dogmas s1854f) eine Bruderschaft besteht, derenMitglieder sich auf 112 Ortschaften vertheilen, beherrscht —auf die Anhöhe gebaut — die meist von schönen Obst-gärten umgebenen Häuser. Die ältere Kirche soll nochaus der Hcidenzeit gestammt haben, wie die unter dem(16.) Pfarrer Joh. Biechele (11. Juli 1713 instituirt,ff 25. November 1730 im Kloster St. Georg in Augs-
Krttitirnschlag. Nach dcm Gemälde von K. Raupp