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sie all die Spenden der Verehrer entgegenzunehmen, nur ^ irgend einem Geschenk und einem duftenden Bricfchenan den Blumen meines Herrn zeigte sie besonderes Wohl- j den Weg zu der Reiterin antreten. Zuweilen, wenn mirgefallen, obwohl sie bei Weitem nicht die schönsten waren. ^ so ein Auftrag zu Theil wurde, wagte ich wohl einenDafür allerdings war, nun, ihr wißt's ja alle nock, vorwurfsvollen Blick dem Freiherrn zuzuwerfen, aberFreiherr Bruno bei weitem der stattlichste junge Mensch, ^ dann klopfte er mir lächelnd auf die Schulter und sagte:der im Land zu finden. Anfangs schlug's bei dem ! „Geh', Toni, das kennst Du nicht." Bet dem Dämchen
Weihnacht:
Steige nieder, Nacht der Wonnen,Freudenvolle Weihenacht!
Die dereinst der Welt den Frieden,Den Erlöser uns gebracht.
Sei gegrüßt, Geheimnißreiche IDie du gießest Licht und LustAus des HimmelsGnadenbronnenSanft in jedes Menschen Brust!
Holde Engel, steigt herniederVom gestirnten Himmelszelt,Frieden bringet, Segen wiederUns'rer kampfdurchtobten Welt.
Flammet licht, ihr trauten Kerzen,Denn ein Friedensfest bist Du,Heil'geNacht! Auch meinemHerzenSpende süße Himmelsruh'.
Ja, an Heilands Krippe kniecndSei die Bitte dargebracht:
„Gib o Herr, daß ich einst fei'reMit den Engeln Weihenacht!"
Herrn nicht sonderlich an, aber die schöne Reiterin ließnicht ab mit ihren glühenden Blicken. Was Wunder,daß es endlich auch einmal Feuer fing bei einem frohen,die Welt noch nicht kennenden, jungen Manne? Erstbegann ein leichtfertiges Necken und Scherzen, wie esso das fahrende Volk liebt und zu seinem Vortheil meister-haft auszunützen weiß. Manchmal mußte ich nun mit
gabs allerdings immer ein gutes Trinkgeld; ein halberGulden und auch wohl ein Gulden war gerade keineSeltenheit, aber mir war's immer, als ob mir das Geldin der Hand brannte, und ich suchte mir bald eine armeFrau, wo ich es los wurde, obwohl ich's selbst schongut hätte verwenden können.
Die Liebelei wurde immer schlimmer, unser Herr