Ausgabe 
(5.5.1896) 37
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Tunnel durch die Knschkewitzivand.

KWK

WM

weise für Zahnstangenbetrieb(einfache und doppelte Zahn-stange), in Aussicht genom-men. Mit Rücksicht auf diesehr kostspielige Zuführungvon Brennmaterialien undauf die vorhandenen ausgieb-igen Wasserkräfte empfiehlt essich, den elektrischen Betriebfür die Anlage anzuwenden,der überdies den Vortheilbietet, daß Steigungen bis zu56 Promille noch mit Adhäsionüberwunden werden können.

Kostspielige Bauten sind trotzder enormen Höhenüberwind-ung nicht erforderlich. Anjenen Lehnen, die Steingängenoder jährlich wiederkehrendenLawinen ausgesetzt sind, wirdman Galerien anlegen. Nurzwei bedeutendere Nebenthälersind zu überqueren: die Thal-spalte des Tauernbachs unddie des Gutthalbachs, zweierGletschcrwässer, die zur Zeit des jährlichen Gletscyerrück-gangs bedeutende Wassermengen liefern.

Durch die Vortheilhafte Entwicklung der befahrenenLehne läßt sich die Anlage künstlicher Steigungen ver-meiden; nur die Durchquerung der Geierlochwand undder Laschkewitzwand macht zwei kleine Tunnelbauten nöthig,da gerade an diesen Stellen die Lawinengänge häufig find.Die gesammte, im Tunnel liegende Strecke dürfte wohlkaum 100 Mir. überschreiten. Außer der Ausgangs-station Heiligenblut und der vorläufig vorgesehenenEndstation Glocknerhaus find noch zwei Haltestellen, dieeine am Gutthal, die andere oberhalb der den Touristenwohlbekannten Bricciuskapelle, geplant, die beide haupt-sächlich als Ausweichen dienen sollen. Die Station Het-

ligenblut > erhält ein Stationsgebäude, ein«; Reparatur-werkstätte und' ein kleines Frachtenmagazin, die StationGlocknerhaus eine gedeckte Personenwartehalle und eineWagenremise für zwei Wagen.

Der Oberbau der Bahnlinie erhält 1 Mtr. Spur-weite und besteht aus zwei Vtgnolfahrschienen, der ein-gelegten Abt'schen Zahnstange und einer isoltrten Lei-tungsschiene für den elektrischen Strom. Die verkehren-den Wagen, jeder zu 12 Sitzplätzen, werden mit 50-pferdigen Zwillingsmotoren ausgerüstet; die Fahrge-schwindigkeit kann im Mittel zu 10 Kilomtr. in derStunde angenommen werden, was mit Anrechnung desAufenthalts auf den Zwischenstationen eine Fahrzeit von1 Stunde 5 Min. für die Bergfahrt ergibt.

Freiwand. Fuscherkar. Glocknerhaus. Wasserrad Rächerin.

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Trare-Enln-ieklung an den oberen Dreterwänden.