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fcntlich wird der Verfasser in Nom, woselbst er sich behufsweiterer Studien aufhält, Muße finden zu ähnlichen tüchtigenArbeiten.
Die Wunder des heiligen Antonius von Padua inunserm Jahrhundert. Mainz, Verlag von Franz Kirch-heim 1895. 80 Seiten, Preis 40 Pf.
Die ungläubige Welt protestirt gegen das Wunder, undGott protestirt gegen die ungläubige Welt, indem er auch inunserm Jahrhundert zahllose Wunder wirkt. Ein Beleg dafürist obiges Büchlein, welches die Geschichte eines neuen Licbes-werkcs: „Brod der Armen" schildert, welches vor fünfJahren in Toulon zu Ehren des heil. AntoniuS von Padua seinen Anfang genommen und inzwischen die größte Verbreitunggesunden hat. Diese Schrist, welche der siebeuhundertjährigenWicgcnscier deS hl. Antonius von Padua gewidmet ist, ist ganzgeeignet, auch in Deutschland die Verehrung dieses großenHeiligen mächtig zu fördern.
Altheimland. Ein zweites Bayernbuch von I. Schlicht.Bamberg , Büchner. 8°. VI, 192 S. kart. 2.50 M.,elcg. geb. 3 M.
Das Buch, eine Art Volkskunde AltbayernS imbelletristischen Gewände, ist gewiß gut gemeint. Das darf manbei dem geistlichen Verfasser wohl annehmen. Es enthält auchprächtige Partien, die fast an Alban Stolzischen Stil erinnern.Andere Stellen wiederum, und es sind leider viele, können aberwegen ihrer Derbheit fast nicht genossen werden. Und manbraucht gerade kein zimperlicher Leser zu sein. Das ist rechtschade! —
Litcrarischc Rundschau für das katholische Deutschland .Herausgegeben von Dr. G. Hobcrg, Professor an derUniversität Freibnrg i. Br. Jahrgang 1895. 12 Num-mern. M. 9. — Freibnrg im Brciszan, Herdcr'scbc Vcr-lagshandlnng. — Durch die Post und den Buchhandel.
Inhalt von Nr. 11: Neuere Prcdigiliterntur. (Keppler.)— äo lluwmolauer, Onrsus Lcrixturae saerao. (Schäfer.) —I-aFrs»§o, 8aint Ltienns et sou kauetnairs ä lorusalow.(Schiffers.) — Nolffs, Urkunden aus dem antimontaiiistischcnKampfe des Abendlandes. (Funk.) — Lauchert, Die Lehre deSheiligen AthanasiuS des Großen. (Funk.) — Harnack, Einebisher nicht erkannte Schrift des Papstes SixtuS II. , zurPetrusapokalhpse, Patristischcö zu Luc. 16, 19: Jselin, Einebisher unbekannte Version des ersten Theiles der „Apostcllchrc".tWeyinan.) — Harnack, Eine bisher nicht erkannte SchriftNovatianS. (Wcyman.) u. s. w. — Nachrichten. — Büchertisch.
Heft 4 deS Deutschen HausschatzeS, welches in seinerprächtigen Ausstattung den früheren sich anreiht, bringt Fort-setzuiig'der sehr spannenden Romane: Prada von Melati vonJava und Die Jagd auf den Millivnendieb von KarlMap, sowie die sehr unterhaltende Humoreske: Der Knotenim Taschentuch. Von den zahlreichen Artikeln können wirwegen Mangels an Raum nur die folgenden hervorheben: Erz-bischof Dr. Zardetti, von I. Mchler; Eine Plaudereivom deutschen Wein, von A. I. Cüppcrs: Morgen-ländische Romantik, von Viktor Henze; PhilippincWeiser, von I. Hirn,- Centrums - Jubiläum undCeutrums-Jubilare, von NhenanuS; Die heil. DreiKönige, von vr. Dreibach; daran reiht sich, wie in jedemHeft, eine Fülle kleiner inhaltreicher Mittheilungen. — NeueAbonnenten werden zu jeder Zeit angenommen und erhaltendaS bereits erschienene I. Quartal bei allen Buchhandlungenund Postämtern sowohl in der Nummern- a!S Heftaus-gabe (Quartal L M. 1,80) nachgeliefert.
Stimmen aus Mari a-La ach. Katholische Blätter. Jahr-gang 1895. Zehn Hefte M. 10.80 (oder zwei BändeL M. 5.40). — Freibnrg im Breisgau. Herder'scheVerlagöhaudlung. Durch die Post und den Buchhandel.Inhalt des 10. Heftes: Die Methoden der Volks-wirthschaftSlehre. (H. Pesch 8. I.) — Das Leuchtvermögcn imThierrcich. (E. Wasmann 8. I.) — Ein Besuch in Val-dcs-BoiS. (A. Lebmkuhl 8. I.) — Altcnglische Weihnachtslieder.(G. M. Dreves 8. I.) — Die religiös-communistischen Ge-meinden in den Vereinigten Staaten . (O. Pfülf 8.1.) — Eineneue JguatinS-Biograph-e. (W. Krciten 8. N)
Recensionen: 8tentrnx, 8z-nvMS Nraetatus sedolastioiäs veo Duo. (E. Lingens 8.).); Das Mahabharata als Epos
und Ncchtsbuch (G. Gictmann 8.1.); HoäZ-kin, lialz- anä derInvaäars (A. Zimmcrniann 8. N); Fabri de Fabris, WaS dieBlumen erzählen. (W. Kreiten 8.1.)-- EmpfehlenSwertheSchriften. — Miöcellen: DaS große religiöse Testspiel vonVourgcs; Erinnerungen eines Couvertiten.
Katholische Warte. Jllustr. Monatsschrift zur Unterhal-tung und Belehrung. XI. Jahrg. Heft 8/9 L 15 kr.»25 Pf. Jahresabonnement fl. 1.80 (M. 3.60). Verlagvon A. Pustet in Salzburg .
Die vorliegenden Hefte beweisen durch ihre textliche undillustrative Ausstattung wieder, daß dieses Familienblatt immermehr verbessert wird und recht weite Verbreitung vollauf ver-dient, zumal allen Ansprüchen Genüge geleistet ist. Als Er-zähler finden wir M. Buol, Cl. Borges und den VolkshumoristcnJosef Wichner , landschaftliche und geschichtliche Schilderungenbieten uns S. Orrcf, Archivar ?. Fr. Engl und Dr. H. Sam-son, die Zunft der Poeten ist vertreten in Anna Esser, FritzFuuder, du Nord, Jda von Lißberg, von Zerboui u. a. in.Schweizerische Leser werden sich freuen an dem Lebcnöbilde deSBuudespräsidcntcn Dr. Zemp, im Ländchen vor dem Arlbergwird die eingehende Biographie des fi Priors von Mehrerau LaurcntiuS Wacher gewiß Vielen willkommen sein. So suchtdie Monatsschrift ihren Ruf zu wahren, ihren Freundeskreis zumehren: möge ihr Letzteres allüberall glücken I
OesterreichischesLitcraturblatt, herausgegeben vonder Leo-Gesellschaft in Wien , redigirt von Ist-. FranzSchnüren. (Administration: Wien I., Aunagasse 9.) Inhaltder Nr. 22- Libliotlioos. Tliomistioa, I. 8. DramasA.g. Oompeiulium Disolo-giac, eä. Vr. Lbart. (Univ.-Prof.Dr. F. M. Schindler. Wien .) (681.) - Schlatter D. A..Zur Topographie und Geschichte Palästinas. (lluiv.-Prof. vr.Bb. Schäfer, Wien .) (682.) - Friedrich I., I. N. Möblcr,der Shmbclikcr. (?. Aug. Rösler, Mautern in St.) (684.)— Weib A. M., Apologie des Christenthums, II. 3. Anst.(V.) (685.) — Vidmar C., Geschichte und Festschrift der„Confraternität" in Wien . (k.) (685.) - Behrich Conrad,
Das System der Uebcrgewalt. (I)r. R. von Kralik, Wien .)(686.) — Natorp Paul , Die Etlnka des Demokritos. (Ders.)(687.) — Limbonrg Max, Kant's kategorischer Imperativ.(Pfarrer N. Eichhorn, Wien-Nußdorf .) (688.) — LangeConr., Die bewußte Selbsttäuschung als Kern des künstlerischenGenusses. (R.) (688.) — Klopp Onno , Der dreißigjährigeKrieg bis zuin Tode Gustav Adolfs 1632. III. Bd., 1. Th.(Geh. Rath Jos. Freiherr von Helfert, Wien .) (689.) —Clauß Jmm., Die Lehre von den Staatsdicnstbcn keilen. (Fi-nauzrath vr. Carl Scheimpflug, Innsbruck .) (700.) —Gengler, Die Verfassuugszustände im bahr. Franken biszum Beginne deS XIII. Jahrh. (Dr. Hs. Th. Soergel,Nürnberg .) (701.) — Stcnglcin M., Wider die Berufung.(Dr. v. Wein rieh, Franks, a. M.) (701.) — Hagen I. G.,Synopsis der höheren Mathematik. (Univ.-Prof. i>r. LeopoldGegenbaucr, Wien .) (703.) — KleS F., Herzkrankheitenund ihre Behandlung durch die diätetische Heilmethode. (Univ.-Prof. Dr. Joh. Kirste, Graz .) (705.) — Dittmer Nich.»Handbuch der Sccschifffahrtökunde. (K. u. k. Schisfs-Licut.Alfr. Frhr. v. Koudelka, Pola.) (706.) u. s. w.
Zum Artikel: Dcharbe'scher Katechismns. Lediglicheiner sachlichen Berichtigung wegen ersuche ich die verehr!. Re-daction Folgendes aufzunehmen: Seite 424 der Beilage sagt derhochw. „Veteran", ich hätte dafür plaidirt, daß in einen neuenKatechismus Gefühlsergüsse aufgenommen werden sollen. Dasist nickt zutreffend. Denn der unzweideutige Sinn meiner Aus-führung Seite 391 (drittens) ist dieser: Im Katechismus sollendie dogmatischen Lichtseiten mehr in den Vordergrund ge-stellt werden, wodurch dann bei den Kindern eine Glaubens-frcndigkeit erregt würde, welche Glaubensfreudigkeit in dem Ge-danken — natürlich bei den Kindern (und bei Erwachsenen)— gipfeln soll u. s. w. ES ist nicht möglich, meine Worteanders aufzufassen. Also im Katechismus sollen die dog-matischen Lichtseiten (nicht GesühlSergüsse) einen breiterenRaum einnchmen — dafür spricht eine hohe Autorität, Ka-nonikus Ginelch (viäs Passauer Zeitschrift 1892) — für dieGefühl-ergüsse ist der richtige Platz das Menschenherz, und nichtein Lehrbuch. Mitbin fallen 70 Zeilen des Artikels vom hochw.„Veteran", welche diesen Punkt behandeln, hinweg.
Der Expositns.