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Rathschläge deS groben nnb berühmten Arztes, der selbst einsehr hohes Alter erreichte, in tausend und abertausend Fällendie segensreichsten Früchte getragen haben, ist bekannt; eS thutsicherlich jedem bessere Dienste als die vielen Geheimmittcl, diejetzt angepriesen werden. Der Preis des 232 Seiten starkenBuches ist außerordentlich billig, er beträgt 1 Mk. 50 Ps.
Bibliothek der gestimmten Natnrhcilknnde. Bd. IX.Die Naturheil Methode bei Hämorrhoidal-lei den von Dr. Carl Reiß. Berlin , H. SteinitzVerlag. 1 Mk.
Die Hämorrhcidcn, dieses verbreitetste und lästigste Uebelder Menschheit, welches meist hervorgerufen ist durch eine dennatürlichen Erfordernissen des Körpers nicht entsprechendeLebensweise, können nicht anders beseitigt werden, als durchvernunftgemäße Lebensführung, durch ausgiebigste Verwendungder natürlichen Hcilfaktoren. Von dieser einzig richtigen An-schauung ausgehend ist der vorliegende Band geschrieben, der,was die erschöpfende Darstellung, die Eleganz der Diktion, dieKlarheit des Stils anbelangt, vollkommen aus der Höhe dervorausgegangenen Bände steht und volle Beachtung verdient.
.Katholische Flugschriften zur Wehr und Lehr."Preis pro Nummer 10 Pf. Verlag der „Germania "in Berlin .
Nr. 95/96. Wilhelm Emanuel Frhr. v. Ketteler,der Lehrer und Vorkämpfer der katholisch-socialen Bestrebungen.Von Joh. Wenzel, Mitglied des Reichstages. — Nr. 97.Darwinismus und Socialdemokratie oder Haeckelund der Umsturz. — Nr. 98/99. Ein Blick in die Re-ductionen von Paraguay . — Nr. 100. Ketteler, Diewissenschaftliche Behandlung der socialen Frage. Von Joh.Wenzel. — Nr. 101. Warum ich katholisch gewordenbin? Offener Brief des früheren lutherischen Pastors Jenseitan seine Freunde in der dänischen Landeskirche. — Alle Hcft-chcn, ausschließlich von anerkannt tüchtigen Verfassern geschrieben,verdienen die weiteste Verbreitung.
Literarische Rundschau sür das katholische Deutschland .Herausgegeben von vr. G. Hoberg, Professor an derUniversität Freiburg i. Br. 22. Jahrg. 1896. 12 Num-mern. M. 9. — Freiburg im Breisgau, Herder'fche Vcr-lagShaudluug. — Durch die Post und den Buchhandel.Inhalt von Nr. 1: Neuere philosophische Literatur.(Draig.) — Bardenhewer , Der Name Maria. (Nottmanuer.) —Stiglmayr, Das Aufkommen der Pscudo-DionysifchcnSchriften rc.(Bardenhewer.) — Lingcns, Die innere Schönheit des Christen-thums. (Schanz.) — Gutberlet, Lehrbuch der Apologetik. (Schill.)
— Ldort, Lidliotlwoa llüomistiea. (Dörholt.) — Bürger,Unterweisungen über die christliche Vollkommenheit. (Pruner.)
— Mayer, Die krokossio reli^iosa, im kanonischen, gemeinenund geltenden deutschen Neichsrcchte. (Kihn.) — Walter, DasEigenthum nach der Lehre des hl. TbomaS rc. (Atzbcrger.) —kottliast, LibliotLeoa, Historie». meüii aevi. (Falk.) — Ausdem Leben Unserer Lieben Frau. (Krieg.) — Weiß-Kreiten,Ein moderner Todtcntanz. (Krieg.) — Verschiedene Ncproduc-tionen älterer Kunstschöpfungen. (Krieg.) — Zingcler-Laur, DieBau- und Kunstdenkmälcr in den Hobcnzollcrnschen Landen.(Keppler.) — Sickenberger, Deutsche Geschichte sür Schule undHans. (Macke.) — Wychgram, Schiller . (Egen.) — Nachrichten.
— Büchcrtisch. _
Linzer theok.-praktische Quartalschrift. Jahrgang1896. Expedition: Linz , Stiftcrsiraße Nr. 7. Hreiöpr. Jahr 7 M.
Inhalt des 1. Heftes u. A.: Die Erneuerung der Ge-sellschaft. Von I?. A. M. Weiß 0. vr. — Praktische Bemerk-ungen über das Veichtvateramt und dessen Verwaltung. VonDr. Jakob Schmitt, Domcapitular zu Freiburg (Baden ). —Der Beruf zum Priesterthum. Von Professor Auzustin Lehm-kubl 8. i. in Exaeten (Holland ). — Schrift und Schriftlescn.Von k. Hilarin 0. Lax., Lector in Freiburg (Schweiz ). —Der Begriff des Gelübdes. Von vr. Ph. Huppert, Ncctor inBcnSheim (Hessen ). — Die kirchlichen Benedictionen in ihrenWirkungen gegen Krankheiten. Von v. Ludwig Keller Orcl.List., Prior in Marienstatt (Nassau). — Das GeburtsjahrJesu Christi . Von ?. Michael Hetze nancr 0. 6ax>., Lectorder hl. Schrift in Innsbruck . — Das päpstliche Dccret -tzuem-aämoäum omuium« bezüglich der öfteren Commuuion. Vonv. Max Hub er 8. I., PriesterhauS-Director in Klagensurt. —Waffen im Kampfe gegen den Socialismus. Von Joh. Lang-
thaler, reg. Chorherr und StistSbosmeistcr in St. Florian.
— Pastoral-Fragen und-Fälle, u. A.: Oeoasio proxima. Vonv. Augustin Lebmkuhl 8. I. in Exaeten (Holland ). Impeäi-insntmiu amsutiae oder erroris? Von vr. Heinrich Kihn ,llniversitätSprofcssor in Würzburg (Bayern ). Meßstipeudien.Von vr. Fr. A. G oepfert, Univ.-Prof. in Würzburg . Miß-brauch der Ecncralbeicht von Seite der weiblichen Pönitenten.Von vr. Jos. Nig lutsch, Professor in Tricnt (Tirol). Con-scssion der Kinder aus gemischten Ehen nach dem Tode desVaterS. Von Augustin Arndt 8. I., Pros. in Krakau . Wiekaun der Mechanismus beim äußeren Gottesdienste beseitigtwerden. Von v. Bernb. Schmid 0.8. V. in Scbcyern (Bayern ).
— Literatur. — Entscheidungen und Bestimmungen der röm-Kongregationen. Zusammengestellt von v. Bruno AlberS 0. 8. v. in Beuron . — Neueste Bewilligungen oder Entscheid-ungen in Sacken der Ablässe. Von k. Franz Beriuger 8.1.,Consnltor in Rom. — Kirchliche Zeitläufte. Von Professor Vr.M. Hiptmair in Linz . — Bericht über die Erfolge der kath.Missionen. Von Joh. G. Hub er, Siadtvfarrer in Schwaneu-stadt. — Geschichte des Lollexium Vermauioniu IIuvAarionmin Rom. Von Domcapitular vr. Mathias Höhler in Lim»bürg a. b. L. — Kurze Fragen und Mittheilungen.
Die von vr. Karl Nuß herausgegebene illustrirte Wochensehnst sür Vogelliebhaber, -Züchter und -Händler „Die ge-fiederte Welt" (Preis vierteljährlich IM. 50 Pf.) feiert indiesem Jahr das Fest ihres 25jährigcn Bestehens. Die ersteNummer des Jahrg. 1896 liegt vor uns und läßt ersehen, daß„Die gefiederte Welt" noch immer an der Spitze aller Fachbläitermarschirt. Diese Nummer 1 ist z. B. außer mit zwei Abbild-ungen im Text, bei vorzüglichster Ausstattung des Blattes selbst,noch mit eiueni Vollbild bedacht, auf welchem eine Gruppe ein-heimischer und eine solche fremdländischer Stubenvögcl in Schwarz-druck dargestellt ist. Eine Probcnummer des 1896er Jahrgangsversendet die Creutz'sche Verlagsbuchbandlung inMagdeburg auf Wunsch kostenlos und postfrci.
Miscelle».
6 . (Der japanisch-chinesische Krieg und dasMissionöwerk in China.) Man hat die Frage aufge-worfen, ob der vorbezeichncte Krieg sür daö MissionSwcrk inChina von Nutzen sein werde. Manche haben gemeint, dieseFrage bejahen zu dürfen. Der Missionär k. T. Garcia inFokien verneint diese Frage. Vernehmen wir, wie derselbevon dieser Frage urtheilt. „ . . . Die Chinesen scheinen nochwidcrhaariger geworden zu sein. Von Japan , dessen leitendeStaatsmänner dem religiösen JndifferentismuS huldigen, ist indieser Hinsicht nichts zu erwarten. Einige Hoffnung knüpftesich an Frankreich , das entschlossen schien, für die katholischeReligion in China volle Bewegungsfreiheit zu fordern. Alleindie internationalen Fragen, welche der FricdenSvertrag vonSimono-Saki heraufbeschwor, saugten seine Aufmerksamkeitvöllig auf und bis jetzt ist noch nichts in der Sache geschehen.Ueberdics glaube ich, daß China trotz der harten Lektion, diees von Japan erhalten hat, der Aufnahme von europäischenSitten und Ideen nach wie vor abgeneigt bleiben wird. Esleidet an einem Uebel, das zu alt ist, als daß es sobald ge-sunden könnte. Der Confucianismus, die Lehre Lao-tie's unddeS Buddha haben den Chinesen in seiner religiösen Anschauung„stolz" verknöchern lassen, unv er will es gar nicht einsehen,daß er so dem Zustande der Unbeweglichkeit, der muiuien-artigen Vertrocknung und einer ewig unmündigen Kindheitverfallen ist. Was die natürlich-sittliche Veranlagung deSChinesen angeht, so ist dieselbe zum Verwundern gut: arbeitsam,höflich, verständig und menschenfreundlich. Sie hoffen alleinauf die Zeit, wo mit der Ankunft Kiun-tse'S die rechte Ord-nung wieder hergestellt werden soll." — Kiun-tse bedeutet „Hirteund höchste Wahrheit" (der Hirte der höchsten Wahrheit). Mankönnte mit v. Garcia der Vermuthung sein, Kiun-tse bedeuteChristus. -
6. (Eine tröstliche Nachricht aus China.) Gegen-über der jüngsten Cbristeuverfolgung gereicht es den bedrängtenCbristcn zu nicht geringem Troste und erfüllt sie mit erhebenderHoffnung, daß der Kaiser von China einen Katholiken —Tsching-ta-jen — zum „bevollmächtigten chinesischen Ge-sandten" in Paris erhoben hat. Der Ernannte ist ein vor-trefflicher Katholik. Seine Vorfahren wurden vor bereits 200Jahren von den alten Jesuiten bekehrt. ES ist dieses in derNeuzeit das erste Mal, daß ein Katholik zu einem solch hohenPosten erhoben woroen.