unsere Quelle aus Oberaltaich sagt, die Aufnahme habeanno Douiini 12 61 astabia 1xsiu8 ^.Istsrti viZssiwosssnnclo stattgefunden.
Die Ausgaben von Pez und Hemmauer differirenDemnach bezüglich des Jahres der Aufnahme Alberts inOberaltaich um volle 10 Jahre, wahrend sie imAlter und der Art der Aufnahme genau übereinstimmen.Allein schon Pez hat zu „anno Doiaini luilssiiao äu-csntWirno <iuiii<iua^68iiao priwo" seiner Aus-gabe am Rande angemerkt^): „^xoZr. Ostsralt. DXI",und daß die Altaicher Vita uns das richtige Jahr über-liefert hat, ergibt stch mit Evidenz schon aus dem Um-stände, das; Abt Poppo erst im Jahre 1260 von Nieder-altaich nach Oberaltaich postulirt wurde^) und beide Vitaszum Ableben Alberts in vax>. XXI die überein-stimmende Angabe haben, Albert entschlief im Herrnanno Ooinini inilosiino trsosntssiino nnäsoiino ssxtoOalonstas veeoinbris, nachdem er 50 Jahre daSPriesterthum unter dem Joche des Evangeliumsund der Ordensregel lobenswerth verwaltet hatte.
Die bestimmte Angabe, daß Albert 50 JahreLaoeräos in Oberaltaich gewesen und am 26.November l311 verstorben ist, hätte den Abschreiber derEmmeramer Vita, welcher als Todestag den 27. No-vember angegeben hat, und Dr. Schund in Tübingen überzeugen können, daß ihre Angaben und Annahmen,Graf Albert von Haigerloch sei schon 1251 zu Ober-altaich in den Benediktinerorden getreten, unrichtig sind,weil vom Sterbejahre 1311 fünfzig Jahre zurück-gerechnet stch das Jahr 1261 als Eintrittsjahr mitNothwendigkeit ergibt.
Einen zwe ien, nicht unbedeutenden chronologischenFehler hat sich Schmid dadurch zu Schulden kommenlassen, daß er die nicht quellenmäßige Behauptung auf-gestellt hat"): „unter außerordentlichen Umständen seiauch sein (Alberts) Abscheiden, das er vorausgesagt, am27. November des Jahres 1316 vor sich gegangen."
Schmid hat ohne Zweifel „rallssirao troosutssimoanäseiiao Huinto" in folgender Weise zusammengelesen:1300 -j- 11 -j- 5 — 1316, während nur 1311 zu-sammengelesen werden darf und das c^uinto (aeiliostäis) zu 6a1enäa8 Vooaial>rl8 bezogen werden muß. DieEmmeramer Vita Tlllisrti hat das Todesjahr und denTodestag Alberts angegeben, wie folgt: „äornaivit inDomino anno niilemino troosotssirao unäeoirnoyuinto 6aloncia8 Dsesmstris"; und daß dieZahl Huinto zu 6a1onäa,8 Doosnidrm gelesen werdenmuß, beweist die Thatsache , daß eine jüngere Hand alsSterbetag am Rande den 27. November notirt hat. DieOberaltaicher Vita und die Bogen - Altaich - Melker Ab-schrift lesen richtiger soxto (äis) anto Oalsnäas Ds-asmdrj8, und hat Pez diese richtige Zeitbestimmung inseine Ausgabe herübergenommen und daS cjuintorliminirt?b) Daß aber Graf Albert am 2 6., nicht 27.November 1311 im Herrn entschlafen ist, dafür sprichtnicht nur das Xoorologium Oboraltavenss, sondernauch die Inschrift auf AlbertL Scpulchralmonument inder Klosterkirche zu Oberaltaich aus dem Jahre 1395.
-°) kor I. o. oap. HI p. 540.
>°) LI. S. 88. XVII, 402. Loäew anno (1260) äowinusLopxo, monnolins -4Itakeusi8, ölig-stur tu abbatew 8uxorior1sLItalie, vir maguo xrnüontio st religiouis.
") Geschichte der Grafen von Hohenberg 1662 S. 328.Bemerkt ist zum angeblichen Sterbejahre 1316: «Nach AngabedtS Lbronieon äo üueibus Lavarias 1311."
") I. v. eax. XXI x. 518.
Das Necrologium des Stiftes Oberaltaich , welchesim Jahre 1342 angefangen und fortgesetzt worden ist/o)hat, wie wir mit Sicherheit annehmen dürfen, aus einerfrüheren Aufzeichnung folgenden Eintrag herüberge-nommen:
VI. stal. Doo. H1bsrtu8 Drssst. st Nou. Xosteroli. xis rasmorias aü. äom. Neosxi.
und aus dem noch erhaltenen, sehr schönen GrabsteineAlberts aus Untersberger Marmor^) geht in Ueberein-stimmung mit den Lebensbeschreibungen unzweifelhaft undunwiderleglich hervor, daß derselbe am 26. November1311 im Herrn selig entschlafen ist, nicht am 27. No-vember 1316.
Die Sepulchralinschrift lautet nach einer genauenAbschrift, welche ich der gütigen Hand des quiescirten82jährigen Herrn Lehrers Cajetan Schwert! in Ober-altaich verdanke, wie folgt:
1- LXXO . DXI. U.660.XI.VI.
LD . DL6LLRI8.0 . DDVI-.
kIL . ÜILLlOIIIL . A?II.
LI. LI0X^6D°. DVD. DOOI.
xroourats. äüo. xstro. aliats. soulptus. 68t. Iap>i8. i3ts.rao.cooo.vs".
d. h. Unno clomini 1311 86xto (anto) Xalenäas Ds-osraliris odiit trater ä.Il>srtu8 xis moiaorio xrssstitsrst raouaoliu8 Irujus looi. Im Jahre des Herrn 1311am 26. November starb Bruder Albert seligen Ange-denkens, Priester und Mönch dahier. Auf Veranlassungdes Herrn Abtes Petrus ^) ist das Steindcnkmal er-richtet worden 1395.
Wenn nun Prior Aemilian Hemmauer 1731schreibt^): „iVrmo 1261 nahm Abt Poppo den seligenBeichtiger (Bekenner) Albert einen Grafen von Hayger-loch seines Alters im 22. Jahr allhier in das Klosterauf und machet ihn nach vollendetem Probierjahr Profeß",und etwas später ergänzend hinzufügt^): „1311 den26. November ist in Gott selig entschlafen unser Al-bertus", so kann man als feststehend und ausgemachtbetrachten, daß Graf Albert von Haigerloch, geboren12 39 (nicht 1229 nach Schmid), im Jahre 1261(nicht 1251) ins Kloster trat, 1262 eingekleidet wurde,50 Jahre dem Mönchsorden 8. Benedikts angehörte undim Alter von 72 Jahren^) am 26. (nicht 27.) No-vember 1311 (nicht 1316) zu Oberaltaich gestorben ist.
Hält man diese chronologisch richtigen Daten fest,dann wird man auch in genealogischer Beziehung zu Re-sultaten gelangen, welche stch mit den Annahmen Schundsnicht vereinigen lassen.
(Fortsetzung folgt.)
") Lloii. Loioa XII p. 293. Xeorolognim anno 1342ineboatum ot Lueesssivs oorstinuatuw.
2 °) Siehe Facsimile in der Beilage 2 zum Scparatabdrucke.Das Monument ist nach Herrn Lehrer Schwerst mit Nahme2,37 m lang, 1,18 w breit und 1,35 m hoch. Es ist von Holz,die Decke von rothem Marmor, die Rahme von Messing.
Petrus von Urscnböckh (Urscnbach) aus einem guten,alten bayerischen Torniergeschlechte war der 26. Abt zu Ober-altaich (1379-1403).
--) Chronik S. 175.
-») l. o. S. 198.
") Dr. Schmid sagt in seinem oft citirten Werke S. 328 A. 1:«er muß jedenfalls ein sehr hohes Alter erreicht haben".