ÜZi'. L2.
29. Mlll 1896.
Lpiesälum
in kun6?6 kupsrti 8ö6unäi
rmMäissillli 8edM6 Lbbstis.
Olarorrun si, klrosds xatsr, ts kunsra tan^untz,
Uns n§s eum oitstnrÄ, sum onriuinidus Innsstis,InLultus tristis<iu6 vsui, inoestaML suforsssuluäns inornatos Inrrri xro kronäo cnxillosXt ts ?isriäo8 soivitsniur, äoirn IsrontssDltinnr Lum. atriZ in vsstidrrs omires,
Omnss lunsrerr rsäinritas tsmporn Iroiräs.ltn tarnsn nnts oiunsz aäss, o xulslisri-ilna, Viitus,Xunrins kisriänrn raajor Osn, änrncins stainXsciuiäcsnanr insrepitnus, Lsli^rarn rnisernrs äolsntsm.8tant LInsns st claro stsrinnt xlangors lassrtosLt jungniit lasr^mns st tristia. cnrmiiur äisuntk'sralsrncius 8nis jrsrstrmäunt üstistns nrnaw.
Isirs, xcrtor, ta-Isin subito sxssturs rslistiOo§imur? lrnso st'viis sst, IräZsnts intnlrr nnxsrlusiAuis, c^un Najsstas Olurritssrsns seässtrrirt?
Vos ooräi, csni Lsst^rsirsinirr st lux uostru Inistis,Vos in xsrxsturrrn eluusit inors tsrrsa, nostsiu.tzuuutu, bsu, vobissura lux ossiüit, in^us tsusbrus^.la uirniuw xi'asss^s, st uou rsäiturrr rsosssit!
IIsu ruortoru iirvisum st rrullo äisoriuiius soseisLusobuutsiü terrls! Lasras uilril instrlas illuIlssxioit, uut culti rsvsrstur xeotoris urtss.
Lt bsuo ciuot pistus Mra I's suxsr rrstlisra. vsxit:Hio Irnsrs sxuoti xrstio cuusaciuo laboris!
Lsbzu-a Mdr iutsrsL tuuruluiu äs innrurors paust,Frisur, -inotiss osrust, IgLU'mis perlnnäst obortis.
^NANStNS.
Vi'. F. LLvi'heeL.
Wieder zwei nerle EutdeckuttgLN aus der alt-christlichen Literatur.
Es ist erst wenige Tage her, da erhielt ich vonFlorenz aus die Nachricht, daß Dr. Mercati in derAmbrosiaua zu Mailand die Hcxapla von 11 Psalmenund einen großen Theil des Psalmencommentars desTheodor von Mopsvestia aufgefunden habe. Auf meineBitte um weitere Details sandte mir mein Freundvr. Minocchi (Florenz ) einen kurzen Bericht (bis jetztden einzigen in Italien ), welchen der berühmte und ge-lehrte Ccriani darüber in den Neudiconti des kgl. lom-bardischen Instituts für Literatur und Wissenschaft,8sr. II, Vol. XXIX soeben veröffentlicht hat.
Nachfolgende Mittheilung ist diesem Artikel ent-nommen.
Or. Giovanni Mercati , ein gelehrter Priester, derschon durch seine Arbeit über Symmachus auch im Aus-
land rühmlich bekannt wurde, gegenwärtig au der Am-brosiana zu Mailand angestellt, widmet sich ganz be-sonders dem Studium der in der genannten Bibliothekaufbewahrten lateinischen und griechischen Handschriften.Bei seinen Arbeiten fiel ihm der Palimpsest 0. 39 snp.in die Hände, und er fand, daß derselbe die ganzeHcxapla einiger (11) Psalmen enthielt. WeiteresNachforschen nach Citaten aus der Hexapla veranlaßte ihn,den lateinischen Commentar des berühmten irischen Codex(6. 301 inst), dessen irische Glossen bereits von Ascoli ver-öffentlicht worden sind, näher zu untersuchen, und das Er-gebniß war die Entdeckung, er enthalte eine, wenn auchunvollständige Uebersctzung des Psalmencommentars desTheodor von Mopsvcste.
Um zuerst von den Hexaplafragmenten zu reden,so möge als bekannt vorausgesetzt sein, daß Origencsaus textkritischen Gründen die verschiedenen zu seinerZeit existirenden Uebersetzungcn der Bibel mit dem he-bräischen Text confrontirte, so daß die erste Columneden hebräischen Text in hebräischen Buchstaben, die zweiteden hebräischen Text mit griechischen Buchstaben, die drittedie Uebersctzung des Aqnila, die vierte den Symmachus -,die fünfte den Scptuagintatext, die sechste die Uebertragungdes Theodoiion darbot. Von diesen 6 Columnen hießdieser Bibeltext die sechsfache so. Bibel d. i. die Hexapla.Von diesem zur Neconstruktion der Septuaginta und desbiblischen Urtextes höchst wichtigen Riesenwerke des Niesen-t geistes und Niesenfleißes des Origencs hatte man seit dem! 7. Jahrhundert keine Nachricht mehr, und man war bis-? her für die Kenntniß desselben auf die sogenannten hexa-plarischen Septuagiutatextc*) und auf fragmentarische Rand-noten und gelegentliche Citate in Commentaren (bes. beiHieronymus ) angewiesen. Was in den verschiedenstenKommentaren und Codices zerstreut war, hat zuerst Mont-faucon und in neuester Zeit der Engländer Field inseinem zweibändigen Werk: OriZsuis HsxajNorum Huassupsrsnirb, wozu noch ein Auctarinm kommt, mit großemFleiße zusammengetragen.
Der Codex 0. 39 snp. der ambrosianischen Biblio-thek ist ein Palimpsest, d. h. eine Handschrift, auf derenersten Text nach Verlöschen desselben ein zweiter Textgeschrieben wurde. Durch chemische Reagentien läßt sichdie erste Urschrift wieder sichtbar machen, ohne die zweiteSchrift zu zerstören.
Die zweite Schrift des Codex 0. 39 snp. stammtaus dem 13.—14. Jahrhundert, die erste ist in eleganterMinuskelschrift des 10. Jahrhunderts geschrieben. Dieseunterste Schrift des Palimpsestes enthält, allerdings miteinigen Lücken, die Hexapla von 11 Psalmen mit nach-folgendem wiederholtem Septnagintatext und einer Catene.Diesem Text fehlt nur die Columne mit dem hebräischenText in hebräischen Buchstaben; dieser Verlust ist nichtgroß, da die Transkription in griechischen Lettern er-halten ist.
Ceriani gibt als Beispiel aus dem PalimvsestPsalm 45, 1-4.
*) Man schrieb aus der Hcxapla die Columne, welche denLXX. Text enthielt, ab und lictz die übrigen 5 Columnen ganzweg oder machte nur hie und da Randnoten aus denselben.Einen solchen Text, dessen Uebereinstimmung mit der betreffen-den Columne der Hcxapla meist Ensebins und Pamphilins ineiner Scklnßnotc bezeugen, nennt man hexaplcnijche Texte. Derberühmteste ist die Lyro-Hexapla.