die christenfcindlichen und staatSgefährlieben Tendenzen derhöheren Logcngrade anö Tageslicht gebracht werden. Solchenmuß man als den Mitgliedern der nicecreu (blauen) Frei-maurerei (drei ersten Grade) immer wieder vor die Leeleführen, was der Bruder der Loche,rade, der Amerikaner Pike,über die Freimaurerei des englischen Ritus sagt: „Die blaueFreimaurerei ist absolut lade und inhaltslos. . . .Die wirklich Eingeweihten können über solcheNassührung der (blauen Freimaurer -) Masse nurlächeln" (ekr. Gerber).
(Schluß folgt.)
Recensionen und Notizen.
Soeben beginnt bei I. Schweißer (Jos. Eichbichlcr) inMünchen zu erscheinen:
„Handbuch für die rechtsrheinischen bayerischen Gemeindebehörden und Gemeindcbürgcr vonRechtsanwalt Carl Pohl, rechtökund. Bürgermeistera. D. in München ."
Ein Fachmann, welche? Gelegenheit hatte, von dem Werkein seiner Entstehung nähere Einsicht zu nehmen, schreibt uns:Endlich einmal ein Hand- und Nachschlagcbuch für alle Fragendes bayer. Verfassungö- und VerwaltungSrechteS, welches sichweder in eine für die Praxis unbeherrschbare Breite verliert,noch auf bloßen CitatenhinweiS beschränkt. Das Pohl'sche Werkwird nicht bloß den Gemeindebehörden und Gcmeindcbürgern,sondern auch DistriktSpvlizeibehördcn und allen, die sich mitVerfassungs- und Vrrwaltnngssragcn zu befassen haben, ebensowillkommen sei» als gute Dienste leisten, da es nicht bloß denWortlaut der Gesetze und VollzugSverordnungen usw. bringt,die für Gemeinde und Bürger wichtig, sondern auch eine kurzesystematische Darstellung jeder Materie mit den einschlägigenEntschließungen, gcrichtlischcn und vcrwaltungSrcchtlichen Ent-scheidungen und der bezüglichen Literatur gibt. Die letzterenCitate beschränken sich nicht auf Angabe der Quelle, sondernführen je nach Bedarf das Wichtigste des Inhaltes in kurzenSätzen oder bezeichnenden Schlagworten an. Das hat bisherin der Vcrwaltuugsliteratur gefehlt. Für denjenigen, welchemeS in der Praxis an Zeit mangelt, sich in breitspurigen Ab-handlungen und auf der Zusammenlese nach viel verstreutemMateriale zu verlieren, und ebenso für den, welchem ein zu-reichendes Quelleumatcrial überhaupt nicht zugänglich, wirdPobl'S Handbuch, das alle Gebiete des Verfassungs- und Ver-waltungsrcchtö umfaßt, eine Bibliothek ersetzen.
Die Sittlichkeit im Lichte der Darwinschen Ent-wicklungslehre. Von Prälat vr Wilh. Schneider,Dompropst und Professor der Theologie zu Paderborn .Schöningh, Paderborn 1895. L>. 200. M. 3.60.
Während Kant — trotz der Annahme einer principiellenSelbstständigkeit der Ethik — wenigstens die Vollendungder Sittlichkeit in der Religion zugegeben hat, geht die modernesogenannte unabhängige, rcligionö- und glaubenslose Moral vielweiter. Sie stellt sich wesentlich auf den Standpunkt der dar-winistiichen Dcscendcnzlchre, indem sie eine natürliche Entwick-lung des MenschcnwescuS aus dem Thiere zu Grunde legt.Darnach ist oaS Gewissen nicht mehr die Stimme Gottes,sondern die stimme der bloß natürlichen Vernunft, insofernder Mensch sich allmählig entwickle und die Begriffe von nütz-lich und schädlich finde. Die Gebote, welche das Gewissen auf-stellt, seien nicht Gebote einer höheren Autorität, sondern dieMenschen haben sich selbst Gebote gegeben. Diese Lehre vonder unabhängigen Moral hat bereits der Socialismus in diegroßen Massen geworfen und (durch Bcbel) oaS Axiom aufge-stellt: „Sittlichkeit und Moral haben mit der Religion nichtszuthun", und die nach englifch-amcrikaniichem Muster auch inDeutschland gebildete und immer mehr sich verbreitende „Ge-sellschaft für ethische Cultur" verfolgt den ausgesprochenen Zweck,die Menschen unabhängig von Gott und Religion „sittlich zuheben". Gegen diese gewaltige Strömung der Zeit haben ka-tholischerscits Männer wie Stein, Weiß, Th. Meyer, V. Cathrciu,Gutbrrlet u. a. mit durchschlagenden Argumenten angekämpft.Mit Freuden begrüßen wir auch den Wasfcngang W. Schneiders,zumal er wie in der von ihm verfaßten VereinSschrift der Görres-gel'iLschaft „Allgemeinheit und Einheit des sittlichen Bewußt-seins" (Bachem-Köln 1895, S. 122, M. 2,25), so in der vor-liegenden schönen Monographie der Sache bis auf den tiefsten
Grund nachgeht. In durchaus sachlicher und ruhiger Formweist er Darwins oberste Sittenrichtschnur („Die Wohlfahrtder Mcuschenganung") als völlig ungenügend nach. ver-weist die Ansicht (um nicht zu sagen die fixe Idee) von dem„angeblich vorsittlichen Menschen" mit Neckn in das Reich derFabel, gibt eine gesunde Kritik über Darwins Muthmaßungenvon der Entstehung und Entwicklung rer Sittlichkeit, unter-zieht die LebcnSanschauungcn und LebeuSrezeln des DarwinschenMenschen einer objectiven Prüfung und geht mit den neuestenScuutzrcdncrn und Vertheidigern der darwinistisckcn Sittenlebre(Gnsi. Jäger, Hugo Spitzer, H. E. Ziegler, H. Mnnstcrbcrg,H. Sctregast, G.v. Gizycki und Fr. Nietzsche) in gerechter Weiseinö Gericht. In allseitiger und erschöpfender Weise und dazuin durchaus verständlicher Sprache hat Schneider den überauszeitgemäßen Gegenstand behandelt, bezw. die Irrthümer derdarwinistischen modernen Ethik widerlegt. Der Verfasser ver-dient in erster Linie den vollen Dank des Seelsvrgsllerus, weiler demselben ein so gediegenes und leicht vcrwerihbareö Materialfür die gegenwärtigen Zeitkämpse geboten hat. Auch der ge-bildete Laie wird sich an der vortrefflichen Monographie bestensorientircn. Sie sei deßhalb wärmstens empfohlen!
Eine Orientrcise. geschildert von Heinrich Himmel»k. k. Major. Wocrl's Reisebibliothek, 3. Auflage, eleg.gebd. 3 M.
—8. Der Verfasser ist ein weitgereister Mann und hat sichdurch seine Neisebeschreibungcn schon seit langem einen be-deutenden Namen erworben. — 1884 bereiste er Aegypten ,Palästina, die Türkei und Griechenland . Seine Neiseschilder-ungen erschienen damals einzeln im „Wiener Vaterland" undfanden eine so günstige Aufnahme, daß ein Separatabdrnck ineinem eigenen Werke nöthig war. Dasselbe, i» einer Auflagevon 10.000 Exemplaren, war aber bald vergriffen; der erstenAuflage folgte eine zweite, der zweiten nunmehr eine dritte.Diese uns vorliegende Auflage enthält nicht weniger als 104Illustrationen, eine große Ansicht von Jerusalem und zweiLandkarten, die eine von der europäischen Türkei , die anderevon Aegypten und Palästina. — Mit vieler Abwechslungschildert der Verfasser, ein guter Katholik, Land und Leute,Sitten und Gebräuche. Beim Lesen des BucheS fühlt man— und das hat der Verfasser in seiner Vorrede als Wunschausgedrückt — in Wahrheit „den beseligenden Zauber, dessenunerschöpfliche Quelle das goldene Morgenland, die Heimathunseres Glaubens ist". — Der billige Preis des Buches,3 Mark, ist geradezu staunenswert!). Damit ist auch Minder-bemittelten Gelegenheit zur Anschaffung desselben gegeben.Allen, die sich für den Orient interessiren, ist das Buch nur zuempfehlen, und dürfte selbes namentlich auf dem literarischenWcihnachtSmarkte einen großen Absatz finden.
Lotteler ob la. gnostion ouvriers aveo nus introänetionkistorigns sur Is monvemsnt social eatdoiigus. Lar12 äo Lirarck, äocteur cn clroit. Loruc, L. 4. W^ss,imxrimerir-öckitcur.
* Dr. v. Girard hat die interessante Ausgabe, auS den ver-schiedenen Schriften Kettelers dessen System über die Arbeiter-frage zu construiren, sich gestellt und verbindet damit gleich-zeitig die gewiß ancrkenncnöwertbe Arbeit, die wichtigerenStellen der einschlägigen Werke Kettelers ins Französische zuübersetzen und so dem Nachbarvolke zugänglich zu machen. Auf344 Druckseiten entledigt er sich dieser Aufgabe mit Geschickund bleibt seinem im Vorworte ausgesprochenen Vorsätze, nurKettcler selbst sprechen zu lassen und sich jeder Kritik zu ent-halten, sorgfältig treu. Das Buch ist besonders Jenen zu em-pfehlen, welche nicht die nöthige freie Zeit haben, um sämmt-liche Werke Kettelers selbst zu studircn (im Buche sind deren71 angeführt). Der Ladenpreis für das Buch ist 4 M.
Erst! ommuni kanten - Unterricht. Den Kommunion-kinder» gewidmet von M. A. Berningcr, Pfarrerund Scbulinsp-ktor. Mit oberbirtlichcr Approbation.12°, S. 64. Wnrzburg 1896, Göbel. Pr. geb. 25 Pf.
H- Der Unterricht schließt sich genau an den Katechismusan und bringt eine möglichst vollständige, aber faßliche Unter-weisung über das allerhciligste AltarSsakramcnt, zugleich aucheine Anleitung zu dessen eifriger und andächtiger Verehrungfür das ganze künftige Leben.