welcher ;ehr zufrieden war mit der Art und Weise, wie seine Frau ihr mütterlichesErbtheil angelegt hatte.
Und er konnte es auch sein, denn die Verluste, welche die Firma „Walter L Sohn"seiner Zeit erlitten, waren nicht allein längst ausgeglichen und ersetzt, sondern das alte,solide Geschäft hatte sich mit Hülse des ansehnlichen Capitals seines jungen Socius —richtiger: „Socia" — zu nie geahntem Umfang emporgeschwungen, den es der jugendlichenergischen Initiative Williams' und seiner genauen Kenntnis; der commerciellen Ver-hältnisse verdankte.
Frau Hildegard Walter, deren Vater und Bruder bei ihr lebten — Letzterer trat baldin das Geschäft seines Schwagers ein, malt noch heute in einem reizend eingerichtetenAtelier Bilder von vollendeter Schönheit, mit denen sie ihrem geliebten Gatten undgelegentlich auch Freunden des Hauses Geschenke macht. Eines der schönsten hat siekürzlich an den stillen Compagnon der Firma nach Südamerika geschickt; es stellt die„Pinseldame" vor, wie sie im Kreise ihrer hübschen Kinder und neben ihrem Williamdraußen in Pöseldorf auf der Alster im Segelboot an dem blumigen und buschigenUferrande hinfährt.
Wippchen beim volkswirthschaftlichen Congrcsfe.
Bei dem Bankette, welches den Berliner volkswirthschaflichen Congreß schloß, er-schien auch zur allgemeinen Freude Herr Julius Stettenhcim, um eine seiner köstlichenWippchiaden zum Besten zu geben. Das neueste Kind seiner Laune führt den Titel:„Offener Brief des Herrn Wippchen an die Redaction der Berliner Wespen" und istaus Bernau, dem berühmten Neste bei Berlin , dem festen Musensitze Wippchen's, datirt.Hier einige Proben aus dem offenen Briefe:
Mit Vergnügen habe ich heute den Gummi Ihres freundlichen Briefes erbrochenund demselben die Aufforderung entnommen, mich nach Berlin zu begeben, um die Bericht-erstattung über den dort tagenden neunzehnten volkswirthschaftlichen Congreß zu über-nehmen. Ich will Ihnen reinen Standpunkt einschänken und Ihnen ebenso stravi alsmanu erklären, daß ich nicht komme. Als ich Ihre Einladung las, war es mir, alsginge mir wie dem Schüler im „Faust" das, fünfte Mühlrad am Wagen herum; dennich fragte mich: Was soll ich auf einem Congresse, der keine Geheimnisse hat, wie dervon dem Manne der Blut- und Eisenzölle präsidirte Berliner Congreß, auf dem dieDiscrction so dicht war, daß kein Erisapfel zur Erde fallen konnte? Ein Congreß, überden ich berichten soll, muß verschwiegen sein wie ein frischgetünchter Siemens'scher Ofen.Da bin ich wie Cato in meinem esss clslsuckam; da muß ich Alles, was nicht niet-und nagelfest ist, errathen und kann das Blaue vom Himmel herunter berichten. Aberich wäre auch in dem andern Falle nicht der geeignete Mann gewesen, Sie mit einemBerichte zu versorgen. Denn ich bin — verzeihen Sie das harte Wort! — Schutzzöllnervom Scheitel bis zum Wirbel. Allerdings habe ich niemals wie Mosle dem Reichskanzlerden Daumen gehalten, als sich bei dem leitenden Staatsmanne Männer wie Varnbüler,also die ersten W'n einstellten. Auch bin ich kein Schutzzöllner, der es eigensinnig vonder Wiege bis zum Baare bleiben will. Indeß haben mich doch gewichtige Gründeveranlaßt, freiwillig gouvernemental den Anschluß auf die Gefahr hin zu suchen, demTitel Commissionsrath zu verfallen." Wippchen erzählt sodann, wie er Kriegsbericht-erstatter wurde, wie ihn aber die Concurrenz der ausländischen Collegen „theils ver-drängte, theils entwerthete." Er sagte sich, so könne es nicht länger bleiben. „Ich sahmich schon in die unterste Kirchenmaus eingeschätzt, und wer war dann eigentlich derGeschädigte? Der Staat, der gezwungen wurde, seinen Militärmoloch zu verringern unddie Soldaten, die ihm noch blieben, in dreierlei Hungertuch zu kleiden. Die Folgenwaren nicht abzusehen! Da erschien, ein ckeus aus stets heiterer maoliina, das neueWirthschaftsprogramm des Fürsten Bismarck, und ich rief: Land! wie der Geis, der aufgerettetem Boote mit tausend Masten still in den Hafen dos Oceans treibt. Hier war