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so machten sie vorher einen festen Contract miteinander, daß sie, was sie hellte anf derJagd erlegten, redlich und gleichmäßig mit einander theilen wollten. Als sie am Abendwieder zusammen kamen, hatte der Indianer einen Truthahn, der Weiße aber nur einRebhuhn geschossen, und wie sie ihre Beute abgeworfen und sie betrachtend danebenstanden, sagte der Eingeborne endlich kopfschüttelnd:
„Hm! — böse Sache — schlecht theilen — wie machen?"
„„Wie machen/'" sagte der Weiße, ,,„ci, das ist verdammt einfach, mein braverJunge. Die beiden Stücke lasten sich nur auf zwei verschiedene Arten theilen, entwederbekomme ich den Truthahn und Du nimmst das Rebhuhn, oder Du nimmst das Reb-huhn und ich bekomme den Truthahn.""
Der Indianer sah den Weißen erst eine Zeit lang an, und überlegte sich vorsich-tig, wie Jener gesagt; der sah so ernsthaft dabei aus, daß er selber irre wurde.
„Wie war das?" fragte er endlich nach langer Pause — und wollte es nocheinmal hören. —
„„Wie das war?"" erwiderte der weiße Jäger, die Stirne kraus ziehend, und miternsthaftem Gesicht, — „„nun, Du bekommst das Rebhuhn und ich den Truthahn, oderich nehme den Truthahn und Du bekommst das Rebhuhn.""
„Wehe, wehe!" rief da der Wilde schmerzlich aus, „Du hast ja nicht ein ein-ziges Mal Truthahn zu mir gesagt."
(Die Entstehung des Mutterkornes.) Ueber die Entstehung des für dieGesundheit so gefährlichen Mutterkornes sind die Ansichten noch sehr getheilt. Darumdürfte folgende Mittheilung, die mir vor einigen Tagen ein mir befreundeter Natur-forscher schriftlich machte, für das laudwirthschaftliche Publikum nicht ohne Interesse sein.Derselbe sagt: „Im vorigen Sommer erzog ich mir auf künstlichem Wege sehr vielMutterkorn. Bei meinem Sammeln kryptogamischer Gewächse war es mir auffallend,daß ich in der Nähe des parasitischen Pilzes Lluvicops purpureu, der sich am Gesteinund auch an Wiesenpflanzcn bildet, immer sehr häufig an den angrenzenden Feldern soviel Mutterkorn entdeckte. Dies veranlaßte mich zu dem Versuche, die Keime diesesPilzes in eben sich öffnende Noggenblüthcn zu bringen. Die Keimfädcn des Pilzes um-spannen als ein feines weißliches Gewebe den Fruchtknoten, drangen selbst hinein undzerstörten ihn ganz oder auch nur theilwcisc. Dann begannen sich die Fäden bauchig zuerweitern und bildeten in diesem Zustande einen schmierig - schleimigen, die Spelzen oftüberragenden Körper, der von unten auf zum eigentlichen Mutterkorn sich verdichtete undverhärtete. Auf diesem künstlichen Wege erzog ich im vorigen Sommer Mutterkorn vou1 Zoll Länge und darüber. Es waren oft 5 bis 6 Körner in einer Aehre. Darausgeht nun klar hervor, daß das Mutterkorn nicht durch den Biß eines Insektes oderWurmes, nicht durch eine besondere Säftekrankheit des Getreides sich erzeugt, sondernlediglich durch die Entwicklung jenes parasitischen Pilzes entstehe. Uebrigcns ist wohlmöglich, daß Käfer und Würmer die Veranlassung zur Entstehung des Mutterkornesdadurch geben, daß sie von Blüthe zu Blüthe fliegen oder kriechen, und so die Keimedes Pilzes, welche mit ihrer schmierigen Substanz an ihren Beinen haften bleiben, aufdie Blüthen des Roggens übertragen."
Zwei Knaben spielten miteinander und renommirten dazu. Der Eine sagte: »MemVater läßt eine Altane vor das Haus machen, das wird schon, das thut der Deinenicht." Der Zweite setzte sofort einen Trumpf darauf, indem er sagte: „Ja und meinVater läßt eine Hypothek auf unser Haus machen, das wird noch viel schöner."
Frage: Was für ein Baum war der höchste im Paradies?Antwort: -zvh znvh/l.kßnvu, uarguv iig asgn ,u(x