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Nun erschienen eine Menge gerichtlicher Vorladungen auf Klagen der Mühlen-Associationen, der Canal - Compagnie rc. Mr. Trapper wurde zwar freigesprochen, weil 'für diesen bestimmten Fall kein Gesetz vorhanden war. „Aber," setzte der Richter hinzu,.„Ihr Name, Mr. Topper, wird ewig geschändet bleiben, weil sich daran ein entsetzlichesBeispiel knüpft, daß alle Uebel, welche aus Unwissenheit oder Brutalität entstehen, vonden Thaten und Bestrebungen eines übertriebenen Dilletantismus übertroffen werde»können. Die entsetzliche Schlange, welche bereits Hunderte von Menschen brodlos ge-macht, hat sich binnen acht Wochen über 70 (englische) Meilen durch den Canal undFluß Stickton ausgedehnt."
Jetzt fährt und fließt es zwar wieder in Stickton, aber nur unter fortwährendemKampfe mächtiger Dampfbagger-Maschinen, die beständig den Kanal und Fluß durch-ziehen, um mit Riesenkraft die Köpfe und Hälse des Pflauzen-Ungehcucrs abzureißen. —Die Einführung von Krokodilen schlug fehl; eine Sendung fraß sich unterwegs selbstauf, eine zweite kam während des Winters um.
Mr. Topper wurde zwar, wie gesagt, freigesprochen, aber von der botanischen Ge-sellschaft auf ewig damit bestraft, daß sie für krcnvkoravru gyUittilis der Pflanze dc»«fstciellen Namen „Popperonis p68tii6ru^ beilegte.
Einem deutschen Aestdichter.
Pfui, schäme dich in deine matte Seele,
Don alberner Begcist'rung aufgebläht!
Du hast im Angesicht der NationenDein Vaterland geschmäht.
Nicht eher schien es dir der Achtung würdig,
Als bis ein Deutscher Bruderblut vergoß,
Bis zwischen uns und dem vcrrath'nen OesterreichEin blut'ger Grcnzstrom floß?
Was wir an Richelieu und am vierzehnten ,Französischen Ludwig Haffen, Preisest du,
Weil's nun der cig'ne Bruder that am Bruder?Hannover knirscht dazu.
*) Emanucl Geibel hat nämlich dem König von Preußen bei seiner Anwesenkelt ln>äbeck zum Kaffee ein Gedicht überreichen lasten, in welchem sich folgende, aller historischen Wahr-heit. Hohn sprechende Stelle befindet:
„Im engen Bett schlich unser LebenVereinzelt, wie der Bach im Sand:
Da hast Du, was gebrach, gegeben,
Der Glauben an ein Vaterland.
Das schöne Recht, uns selbst zu achten.
Das uns des Auslands Hohn verschlang,
Hast Du im Donner Deiner SchlachtenUns hcimgckauft, — o habe Dank!"dem Schluß:
„Und sci's als letzter Wunsch gesprochen,
Daß noch dereinst Dein Aug' es sieht.
Wie über's Reich ununterbrochenVom Fels zum Meer Dein Adler zieht."macht der „N. k." folgende treffende Bemerkung: „Würde der zuletzt ausgesproebcne Wunsch inErfüllung gehen, und es dann eine bayerische Labinets - Lasse nickt mehr geben, «uS der unseresWissens Herr Geibel noch Pension bezieht, dann hat er sich jedenfalls Anspruch darauf erworben,daß sie ihm der König von Preußen zahlt."