(Ein Invaliden Held.) Im Marine-Hospital zn Greenwich lebte seit zwanzig ^
Jahren ein Invalide Namens Thomas Cullisorlh, der wegen seines hohen Alters — erhatte 104 Sommer — und seiner Hcldcnvcrgangenheil als der Stolz und die Zier desganzen Hospitals galt. Ganz England war stolz auf den alten Mann und durch be-sondere Vergünstigung war es ihm gestattet, ein eigenes Haus zu bewohnen, und fürbeste Pflege und alle möglichen Annehmlichkeiten war ausreichend gesorgt. Jedes Jahr ö
am „Chnstmas" wurde der alte Cullisorlh von der Königin zum Diner nach Schloß !
Windsor geladen, jedes Jahr machte die Municipalität von Greenwich dem Invalidenein neues hölzernes Bein von Palisandcr mit Kupfer beschlagen zum Ehrengeschenk. Alle !
Besucher hatten etwas für den Hundertjährigen: feine Flaschen Wein, Confitüren, Back- ^
werk, Tabak und Cigarren kamen in Menge. Dafür wußte er dann auch manches !
Abenteuer zu erzählen, wie er im Jahre 1798 an Bord des „Flower of May^ in die >
Luft geflogen und in's Wasser zurückgefallen sei; wie ihm eine stürzende Schiffsplanke !
das Bein zerschmetterte, er aber trotzdem noch sechs Stunden umherschwamm, bis er von s
einem französischen Schiff aufgenommen und dort amputirt worden sei. Solcher Erleb- >
nisse wußte er viele zu berichten; auch bei dem Kampfe und der Vernichtung des fran-zösischen Kriegsschiffes „Vengeur" war er dabei. Trotz seiner hundert Jahre war derAlte noch sehr rüstig; er würde ohne Brille gelesen haben, wenn er überhaupt des Lesens !
kuudig gewesen wäre, er hatte alle seine Zähne noch und trotz seiner ruhmvollen Wun- ^
den marschirte er ohne Stock seine zwei Stunden täglich zu Fuß mit dem Stelzbein und >
trank seine sechs Putten Ale und einen halben Liter Gin. Nun ist kürzlich der alte s
Thomas Culliforth gestorben. Als man seine Papiere untersuchte, um vielleicht Materialfür die englische Geschichte zu entdecken, ergab sich etwas ganz Seltsames. Thomas i
Culliforth war erst 67 Jahre alt gewesen; er ließ sich feiern und pflegen, aß Backwerk, '
trank 'Ale und rauchte unrer dem Namen seines Großvaters, dessen hiuterlaffeue Papiere !
er sich angeeignet hatte. O ihr guten Engländer! !
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Das deutsche Element ist in verschiedenen Staaten der „Nordamerikanischen !
Union" in beträchtlichem Fortschreiten begriffen. So wird uns aus West-Wisconsin i
geschrieben, dort finde eine solche Verdrängung der englischen Bevölkerung durch die !
deutsche statt, daß in amerikanischen Zeitungen verlangt werde, man solle deutsche Geist- !
liche dahin schicken, um die Kirchen zu benutzen, die von den aussterbcndcn englischen i
Gemeinden gebaut wurden. Bei dem überhand nehmenden Wegziehen der englischenBewohner würden diese Kirchen voraussichtlich nicht mehr anders benutzt werden können,als zu deutschem Gottesdienst. Ebenso bcachtcnswerth ist auch das Uebergcwccht, welchesdie römisch-katholische Kirche allmählig in den Vereinigten Staaten gewinnt., Sie bildetdort bereits die bei Weitem zahlreichste unter den Kirchen. In New-Nopk ^ Zg katho- >
lische Kirchen, in St. Louis 30; in Cincinnati gab es vor 30 Jahren eine katholische !
Kirche, jetzt zählt man deren 21, für deren Aufbau 3 Millionen Dollars verwendetwurden, für die dazu gehörigen Klöster, Gchulen und Hospitäler l'/^ Million, Golum- !
bus, die Hauptstadt von Ohio, hatte vor 20 Jahren nur eine katholische Kirche , die sehr ^
arm war. Jetzt sind drei Pfarrkirchen da, eine prachtvolle Kathedrale wird erbaut, zwei s
Klöster und ein großartiges Hospital, drei Schulen mit über 900 Schülern sind errichtet. !
Es gibt überhaupt in der Union keine einigermaßen bedeutende.Stadt mehr, in welcher !
nicht einige katholische Kirchen oder Kapellen sich befinden. ^
Frage: Warum hat der Perlachthürmer grüne Vorhänge vor den Fenstern?
Antwort: 'invhffuirmh bunuhogx zuuj m guvmsizg mhi zimvE
Dr»«, «erla» »»» «idoltt»» de« Mer-rüche» Jnsttt»!« »»» vr. M. Huttier.